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„ scheinlichsten Durlach in der Marggrafschaft Ba-
„den seyn müsse."
Er schlage eben daselbst Pirckheymer's Meinung durch die, auf Grunde gestützte Bemerkung nieder, daß Heidelbergs Alter nicht einmai an die Zeiten der Fränkischen Könige reiche.
Club er sage in seiner Kcrmcnia antiguaim dritten - Buche, Seite 16:
«Lucloris cjosclem auctoris (?tolomaci) viäeturcssc op- piclum Luriaclr iu rnarclilouatn Laclcusi, Iiauci procul Duriaco.,,
Er nehme also an, daß Budoris in der Gegend h Durlachs zu suchen sey; er wäre aber der Meinung, ? daß es nicht Durlach selbst seye. Was möge dieser Schriftsteller wohl unter oppiäum Lurlacb verstehen ? In der bezeichneten Gegend, so wie in der ganzen Markgrafschaft, seye kein Städtchen und kein Dorf dieses Namens zu finden; auch zu der Zeit, da Cluver sein Werk ausgab (1616), könne ein sol- chcs nicht da gewesen seyn, weil, von so neuer Zeit her, dessen Andenken, wenn auch sonst nicht, wenigstens in den Archiven und Registraturen, sich ^ würde erhalten haben.
v. G ü n d e r od e in der oben angezogenen Abhandlung, welcher doch mehrere, viel früher zu Grunde gegangene, Ortschaften nenne, erwähne keines Bu- riach's. Diesem nach seye gewiß, daß Cluver's Angabe, wenn er ein, nicht existirendcs, Buriach für Budoris erklärte, aufeincm Irrthume beruhe.
Er müsse indessen sein Buriach aus irgend einer frühern Quelle genommen haben; und dann wäre wahrscheinlich, daß seine Leseart nicht die rechte ' gewesen seye.
. Diese Leseart ließe sich, ohne die nicht genannte ^ Quelle selbst vor sich zu haben, anders nicht be-