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„DAS dP( BADEN 1
Nr. 83 / 55. ». 48
HANDEL UND WIRTSCHAFT
Verteilung deutscher Industriegüter
durch die Alliierte Reparationsagentur
Brüssel. Von den 53 demontierten Betrieben, deren Verteilung auf der 19. Sitzung der Alliierten Reparatiönsagentür in Brüssel beschlossen wurde, erhielten Belgien H, Frankreich 9, Norwegen 5, Holland 4, Griechenland 3, Großbritannien 3, Tschechoslowa kei ^. Der Rest wurde unter eine Reihe anderer Länder, darunter .Luxemburg , Austra lien und Jugoslawien verteilt.
Um die Besatzungskosten
Baden-Baden . Die Militärregierung teilt mit: Anläßlich der Ueberweisung von :20 Millionen DM zur Deckung der Besatzungskosten für den Monat August 1948 durch-die Länder der französischen Zone ist des öfteren erklärt worden, daß die Auflagen mit Rücksicht -auf die Finanzlage der Länder die Deckung der normalen Ausgaben in Frage stellen würden. -
Ohne Zweifel haben die Länder auf Grund des nach der Währungsreform eingetretenen Rückganges der Steuer-Einkünfte ernste Schwierigkeiten zu überwinden, doch zeigt eine einfache Aufstellung- einiger Zahlen aus den Ausweisen der Bank Deutscher Länder den tendenziösen Charakter gewisser sowohl in. der französischen wie in der Bizone aufgestellten und jeder Objektivität ermangeln- . den Behauptungen auf. ■ , ■
Aus den Ausweisen der Bank Deutscher Länder geht hervor, daß, zum. 31. August 112 Kreditinstitute den öffentlichen Körperschaften der drei Westzonen Kredite in einer Ge--
samthöhe von 54 344 000 DM gewährt haben, die sich folgendermaßen verteilen:
Amerikanische Zone 4 353 000 DM Britische Zone 49 651 000 DM -
Französische Zone 340 000 DM
Der Kreditbedarf der öffentlichen Körperschaften der französischen Zone ist also weit geringer als der in den beiden anderen Zonen. Außerdem’ verdient hervorgehoben zu werden, daß von der Gesamtsumme von 54 344 000 DM 51 121000 DM von den. Girozentralen in Düsseldorf , Stuttgart und Karls ruhe , also in der britischen und amerikani schen Zone, zur Verfügung gestellt würden.
Ein bedeutender Teil dieser Fonds stammt nun aus Ueberweisungen seitens der Sparkassen in der französischen Zone, und es ist
nicht einzusehen, warum diese nicht bereit sein sollten, die gleichen Ueberweisungen zugunsten der Länder der französischen Zone vorzunehmen, wenn sich die Notwendigkeit hierzu ergeben sollte, was jedoch im übrigen noch nicht der Fall ist.
Es kann also gesagt werden, daß. die Finanzlage in den französisch besetzten Ländern weniger dramatisch ist, als sie dargestellt wurde und daß sie mindestens ebenso gut ist; wie in der Bizone.
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Die; Handelsbesprechungen der Bizone mit Frankreich . und der französischen Zone noch im Gang. Im Hinblick auf die zahlreichen Presseberichte über Handelsbesprechungen zwischen der Bizone und der französischen Zone sowie zwischen der Bizone und Frank reich betonte die JEIA in einer Mitteilung, daß diese Besprechungen sich vorläufig noch im Stadium der Entwicklung befänden.
Die südbadische Leder« und Schuhwarenindustiie
Wann Aufhebung der Lederbewirtschaftung?
Noch immer wartet die bedeutende südbadische Lederindustrie, die vor dem Kriege einen Umsatz von 12 Mill. RM hatte und für 1,2 Mill. ins Ausland verkaufte, darauf, daß die Lederbewirtschaftung aufgehoben wird und sie dann unter d^n gleichen Bedingungen produzieren kann, wie die Konkurrenzbetriebe der Doppelzone.
Die Firmen und ihre Erzeugnisse
Die. badische Leder-Industrie, in der fast alle Fabrikationsgattungen, die Gerbereien, Leder-, und Lederwarenfabriken sowie die Schuhfabriken: vertreten sind, arbeitete 1948 wieder mit 48 Betrieben und 1 894 Arbeitern. Während die Gerbereien über das ganze Land
lim die Abwertung der europäischen W ’hrun en
Wird auch der Dollar-abgewertet? —- Vor der Besprechung der Gouverneure des Internatio nalen Währungsfonds
Paris . Die Bedeutung der Finanz- und Währungsbesprechungen anläßlich der bevorstehenden Jahresversammlung der Weltbank zwischen den Gouverneuren des Währungsfonds und den europäischen Sachverständigen wird noch dadurch erhöht, daß aller Voraussicht nach in Washington die Frage der Abwertung gewisser europäischer Währungen angeschnitten werden wird. Bekanntlich herrschten über diesen Punkt, der im Rahmen ' des ERP eine wichtige Rolle spielt, bisher noch große Meinungsverschiedenheiten, Von . amerikanischer Seite hatte man in dieser Frage gewisse Vorbehalte gemacht, die in die zweiseitigen Marshailplan-Verlräge aufgenommen, worden sind.
Sollten nun die USA auf einer Abwertung gewjss^r europäischer Währungen bestehen, so • könnten däzu von den Vertretern- ddeser-iLän- der,. Wie die- Pariser Zeitung Le Monde“
meint, Argumente vorgebracht werden, die auch- auf eine Abwertung des amerikanischen Dollars bzw. eine Heraufsetzung des offiziellen Goldpreises hinzielten, was, ja praktisch dasselbe bedeuten würde. Tatsächlich sind in der letzten Zeit die amerikanischen Preise weit stärker gestiegen als vergleichsweise die euro päischen Preise wodurch sich der Ausgleich der Zahlungsbilanzen zwischen den USA und den europäischen Marshaljplanländern trotz der bedeutenden Summen der ERP-Dollar immer schwieriger gestaltet. Da. .inzwischen bekannt wurde, daß :die USA sich einer Erhöhung'' des , Goldpreises über den gegenwärtigen Stand von 35 Dollar pro "Unze hinaus' energisch widersetzen werden, bleibt. abzu- wärten, .welches Ergebnis, in. der Währungsfrage,, erzielt werden wird. Großbritannien widersetzt sich energisch ; jedet" Ä'bWeftuhg seiner WShrüng;.";. ’ 7 . ' .77
verstreut sind, befinden sich in Lahr , wo auch die Berufsorganisation, die „Zentrale für Lederwirtschaft im französisch besetzten Gebiet Südwestdeutschlands “, ihren Sitz iiat, besonders die Firmen Emil Waeldin, Waeldin & Huber Leder-KG., und Fritz Fürst!, GmbH., deren Spezialjtgt in der Herstellung von Marokineriewaren besteht. Durch die Herstellung aller Lederartikel für den technischen Bedarf, besonders von Treibriemen, ist die Firma Gebr. Kraft in Fahrnau im Wiesental bekannt, die außerdem der größte Schuhfabrikant des Landes ist, gefolgt v m der KG, Cronauer in Rastatt . Weitere bekannte Fabriken arbeiten in Endingen a. K., Kuppenheim , Offenburg , Emmendingen , Frei burg , Lörrach usw. Sie stellen Ober-, Unter-, Marokinerie- und Geschirrleder, technisches und gefärbtes Leder sowie Feintäschlerwaren her. Die badische Schuhindustrie beschränkt sich im wesentlichen auf die Herstellung von Arbeitsschuhen, w4nn sich auch die traditionelle Arbeitsteilung mit Württemberg , das vorwiegend Straßenschuhe herstellte, in, den letzten Jahren verwischt hat.
Rohmaterial - Sch wierigkeiten
Nachdem die : Währungsreform der Industrie die fehlenden Arbeitskräfte zuführte, hängt die Auswertung der Produktionskapazität; heute vor allem von der. Zufuhr der Rohstoffe ab, zudenen neben Leder und Häuten auch Textilien und Stroh- und Maisstrohgeflechte <für die u. a. hei der F'a. Cro- nauer herggstellten Dachdeckerschuhe), ferner Pechdraht, Sehusterzwirn usw. gehören.- Leider wurde die Leistungsfähigkeit- der Gerbereien dadurch beeinträchtigt, daß die Gerbrinde nicht rechtzeitig aus den Wäldern geholt werden, konnte und infolge der Lagerung im Freien ihr Gehalt an Wirkstoffen vom 40 'Prozent auf 5 Prozent- sank,'; so -daß ;
mehr als bisher auf künstliche Gerbstoffe zurückgegriffen werden muß.
Südbaden , das" nur ein Drittel des-Röhhäu- te-Bedarfs im "eigenen, Land decken kann und von einem Mindestbedarf von monatlich 450 bis 500 Tonnen 300 Tonnen außerhalb des Landes erwerben muß, ist in besonders hohem Maße auf den -Rohstoffimport angewiesen. Besonders die Schuhfabriken leiden daher noch an einem erheblichen Mangel an. Ober- und Bodenleder. Immerhin ist ein großer Teil der im 2. Vierteljahr 1948 von der französischen Zone finanzierten Einfuhr von Leder im Werte von 5,02 Mill. Dollar für Südbaden vorgesehen, wenn auch die Pfalz mit ihren großen Produktionszentren Pirma sens und Worms und Südwürttemberg mit Tuttlingen umfangreiche Ansprüche geltend gemacht haben.
Bedrohte Rentabilität
Die Rehtabilitätsgrenze ist in vielen Betrieben heute längst erreicht oder sogar überschritten. Der südbadische Unternehmer kann im allgemeinen seine Produktionskosten unter den gegenwärtigen Verhältnissen kaum decken, da sie auf der Grundlage kalkuliert sind, daß der Stop-Preis für Rinderhäute 0,90 und für Kalbshäute 1,20 DM beträgt, während auf "den’letzten'Auktionen in Stutt gart , Hamburg und Hannover 3,— und 4 31 DM gezahlt wurden lind auch für Feint sch- lerleder in der Bizone im Vergleich zur französischen -Zone das Vierfache, der Preise gezahlt wurde. Infolgedessen wurden Anträge für Preiserhöhungen bis zu 100 Prozent ein- gereicht, und nachdem die Unternehmer die kleinste notwendige Liquidität • erreicht haben, zeigen sie die Neigung, mit der Ware zurückzuhalten, bis die zukünftige Preisgestaltung wieder übersichtlicher ist.
Trotzdem befindet sich die Produktion der Lederindustrie in ständigem Steigen und erfuhr infolge der Währungsreform erneut eine erhebliche 'Erhöhung, über'deren Ausmaß Gesamtziffern jedoch noch nicht erhältlich sind.
Die durchschnittliche Ausfuhr - beträgt nur 10 Prozent der Gesamtproduktion
' Trotz ihrer Leistungsfähigkeit sind dem Export der Leder- und Schuhindustrie Südbadens durch den Umstand Grenzen gesetzt, daß die Mehrzahl der Betriebe Halbfabrikate herstellt.'Der Ausfuhranteil belief -sich daher vor dem Kriege auf durchschnittlich 10 Prozent der Gesamtproduktion; Trotzdem hoffte das badische. Wirtschaftsministerium noch im Januar 1948, für 2,5 Mill-RM Ledei* und für 500 000 RM Lederwaren im Laufe des Jahres 1948 ausführen zu können. Die auf der Lan- des-Exportschau in, Freiburg -erzielten? Exportabschlüsse erscheinen neben dem umfangreichen Finanzgeschäft- geringfügig, um so mehr, als für die Exportverkäufe dieser Warengattung Erleichterungen gewährt wurden. Gleichwohl ist; mit einer Steigerung der Ausfuhr besonders nach der Schweiz zu -rechnen-,
DER SPORTBERICHT
Am vorletzten Etappenziel: Immer noch Hilpert
Die Fahrt durch den Kohlenpott — Die meisten Fahrer spüren heimatliche Luft
Unter den. Giganten der deutschen Landstraßen Bind Fahrer wie Bautz, Thierbach und Weckerling, die die Sturmiahrten der Tour de France auf sonnenglühenden Landstraßen und schneebedeckten Alpenpässen mitgemacht haben. Einer von ihnen, der dreckverkrustete Sieger der Etappe Gießen- Köln, Erich Bautz-Dortmund , sagte nach dem Passieren des Zielbandes in Köln : „Schlimmer war es bei der Tour auch nicht!“ Gewiß gibt es zwischen Stuttgart und Hamburg keine Pyrenäen und Al- " pengipfel zu erklettern, gibt es keinen Galabier und keinen Tourmalet. Aber es gibt die Hößen des Siegerlandes, die Bergrücken des Westerwaldes und die Kuppen der Eifel , die unter unvorstellbaren äußeren Bedingungen bewältigt werden müssen. Das Bennen der deutschen Berufsfahrer verschonte die Giganten zwar vor höllischer (manchmal auch wohltuender) Sonnenglut, dafür aber bescherte es ihnen grausame Umleitungen über aufgerissene Straßen, Sturm, Regen und Hagel. Eisiger Wind drang selbst durch vierfaches Trikot, Brustwärmer und Nierenpflaster.
elite erscheint am Start. Es dürften sich Bastian, Sütterlin, - Gronwaid, LerCh, Kimmig usw. heiße Kämpfe liefern.
Boxen
Cerdan bringt Weltmeistertitel nach Europa
Lange Zeit hatte der Franzose warten müssen, bis ihn die amerikanische Boxsportkommission für würdig erachtete, ürp den Weitmeistertitel zu kämpfen. Zweimal mußte er in den USA gegen mehr oder weniger bedeutende Boxer antreten, um den Beweis für seine Stärke zu erbringen.
72,121 Kilogramm brachte Tony Zale auf die Waage und Cerdan war glücklich, als er mit 71,667 Kilogramm sein bisher niedrigstes Gewicht er
reichte. Die Rahmenkämpfe im RooseVelt-Stadion in New York . erregten kein Interesse bei -den über 19 000 Zuschauern. Um 20.15 Uhr amerikanischer Zeit erschienen Zale und Cerdan im Ring, begleitet von starkem Beifall. Nach der üblichen Vorstellung bekannter Boxer erklangen die Nationalhymnen.
Nachdem sich Cerdan in 10 Runden einen klaren Punktvorsprung erkämpft hatte, hing Tony Zale gegen Ende der 11. Runde nach einer Serie wirkungsvoller Haken von Cerdan in den Seilen und ging, während der Gong den Schluß der Runde ankündigte, -völlig groggy zu Boden. Als der Gong die 12. Runde einläütete, blieb Tony Zale in seiner Ecke. Der Schiedsrichter erklärte daraufhin Mar cel Cerdan zum Weltmeister im Mittelgewicht.
Der für den 26, September angesetzte Kampf zwischen dem deutschen Schwergewichtsmeister Hein ten Hoff und Richard Grupe wird nicht als Titelkampf durchgeführt und geht über 10 Runden.
Altmeister vor schweren Auswärtsspielen
Die Unbeständigkeit der Oberligavereine — Tübingen und VilUngen vor schweren Belastungsproben Schutterwald — Lörwclr der Handballschlager
rigkeiten Siege bringen sollten. Schwerer haben es schon die Karlsruher Phönixleute, die ebenfalls gewinnen müßten, um den Anschluß nicht zu verlieren. Welche Vereine außerdem die Kraft haben, den Anschluß zu schaffen, werden die nächsten Spiele zeigen.
Landesliga Süd-Baden:
Engen — Rheinfelden Gutaqb — Ottenau St. Georgen — Stockach Emmendingen — Baden-Baden Schopfheim — Lahr Kuppenheim— Blau-Weiß Freiburg Wenn man in Schopfheim die schnellen Flügeldurchbrüche der Schutterstädter in der ersten Halbzeit aufzuhalten vermag, geben wir den Wiesentälern die Chance, wenigstens einen Punkt behalten zu dürfen. Ottenau darf sich durch die überraschende Niederlage der Gutacher auf eigenem Platz letzten Sonntag nicht täuschen lassen Baden- Baden hat erneut ein schweres Auswärtsspiel und wird diesmal wohl nicht mit leeren Händen in die Bäderstadt zurückkehren. Die übrigen Begegnungen sind schwer zu beurteilen,
Handball
Der Münchener Hans Hörmann gewann am Mittwoch das Rundstreckenrennen „Rund um den, Neu markt “ in Köln vor Sepp Berger, Schwarzenberg , PfannmÖller und Weimer (alle in der gleichen Zeit). Beinahe wäre dem Sieger des Rundstreckenrennens in Gießen in Köln ein zweiter Erfolg geglückt. Er lag nur mit Zehntelsekunden hinter Hans Hörmann im Ziel. Nach dem Start blieb das Feld zunächst geschlossen. Nach der Hälfte des Rennens gelang es dann einer vierköpfigen Spitzengruppe, das Feld zu überrunden. Späier stieß der Stuttgarter Weimer als Fünfter dazu, Einige Ausreißversuche scheiterten an der Aufmerksamkeit der Nebenbuhler.
Am Donnerstag setzten 30 Straßenfahrer das Rennen um das „Grüne Band der IRA“ von Köln ■zum vorletzten Etappenziel Bielefeld fort. Eingangs Solingen entwischten Schöpflin und Schultenjohann 1 dem Felde. Der Alleinfahrer Kijewski erreichte die Ausreißer in Wuppertal und schloß sich ihnen an. Auf den von zahlreichen Zuschauern umsäumten. Straßen im Industriegebiet vergrößerte diese .Dreiergruppe ihren Vorsprung und kam etwa 7 Minuten vor den Verfolgern in Dortmund an, wo eine Zwangspause eingelegt wurde. Der Träger des Weißen Trikots, Hilpert, und der Zweite im Gesamtklassement, Bautz. bewachten einander ängstlich. Um 14.30 Uhr setzten die Fahrer in der ein- . .gekommenen Reihenfolge das Rennen fort. Dabei gelang es dem Gros nicht mehr, die Führenden einzuholen. Mit einer halben Radlänge gewann der Berliner Schöpf!in die Etappe vor Kijewski (Dort mund ) und Schultenjohann.
In der Gesamtwertung änderte sich nach dieser Etappe die Spitzengruppe kaum. Die Reihenfolge lautet: Erster und Träger des Weißen Trikots: Hilpert, Frankenthal 32:11:53.0 Std. 2. Bautz, Dort- ftiünd 32:12:37,0 Std. 3. Scheller, Nürnberg 32:13:09,0 Std. 4. Diederichs, Dbrtmund 32:14:09,0 Std. 5. Sie- fert, Dortmund 32:14:54,0 Std.
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Badiscbe Straßenmeisterschaften in Rheinfelden
Am Sonntag starten in Rheinfelden die Amateurstraßenfahrer üm den Titel eines badischen Meisters. Die Strecke' führt über Brennet-Wehr- Schopfheim-Lörrach-Rheinfelden. Eine Runde = 55 km wird von der Hauptklasse 2mal <= 110 km gefahren. Die komplette badische Straßenfahrer- 1.
Fußball
Man muß sieh zunächst daran gewöhnen, die Unbeständigkeit der Vereine mehr in Rechnung zu stellen. Die Strapazen der Sommermonate, die der leidlichen Geldfrage wegen in Kauf genommen wurden, hinterlassen eben ihre Spuren.
Oberliga Nord:
TV Eimsbüttel — Hamburger SV Göttingen 05 — TSV Braunschweig Werder Bremen — VfL Osnabrück VfB Lübeck — Holstein Kiel Bremerhaven 93 — Arm. Hannover Im Norden kpnnen sich einige Vereine eine Schnaufpause’ gönnen, und da die übrigen führenden Clubs schwere Auswärtsspiele vor sich haben, dürfte sich eine klare Spitzengruppe nicht so schnell absetzen können. Am ehesten sollte der Hambur ger SV beim Tabellenletzten Eimsbüttel zu einem Siege kommen, hingegen ist der TSV Braunschweig beim Neuling Götfingen 05 noch keineswegs als Sieger zu erwarten.
Oberliga West:
Borussia Dortmund — Schalke 04 Alemannia Aachen — Vohwinkel 80 Spfr. Katernberg — Rhenania Würselen Preußen Münster — Rotweiß Oberhausen Horst Einscher — Rotweiß Essen Hamborn 07 — Erkenschwick
Im Westen dürfte der Erfolg in Erkenschwick den Schalkern das Selbstvertrauen gegeben haben und die Zugkraft der überragenden Begegnung mit Borussia Dortmund erhöhen. Die „Rote Erde“ dürfte Massenbesuch aüfweisen. Horst Einscher weiht seine neue vereinseigene Platzanlage, die mit 50 000 die größte im Westen ist. ein.
Oberliga Süd:
Kickers Offenbach — 1. FC Nürnberg Bayern München — Schwaben Augsburg VfR Mannheim — Stuttgarter Kickers VfB Stuttgart — Eintracht Frankfurt Ulm 1846 — 1860 München VfB Mühlburg — SV Waldhof FSV Frankfurt — FC Rödelheim BC Augsburg — FC Schweinfurt Irri Süden ist die rückläufige Form des Meisters FC Nürnberg das Gesprächsthema aller Fußball
fants. Die Pilgerfahrt des Clubs zum Bieberer Berg ist daher um so schmerzlicher. Im Vorjahr war der 1. FCN der einzige Verein, der den Offenbachern auf eigenem Plate eine Niederlage beibrlngen konnte. In diesem Jahr sind die Voraussetzungen für die Nürnberger wesentlich schlechter. Im allgemeinen dürfte in allen acht Spielen der Platzvorteil als nicht zu- unterschätzendes Plus in Rechnung gestellt werden.
Zonenliga (Gruppe Nord):
Pirmasens — Oppenau Trier-Kürenz — Weisenau Wormatia Worms — Neustadt Kaiserslautern — Eintracht Trier • Mainz 05 — Gonsenheim Ludwigshafen — Andernach
(Gruppe Süd):
SSV Reutlingen — VfL Freiburg Eintracht Singen — SV Tübingen SV Rastatt — Spvgg. Biberach VfL Schwenningen — SG Friedrichshafen Fortuna Freiburg — ASV VilUngen VfL Konstanz — SV Offenburg In der Zonenliga (Gruppe Nord) greift am zweiten Spielsonntag der FK Pirmasens in die Meisterschaftskämpfe ein. Klarer Favorit ist wie derum der FC Kaiserslautern in seinem Heimspiel und es handelt sich nur darum, ob zum Zählen der Treffer des Betzenberg-Sturmes eine oder zwei Hände notwendig sind.
Sehr schwer fällt eine Vörher-age bei den Meisterschaftsspielen der Gruppe Süd. Kein Verein nimmt in dieser Gruppe eine klare Favoritenstellung ein. Die durchschnittliche Spielstärke kennzeichnen in erster Linie die Ergebnisse des Vorsonntags mit der Niederlage des Meisters gegen den Neuling ASV VilUngen.'
Landesliga Nord-Baden:
ASV Durlach — ASV Feudenheim Germania Brötzingen — Phönix Karlsruhe VfL Neckarau — TSV Schwetzingen FC Pforzheim — Amicitia Viernheim TSG Rohrbach — VfB Knielingen Spvgg. Sandhofen — VfR Pforzheim Die drei verlustpunktfreien Spitzenreiter Durlach , Neckarau und der FC Pforzheim haben Heimspiele, die zur Vorsicht mahnen, aber doch ohne Schwie
Zonenliga (Staffel Baden):
Schutterwald — Lörrach Brombach — VfL Freiburg Lahr — Tenlngen Fortuna Freiburg — Hauingen Das Spiel des Tages steigt ln Schutterwald , wo sich die beiden alten favorisierten Rivalen nichts schenken werden, um das Punktekonto des Gegners zu belasten. In Lahr treffen sich zwei Verlierer des Vorsonntags, die die Punkte ebenso notwendig brauchen wie die beiden Freiburger Vereine, denen wir glatte Siege Zutrauen.
Landesliga Nord-Baden:
TSV Rot — SG St. Leon SKG Birkenau — TSV Bulach TSV Bretten — TSG Weinhelm SV Waldhof — TUS Beiertheim St. Leon hat zwar einen guten Ruf als Heim« mannschaft, ob es aber beim ungeschlagenen Tabellenführer bestehen kann, erscheint sehr, fraglich, zumal der TSV weiß, daß sein hartnäckiger Verfolger Waldhof die Mittelbadener nicht ungerupft ziehen lassen wird. Die übrigen Spiele sind Begegnungen^ des Unterhauses.
Landesliga Süd-Baden (Gruppe Nord):
Baden-Baden . — Seelbach Altenhelm — Bühl Niederbühl — Schuttern Elgersweier — Steinbach
Die aus den fünf ersten Vereinen der Bezirke Rastatt und Offenburg neugebildete Liga eröffnet am kommenden Sonntag ihr erstes Punktespieljahr. Die Paarungen für den ersten Spieltag sind so getroffen, daß sich bisher völlig fremde Mannschaften gegenübertreten. Es kann daher keinerlei Vorhersage über Sieger und Verlierer, gemacht werden.
(Gruppe Os.):
Donaueschingen — Homberg Gottmadingen — Konstanz Radolfzell —' Singen .
Ueb’erllngen — St. Georgen
(Gruppe Süd):
Blau-Weiß Freiburg — Oberhausen Weil — Säekingen Grenzach — Steinen