272 Jeſus beſucht ſeine Jünger. ſen aus Furcht vor den Juden. Aber von was redeten ſie wohl, als von ihrem Herrn und Meiſter und von dem leer gefundenen Grab und von dem Zeugniß, und wie gerne ſie ihn ſelbſt ſehen und mit ihm reden wollten, daß ſie auch recht getroſt und fröhlich ſeyn könnten. Da ſtand auf einmal der Aufer⸗ ſtandene unter ihnen in ſeiner bekannten, lie⸗ ben Geſtalt und grüßte ſie mit den ſchönen Worten:„Friede ſey mit euch!“ Doch fuh⸗ ren ſie vor Schrecken zuſammen. Denn es war ihnen nicht anders, als erzeigte ſich ih⸗ nen ein Geiſt. Jeſus trat näher zu ihnen und zeigte ihnen ſeine Seite und ſeine Hände und beruhigte ſie:„Ich bin es ſelber,“ ſagte er,„fühlet mich an! Ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr an mir ſehet.“ Ja er aß mit ihnen von einem Fiſch und et⸗ was Honigſeim Da wurden die Jünger froh, daß ſie den Herrn ſahen. Das war der heilige Oſterſonntag, der noch jährlich mit Freude und Hoffnung in ollen chriſtlichen Kirchen gefeiert wird im Frühjahr, wann die erſten Samenkerne aus der Erde aufgehen, und ſo zu ſagen auch ihre Auferſtehung holten. Der Tod iſt verwandelt in das Leben, in den Sieg. Gott ſey gedankt, der uns den Sieg gegeben hat durch Je⸗ ſum Chriſtum unſern Herrn! Thomas war nicht zugegen, als der Herr den Jüngern erſchien. Als er zu ih⸗ nen kam, riefen ſie ihm voller Freude entge⸗ gen;„Wir haben den Herrn geſehen.“ +3 ma .— 222 2E216 1 — K — ⏑σ..—
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