bis Coblenz. Gaſthäuſer in St. Goarshauſen: die Poſt; der Adler u. ſ. w. Eine herrliche Landſchaft breitet ſich nun auf beiden Ufern aus. Gleich rechts ſieht man das niedliche Dorf Welmich, das ſich mit ſeiner gothiſchen Kirche im Rhein ſpiegelt. Hinter demſelben erhebt ſich auf dem mit Reben umbauten Berge die Ruine Thurmberg, genannt die Maus. Sie ward im 14. Jahrhundert von Erzbiſchof Kund von Falkenſtein erbaut. Die Grafen von Katz⸗ enellenbogen nannten ſie ſpottweiſe die Maus, welche, wie ſie meinten, bald von ihrer Katze gefangen ſei; aber der tapfere Kund wuſſte ſich am Rhein ſo viel Anſehen zu verſchaffen, daſſ ſich jene Katze eher vor dieſer Maus zu fürchten hatte. Etwas weiter abwärts ſieht man dicht am Rheine den kleinen Weiler Ehrenthal, hinter welch⸗ em es in dem Gebirge reichhaltige Bergwerke giebt, aus denen viel Silber, Kupfer und Blei gewonnen wird, Mitten im Strome taucht eine liebliche, mit Blumen und Geſträuchen bewachſene Inſel empor. Auf dem linken Uufer ſieht man das mit einer fruchtbaren Gemarkung um⸗ gebene Dörfchen Werlau, und etwas weiter, dicht am Rheine, auf einem maleriſchen Felsgipfel, das ſogenannte Prinzenköpfchen, von welchem man einen herrlichen Ueberblick in das gegenüberliegende wilde Felſengebirge ge⸗ winnt, das nur ſparſam mit Weinreben, und meiſt mit dunkelgrünem Geſträuche bewachſen iſt. Da wo der Strom ſeine nördliche Biegung macht, paſſirt man rechts das Dorf Hirzennach, wo ſich früher eine Probſtei be⸗
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