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der vierten seiner geographischen Tafeln über Eu­ropa, ganz nahe an den Rhein, zwischen diesem und dem Schwarzwald, (monies Nod-io) unter Len 28. Grad der Länge und den 51. der Breite gesetzt. Sene nun, frage sichs, unser Durlach, von dessen Schicksalen die Geschichte keine frü­here bewährte Nachrichten, als aus dem zwölften Jahrhunderte, gebe, wie Bailey als ausgemacht annehme, dieses alte Budoris? Niemand werde wagen, es mit Bestimmtheit zu behaupten; doch habe es die Wahrscheinlichkeit nicht gegen sich.

Pirckheymer, der bekannte Herausgeber und Commentator des Ptolemäus, scye der Meinung , die er jedoch mit keinen Gründen belege, Heidelberg seye das alte Budoris; welchem aber schon die Ent­fernung dieser Stadt vom Rhein, welchem Ptole- mäus sein Budoris ganz nahe gesetzt, widerspreche. Widder in seiner geographisch.historischen Beschrei­bung der Pfalz sage hingegen von Budoris gar nichts.

Mit wie wenig Sicherheit der Scholiast Pirckhey- mer in der Zuthcilung neuer Städtenamen an die, vom Ptolemäus genannten alten Städte zu Werke gegangen, scy unter andern daraus abzunchmcn, daß er das, von Budoris (nach ihm Heidelberg) südostwärtsliegcnde ^itounum Wnrzburg taufe.

Kayser, im Schauplatze der alten berühmten Stadt Heidelberg (vom Jahr 1733. Seite 3 und 4) erkläre sich gegen Pirckhcymer's Meinung, und für Durlach, und zwar in folgender Stelle:

Denn obwohl von ihm, (Ptolemäus,) der Stadt Budor-is gedacht wird, welche etliche fürHeydelberg ausgeben; so haben doch andere Gelehrte schon längstens erwiesen, daß cs weder Heydelberg, noch Mannheim, sondern am wahr-