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UM dadurch das viele Wasser, welches in der Umgegend der Stadt Durlach vormals stehen blieb, und öfters großen Schaden verursachte, gerades Wegs in den Rhein zu leiten.
Auch Markgraf Friedrich Magnus, vvrzüg, lich die Fruchtbarkeit der Umgegend der Stadt Dur. lach, durch Ableitung des Sumpfwassers in die Alb und in den Rhein zu befördern bedacht, veranstaltete nicht minder die Unterhaltung und Erweiterung des sogenannten Landgrabens.
Von der Stadt Durlach an führt nun schnurgerade eine, unter der weifen Regierung des Höchst» seliger Großherzogs Carl Friedrich angelegte, mit ungefähr 1600 italienischen Pappclbaumen auf beiden Seiten besetzte vortreffliche Straße, insge» mein die Carl Friedrichs-Straße genannt, nach Carlsruhe, neben welcher nunmehr ein, mitSchleüs- sen versehener, theils zum Holzflößen und theils zum Steinführen aus den Durlacher und Grötzin- ger Steinbrüchen für kleine Schiffe brauchbarer Kanal hinzieht, der sein Wasser aus der Pfinz erhält, südöstlich vor Carlsruhe mit dem von Rüppurr aus dem Albflusse hereingeleiteten Flotzkanole sich vereinigt , und insgemein unter dem Namen des Landgrabens, durch Carlsruhe hindurch, unö bei Mühlburg wieder in die Alb fließt.
Die in denen auf den Gemarkungen von Grözin- gen und Durlach befindlichen sehr zahlreichen Stcin- brüchen gegrabenen Mauer- und gehauenen Sand» steine*) konnten bis jetzt ausser diesem Landgraben auch durch einen Nebenkanal von Durlach auf
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») Don der Ausbeute der Durlacher Stcinbrilche wurde ei» großer Lchcil der Restdci zstadt Carlsruhe gebaut und gepflastert.