iſt und z. daß Weinbrenner ſich darauf beſchränkt hat, den ihm vor geſchriebenen Ton etwas lichter zu geſtalten. Wie der heute des Putzes beraubte Bau in verputztem Zuſtand gewirkt hat, zeigt uns eine alte Photographie(Abb. 338). Auf dieſem Bilde kann auch wahrgenommen werden, daß die mit ölfarbe geſtrichenen Hauſteine ſich von dem Ton der Putzflächen hell abgehoben haben. Daß der Bau Verputz und Anſtrich bekommen mußte, war nach dem Brauche der Zeit eine Selbſt verſtändlichkeit. Für Weinbrenner konnte ein anderer Gedanke überhaupt nicht Platz greifen. Es muß aber auffallen, daß einer ſolchen Selbſtverſtändlichkeit im Proto koll Erwähnung geſchieht. Die protokollierte Einmütigkeit der Ge ſinnung muß alſo wohl erſt in der Diskuſſion erzielt worden ſein. Es darf alſo angenommen werden, daß zum mindeſten ein Teilneh mer der Sitzung den Gedanken aufgeworfen hat, man könne oder ſolle auf den äußern Verputz und Anſtrich, vielleicht auch nur aus Gründen der Sparſamkeit, verzichten. Wer es auch geweſen ſein mag, er iſt ſeiner Zeit um ein ſtarkes Vierteljahrhundert voraus geeilt. 486