recht nach Herzenslust zu erholen. In seinem Herzen (wovon der ganz mit Chro- niken beschäftigte Verstand gar keine genügende Notiz nimmt) regt sich so etwas wie eine frühjährliche Dichter- lust. Über alle die Bellinis, Carpaccios' darf er aber nicht "dichten" von der Hand, weil sie ihm zu viel zu denken geben in ihrer Entstehungs- geschichte— könnte es aber solche Federspiele erlangen, dann würde er seine Phan- tasie und seine Feder gern auch etwas spielen lassen. Willst Du ihm den Versuch gestatten und einmal in einem eingeschriebenen Briefe eine Sammlung von etwa 20 Blatt schicken? Nur zum Versuchen— gelänge derselbe, nun dann käme vielleicht ein für die Alten wie die Jun- gen gar ergötzliches Buch heraus:„ Federspiel von Hans und Heinz."— Unverschämter Putto! Nun bist Du fort und bringst den tollen Freund an der Adria gar in eine schwerige Situation in Frankfurt.— Ich muss also gleich schreiben mal
Ich hatte vom Grossherzog von Weimar einen echt Weimarlichen Dankesbrief für die Abhandlung.