ſonals anordnen und ausführen ließen. Bey dem glaube ich auch, daß die Baukommiſſion keinen Vorwurf über die Geſchäftsführung des lutheriſchen Kirchenbaues verdient, indem ſie bey der Eyekution des elben kein anderes Intereſſe als das des Staates, daß nämlich dieſes zebäude in jeder HSinſicht ſeinem Zweck entſprechen möge, haben ann, und ſich auch deshalb keine Mühe verdrießen laßt, über alle die ier mit dem Artiſtiſchen zu verbindende andere Anſichten, Erkundi ungen von den betreffenden Stellen einzuziehen. Sollte es übrigens er Fall ſeyn, daß ſich bey der artiſtiſchen Anordnung dieſes Bau ſeeſens etwas vorfindet, das dem proteſtantiſchen Religionskultus tgegenſtände, ſo iſt ſolches nicht die Schuld der Baukommiſſion, ondern vielmehr eine Sache der der Baukommiſſion gegebenen Veiſung, indem ſie bisher noch nichts bey dieſem Gebäude vor nommen hat, was nicht zuvor collegialiſch verhandelt und debattirt ſorden iſt. Rückſichtlich wegen der verlangten Abnehmung des reuzes von dem qugeſtionirten Grillage habe ich noch beſonders ehorſamſt anzuzeigen, daß Se. Königliche Zoheit der Großherzog asſelbe für ſehr adäquat anſehen und mir ſolches erſt geſtern noch zöchſtgnädigſt zu äußern geruhten. Bey dieſer höchſten Außerung erfehlte ich nicht, Sr. Königlichen Zoheit die mir wegen der Ab ahme desſelben gemachte Weiſung unterthänigſt in Erwägung zu ingen, allein Söchſtdieſelben wollen dieſes Kreuz als ein aufs neue on ſo vielen Millionen Teutſchen angenommenes Sinnbild gött her Tugend nicht abgenommen, ſondern ſolches beybehalten haben. ie Krone war der ruhende Pol, in deſſen hoheitsvoller Atmoſphäre ich eine aufgeblaſene niedrige und widrige Gehäſſigkeit in Atome 'erflüchtete. Als Sroßherzog Karl am jo. Dez. 3835 die neue Kirche eſuchte, hat er dem Gberbaudirektor Weinbrenner gnädigſt aufzu ragen geruht,daß das eiſerne Kreuz an der Grillage des Haupt ingangs vergoldet werden ſolle. In dieſer Faſſung iſtdas Zinnbild der Tugend auf uns gekommen, zu deſſen Füßen eute noch Fanatismus und Intoleranz ſich im Staube wälzen! Zu den Gegenſtänden, die aus ſäkulariſiertem Kirchengut der ev. stadtkirche zur Verfügung geſtellt worden ſind und zwar den Vor uſchlag entlaſtet aber Weinbrenners künſtleriſchem Empfinden ſtili tiſche Beſchwerden bereitet haben, gehörte auch die Orgel. Das Werk vurde ſchmerzlos verdaut, nicht aber der Proſpekt. Großherzog Karl Friedrich hat am 29. Sept. 3808 gnadigſt zu entſchließen ge⸗ 63