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mergut Gottsaue von dergleichen Bäumen ange­fangene Allee von der äußern Brücke am sogenann­ten Au-Acker, bis nach Gottsau', und von dem gewesenen Hopfengarten an, bis nach Rintheim, auf ihre eigene Kosten auszusetzen, und zu Rekru- tirung der ängefangenen Alleen, die von Zeit zu Zeit benöthigtcn jungen Bäume ebenfalls unentgelt­lich aus ihren anzulegenden Pflanzschulcn zu four- niren habe.

Nicht minder ward oft bemeldter Compagnie noch obendrein vergünstigungsweise bewilligt, daß innerhalb jener zuvor erwähnten 10 Jahre von sammtlichen Aktien bei dieser ncuetablirten Compa­gnie kein Pfundzoll abgefordert werden, und sie über­haupt, was diesen Seidenbau betreffe, mit einer 20jährigen Freiheit von allen ^errschaftl. Abgaben, sowohl in Friedens - als in Knegszeiten begnadigt seyn solle.

Diese Scidenzucht ward nun hierauf, besonders bei Lebzeiten der höchstseligen Caroline Louise, als der ersten Gemahlin des verewigten Großher­zogs Carl Friedrich von Baden (die sich für alles Nützliche und Gute lebhaft interessiere, dabei selbst unternehmend war) in Durlach vorzüglich be­trieben. ES wurde daher zu Carlsruhe und Dur­lach viele inländische Seide gewonnen und verar­beitet. Das besonders im Frühjahr sehr häufig wechselnde Cliina war aber diesem Culturzweigc nicht immer günstig. Dieser Umstand, sodann die Kriegs- Verhältnisse, und der während derselben sehr hoch gestiegene Taglohn hatten die Seiden - Lultur sehr herunter gebracht. Die Seidencompagnie hat sich daher zu Ende des vorigen Jahrhunderts gänzlich wieder aufzelößt.