waltung, einen Anbau an die Kaſerne gegen Süden aufführen zu laſſen. Im Jahre 1823 kaufte die Gemeinde zu dieſem Zwecke um 6137 fl. das erforderliche Gelände zwiſchen Karl⸗, Amalien⸗, Kaſernen⸗(jetzt Douglas⸗) Straße und Landgraben. Am 24. Mai 1824 wurde der Grundſtein zu dem Kaſernen⸗ bau mit den gewöhnlichen Feierlichkeiten gelegt. In den Grundſtein wurden außer den damals kurſierenden badiſchen Münzen verſenkt die Abbildungen der Uniformen des großherzoglichen Militärkorps, der neueſte Grundriß und der neueſte Wegweiſer der Stadt, zwei Flaſchen Wein Karlsruher Gewächs vom Jahre 1823, eine Flaſche mit hieſigen Crescentien und eine Flaſche hier gefertigtes Oel, eine Flaſche hieſigen Weizens vom gleichen Jahrgang, endlich eine Flaſche mit badiſchem Salz. Am 4. Dezember konnte der Dachſtuhl auf dem Neubau im Beiſein der Stadtkommandantſchaft und der ſtädtiſchen Baukommiſſion unter den Klängen der Militärmuſik auf⸗ geſtellt werden. Und im September 1825, als wieder die zu den Herbſtübungen einberufenen Mannſchaften der Karlsruher Garniſon einrückten, konnten ſie ſchon die neue Kaſerne beziehen. Das ſtattliche Gebäude, in welchem in dieſem Zeitpunkt 1239 Mann Aufnahme fanden, das indes zur Kaſernierung von 1720 Mann eingerichtet war, war nach den Plänen und unter Leitung des Militär-Baudirek⸗ tors Hauptmann Arnold aufgeführt worden. Der abgeſehen von einem Staatsbeitrag von 50000 fl. aus ſtädtiſchen Mitteln beſtrittene Bauaufwand mit Einſchluß der Anſchaffungskoſten für die erforderlichen Requiſiten betrug 164000 Gulden. Die dadurch der Stadt erwachſende Auslage wurde aber reichlich dadurch ausgeglichen, daß fortan die Unbequemlichkeit der Naturaleinquartierung und ein jährlich auf 2 500 bis 2 800 Gulden veranſchlagter Koſtenaufwand für die Verpflegung der Truppen wegfiel. Die Landtagsverhandlungen von 1822 1828. Am 28. März 1822 wurde der Landtag durch den Großherzog perſönlich eröffnet. Am Mittwoch den 27. März wohnte der Groß herzog dem feierlichen Gottesdienſte in der evangeliſchen Stadtkirche bei und erteilte hierauf um 11 Uhr vormittags den Mitgliedern beider Kammern in dem großen Appartement des Reſidenzſchloſſes Audienz. Am Donnerstag den 28. begab er ſich um die gleiche