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ten vortrefflichen Einsichten und sorgfältigen Be­mühungen, die reinen Kenntnisse unter seinen Un. terthanen zu verbreiten, seine Sorgfalt auch gewiß auf diese Schule verwendet haben, und dieß um so mehr, da ihm die Vortrefflichkeit der Schule zu Pforzheim (worin der in der Zeitfolge sich so sehr berühmt gemachte Doktor Reuchlin, so wie nicht minder der rühmlichst bekannte Mitarbeiter am großen Werke der Reformation, Namens Phi­lipp Melanchthon, die ersten Gründe der Spra« chen, der Wissenschaften und der Musik einst er­lernt hatten) überhaupt von sehr großer Wichtigkeit gewesen war.*)

In Durlach existirte vor Zeiten auch eine sogenannte Kirchen - und Schul-Bibliothek, wozu unter andern die älteste Prinzessin Tochter des Markgrafen Georg Friedrich von Baden, ersten Gemahlin, Juliane Ursule, einer Tochter des Wild - und Rheingrafen Friedrich von Grumbach, auch einen milden Beitrag lieferte.

Diese Stifterin hieß nämlich Catharina Ur­sule, und ward am 19. Juni 1593 zu Durlach geboren.

*) Siehe Sachs Beiträge zur Geschichte des Hochfürstlichen G»n>< nasiums zu Karlsruhe vom Jahr 1787, Seite 8iz, gedrucht in groß 8 . zu Durlach bei I. G- Müller, älter» Hof, und Kanzlcibuchdruckcr.

Das Leben des im Jahr 1450 zu Pforzheim gebornen Or. Reuchlin hat dessen ebenfalls aus dieser Stadt gebürtige cim I- IS 5 Z daselbst gcbohrne) Landsmann, Johann Heinrich Ma», bormaliger Prediger zu St. Stephan und Professor der hebräischen Sprache am ehemaligen berühmte» Gvmnasium zu Durlach, i» lateinischer Sprache beschrieben. Diese Lebens­beschreibung ward im Jahr i «87 in der Müllcr'schen Buch- druckcre, zu Durlach gedruckt, und fängt jetzt an ganz rar zu werden.