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Dienstag, 3. Juni 1952
Verdiente 3:2 Niederlage der Sdiwaben — Nürnberg fertigte den HSV überraschend deutlich mit 4:0 Toren ab
holte in Schalke die Punkte — Berlins Tennis-Borussen mußten in Osnabrück Federn lassen
Nach den Gruppenspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft an Pfingstsonntag und Pfingstmontag ist immer noch keine eindeutige Klärung der Situation erfolgt. In der Gruppe I konnte zwar der „Club“ durch einen sicheren 4:0-Sieg über den HSV seine Anwartschaft auf das Endspiel unterstreichen, aber Saarbrücken , das durch einen überzeugenden 2:4-Sieg in Gelsenkirchen Schalke 04 beide Punkte abknöpfte, blieb dicht auf den Fersen. Schalke ist durch die neuerliche Niederlage klar abgeschlagen. — In der Gruppe II bekam der Spitzenreiter VfB Stuttgart bei RW Essen einen Dämpfer (3:2-Niederlage) aufgesetzt, doeh blieb seine Position unangetastet, da auch die Tennis-Borussen in Osnabrück klar unterlagen. Die Osna- brücker schoben sich durch diesen Sieg auf den zweiten Platz vor.
Der Erfolg der Ibtweifien war verdient
Rot-Weiß Essen besiegte am Pfingstsonntag vor 25 000 Zuschauern den süddeutschen Meister VfB Stuttgart / verdient mit 3:2 (2:1) Toren. Essen ersetzte dabei Gottschalk, Hinz und Abromeit, während die Stuttgarter ohne Schlienz und Läppte antraten.
_ Die Mannschaften stellten sich dem Schiedsrichter Dusch (Kaiserslautern ) wie folgt:
Essen: Kwiatkowski, Göbl, Köchling,
Stermseck, Wewers, Wäentjes, Rahn, Jahnel, Lücke, Cornelissen, Termath.
Stuttgart : Bögelein, Kraus, Steimle, L. Kronenbitter , Retter, Barufka , Baitinger. Otterbach , Wehrle, Krieger, Blessing.
Der vom Anpfiff defensiv spielende VfB Stuttgart hatte sich stürmischer Angriffe der Essener zu erwehren. Dennoch gingen die Süddeutschen durch Wehrle (9. Min.) nach einem Mißverständnis zwischen Köchling und Kwiatkowski in Führung. Da Jahnel (17. Min.) aus-gkch, hatte der Stuttgarter Überraschungs- treffer für Essen keine nachhaltigen Folgen. Bei anhaltender Ueberlegenheit der Rot-Weißen verhinderte Bögelein verschiedene Male einen Essener Führungstreffer. Nachdem Retter (41. Min.) einen Schuß Ra-hns auf der Torlinie abwehrte, vermutet die Stuttgarter Dek-
kung drei Minuten vor der Pause eine Abseitsstellung und griff Lücke, der zum zweiten Tor einschoß, nicht an. Schiedsrichter Dusch erkannte jedoch auf Tor.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit stand der Stuttgarter Torwart Bögelein im Brennpunkt des Geschehens. Dann vergab Wehrle
den Ausgleich, als er allein vor dem Essener Tor stand und Kwiatkowski den Ball in die Arme schoß. In der 65. Min. wehrten Steimle und Retter zunächst gegnerische Angriffe ab, den abprallenden Ball schoß Rahn zum dritten Tor ein. 9 Minuten vor Schluß • fiel der Stuttgarter Anschlußtreffer durch Retter, .der einen von Köchling verwirkten Foulelfmeter flach einschoß. Beiderseitige Angriffe beendeten ein dramatisches Spiel, das auch in technischer Hinsicht auf hoher Stufe stand.
Köchling, Rahn, Jahnel und Wewers waren bei den Essenern die besten Leute. Beim VfB hatte Torwart Bögelein die meiste Arbeit zu leisten. Aus der gleichmäßig guten Elf ragten Retter, Steimle und Blessing etwas heraus. Vielleicht ist VfB Stuttgart in diesem Spiel einer falschen taktischen Einstellung zum Opfer gefallen. Die Elf verbrauchte vor der Pause in der Abwehr zu viel Kraft und hatte später nicht mehr genügend Reserven, um den Rückstand wettzumachen.
Am ersten Pfingsttag schlug der 1. FC Nürnberg den Hamburger SV mit 4:0 (1:0) Toren. Vor 50 000 Zuschauern stellten sich die Mannschaften, Schiedsrichter Nettekoven (Bonn ) in folgender Aufstellung:
Nürnberg : Schaffer, Mirsberger, Vetter,
Bergner, Baumann, Kaltenborn, Herbolsheimer, Morlock, Glomb, Winterstein, Ucko.
HSV : Grote, Börner, Laband, Liese, Meinke, Eppendorf , Schemel, Posipal , Harden, Woit kowiak, Klepacz.
Dem Spiel fehlte die kampfbetonte Atmosphäre. Beide Mannschaften wirkten in der drückenden Gewitterschwüle geradezu schläf-
Tennis-Borussen klar unterlegen
Der VfL Osnabrück gewann am Pfingstsonntag sein Gruppenspiel gegen den Berliner Meister Tennis-Borussia glatt mit 4:0 (1:0) Toren. Bevor Schiedsrichter Fink (Frankfurt ) die Spieler vor 25 000 Zuschauern auf den Platz rufen konnte, mußte die Osnabrücker Feuerwehr, die durch ein starkes Gewitterschauer kurz vor Spielbeginn verursachten großen Wasserlachen vom Rasen fortpumpen.
Die: Mannschaften spielten: -
Osnabrück : Thiele, Fiening, Oettler, Gehmldch, Komorowski, Gleixner, Alpert, Haferkamp, Meyer, Vetter. Nienhaus.
Tennis-Borussia: Stednibeck, Deinert, P cd ratz, Hausmann, Warstatt, Wittig, Man- they, Schmutzler, Graf, Wilde, Kollmansper- ger.
Die Gastgeber waren in der ersten Hälfte ständig im Angriff und erzielten in diesem Zeitraum 9:1 Ecken. Da die Gäste ihr Tor mit acht bis neun Sipelem gegen die stürmischen Angriffe verteidigten, dauerte es bis fünf Mi
nuten vor Halbzeit, ehe Vetter mit wuchtigem Schrägschuß das erste Tor erzielte. Auch die zweite Halbzeit zeigte dasselbe Bild. Vetter (54. Min.) erhöhte auf 2:0. Hierbei umspielte es Steinbeck und schoß den Ball ins leere Tor. Kurz vor diesem Treffer wurde der Berliner Mittelstürmer Graf verletzt und die Gäste mußten den Rest der Spielzeit mit zehn Mann durchstehen. Alpert (62. Min.) und. Nienhaus (83.. Min.) stellten das Endergebnis her.
Tennis-Borussia hat in Osnabrück enttäuscht. Die Elf ließ die ihr nachgerühmte Gefährlichkeit in jeder Spielphase vermissen. Vor allem kamen die Berliner in der Kondition nicht mit. So war es kein Wunder, daß nur Torwart Steinbeck und Verteidiger Deinert überzeugten. Der -VfL Osnabrück verdankt seine Überlegenheit dem ausgezeichneten Außeniäufer- paar Gehmlich und Gleixner, das, das tylit- telfeld beherrschte. Ihre Arbeit wurde von den Halbstürmern Haferkamp und Vetter gut unterstützt.
Der Deutsche Kanuverband nahm seine Olympia-Kandidaten über die Pfingsttage in Duisburg in eine harte Prüfung. Um ein klares Bild über die Kräfteverhältnisse zu gewinnen, wurde in Duisburg mit einer Minute Abstand gestartet und gegen die Zeit gefahren.
Im Kajak-Einer über 8000 Meter liefen die westdeutschen Miltenberger (Herdecke ) und Wassenberg (Düsseldorf ) dem zwölffachen deutschen Meister Noller (Mannheim ) den Rang ab. In den Kanadier -Wettbewerben waren die norddeutschen Vertreter nicht zu schlagen.
Ergebnisse: 1. Miltenberger (Herdecke ) 38:02,2 Min.; 2. Wassenberg (Düsseldorf ) 38:11,4.
Frauen: 3(KKT Meter: 1. Ingrid Hartmann (Herford ) 9:44,0; 2. Josefa Köster (Lippstadt ) 10:03,0.
Kanadier : 1. Johannsen (Hamburg ) 22:48,6; 2. Kober (Hamburg ) 23:30,8.
Zweier: Kajak , 4000 Meter: 1. Miltenberger/ Wassenberg 16:41,4; 2. Knepper/Kleine (Lünen ) 16:59,4.
Zweier-Kanadier: 1. Recker/Otten (Hamburg ) 20:32,5; 2. Krämer/Witt (Hamburg ) 20:45,0.
Wenn der Deutsche Kanuverband seine endgültige Olympia-Vertretung auch erst nach den Deutschen Meisterschaften in Hamburg am S./6. Juli aufstellen will, so steht doch der Hamburger Johannsen im Einer-Kanadier bereits als sicherer Teilnehmer für die Olympischen Spiele fest.
Am abschließenden Montag zeigten die deut schen Spitzenfahrer im Einer-Kajak über 10 000 Meter, daß sie taktisch noch viel zu lernen haben. Die beiden teilnehmenden Belgier führten abwechselnd und gingen mit ihren Kräften haushälterisch um, während die deut schen Fahrer jeder auf eigene Faust gewinnen wollte.
Ergebnisse vom Montag: Einer-Kajak, 10 000 Meter: 1. Miltenberger (Herdecke ) 49:07,2 Min.; 2. Corbiaux (Belgien ) 49:16.0; 3. Brüggen (Belgien ) 49:17,5. — Zweier-Kajak: 10 000 Meter: 1. Knepper/Kleine (Lünen ) 44:33,0. — Einer-Kanadier: 1. Johannsen (Hamburg ) 34:57,0. — Zweier-Kanadier: 10 000 Meter: 1. Wress/Soltau (Hambug ) 51:25,0. — Frauen: Einer-Kajak: 2000 Meter: 1. Ingrid Hartmann (Herford ) 10:08,0.
Di« olympischen Prüfungskämpfe der Ru
derer in Berlin auf der Gatower Ruderregatta am Samstag und Sonntag brachten zum Teil unerwartete Ergebnisse. So mußte sich der mehrfache Deutsche Meister RC Hannover, im Vierer mit Steuermann von der jungen Mannschaft des RC Tegel knapp geschlagen bekennen.
Ergebnisse der Olympia-Prüfungskämpfe: Einer: 1. Horst Wilke (RG Flörsheim/Rüssels heim ) 8:43,2 Min.; 2. Henri Leverentz (Lübecker RC). — Zweier m. St.: 1. Vegesacker RV 8:12,0 Min.; 2. Duisburger RV fünf Längen zurück. — Zweier o. St.: 1. Spindlersfelder RC Sturmvogel 8:54,5 Min.; 2. DRC Hannover 8:56,0.
Doppel-Zweier: 1. Wilhelmshavener RC 7:43,6; 2. Spandauer RC 7:48,5.
Vierer m. St.: 1. RC Tegel 8:13,7; 2. DRC Hannover 8:14,4.
Vierer o. St.: 1. Berliner RC 7:47,3; 2. RG Wiking Berlin 7:51,2.
Achter: 1. Berliner RC 6:49,5; 2. Lübecker RG 6:56,8; 3. Hannoverscher RC 7:03,4.
Das völlige Versagen der RG Flörsheim/Rüs selsheim am Pfingstsonntag auf der Mainzer Ruderregatta war die große Ueberraschung des ersten Tages der Olympia-Prüfungskämpfe. Die Opel -Schützlinge gewannen bei sechs Starts nicht ein Rennen. Alemannia Hamburg landete im Doppel-Zweier einen völlig unerwartet kommenden Sieg, während das Flörs- heimer Meisterpaar als letztes Boot einlief. Im Achter war der Kölner RV 1877 dem Feld bereits auf den ersten 400 m davongelaufen; der zu diesem Zeitpunkt bereits eine Läng zurückliegende deutsche Meister Flörsheim/Rüssels heim steckte hier das Rennen auf.
Ergebnisse der Olympiaprüfungen des ersten Tages: Zweier m. St.: 1. RV. Gelsenkirchen 8:04,4 Min.; 2. Baden/Mannheim 8:12,0; 3. Flör sheim/Rüsoelsheim 8:13,4.
Doppel-ZWeier: 1. Hansen/Jungnickel (Alemannia Hamburg) 7:00,1; 2. Beck/Füßmann (Bamberger RG) 7:04,2.
Vierer o. St.: 1 RV. 1877 Köln 6:43,7; 2. ETUF Essen , 6:47,1; 3. RG. Wiesbaden/Biebrich 6:57,3.
Achter: 1. RV 1877 Köln 6:44,4; 2. Mülheimer RG 6:56,0; 3. Hejlbronner RG Schwaben 7:00,4.
rig. Bereits in der neunten Minute ging Nürn berg durch Morlock, der drei Gegner umspielte, in Führung. In der ersten halben Stunde beschränkte sich das Geschehen auf_ Mittelfeldspiel. Die Hamburger hatten durch’ Klepacz und Woitkowiak wenige Minuten vor der Halbzeit zwei gute Gelegenheiten, die durch Baumann und Schaffer in letzter Sekunde vereitelt wurden. Als die Spieler zur Pause in die Kabine gingen, begleiteten sie die Pfiffe der Zuschauer, die mit den Leistungen nicht zufrieden waren. Beim HSV tauschten Harden und Posipal nach der Pause die Plätze, ohne den Hamburger Angriff damit durchschlagskräftiger zu machen. Die auf das Tempo drückenden Nürnberger kamen durch Winterstein (47. Min.) zum zweiten Treffer und durch Morlock (54. Min.) zum entscheidenden dritten Tor. Ohne sich auszugeben, erhöhten die Nürnberger durch Winterstein (70. Min.) auf 4:0. Der gegen . Schluß wieder aufkommende HSV erzwang einige Eckbälle und stellte den Eckenstand auf 9:2 zu seinen Gunsten.
Das Experiment des HSV, den noch nicht ausgeheilten Nationalmittelläufer Posipal als Stürmer einzusetzen, erwies sich als verfehlt. Wenn auch Posipal das belebende Element im Hamburger Sturm war, so fehlte dafür seinem Vertreter Meinke in der Abwehr der nötige Aktionsradius. In der Nürnberger Mannschaft bildeten die Außenläufer Bergner und Kallenborn das Glanzstück. Sie ließen nicht nur den Hamburger Angriff nicht zur Entwicklung kommen, sondern versorgten auch den • eigenen Sturm laufend mit brauchbaren Vorlagen. Im Sturm ging die Offensivkraft von Morlock aus, der aus dem Hinterhalt dirigierte und dennoch zwei Tore schoß.
Gruppe I:
1 FC Nürnberg
3
3
1
1
17:10
7:3
1. FC Saarbrücken
5
3
0
2
14:12
6:4
5
2
0
3
8:13
4:6
Schalke 04 5 1
Gruppe II:
1
3
10:14
3:7
5
2
2
1
11:7
6:4
VfLOsnabrück
5
2
1
2
7:8
5:5
TB Berlin
5
3
1
1
7:11
5:5
Rot-Weiß Essen
5
2
0
3
7:14
4:6
An Pfingsten spielten:
Deutsche Fußballmeisterschaft:
Gruppe I: 1. FC Nürnberg — HSV 4:0
Schalke 04 — Saarbrücken 2:4 . Gruppe II: RW Essen — VfB Stuttgart 3:2 VfL Osnabrück — TB Berlin 4:0
Amateurmeisterschaft:
Eintracht Nordhorn — SC Cronenberg 0:1
Pokalspiele:
FC Singen — ASV Durlach 0:0; FC Freiburg gegen 1. FC Pforzheim 0:0; FV Offenburg gegen VfB Mühlburg 1:2.
Aufstiegsspiele II. Liga Süd:
Union Böckingen — Olmpia Lampertheim 5:0; SC B.-Baden — FC Amberg 0:3.
Aufstieg zur I. Amateurliga:
Bietigheim — Sportfreunde Freiburg 2:0 Handball - Länderkämpf e:
Belgien — Deutschland 23:4 Schweiz — Westdeutsche Auswahl 10:11 Pokalspiele, Gruppe II:
VfR Mannheim — SV Wiesbaden (Mittwoch) 5:2; VfL Neckarau — SV Wiesbaden 5:2; FV Daxlanden — SV Wiesbaden 1:6; ASV Feudenheim — VfR Mannheim 1:5.
VfR Mannheim
7
6
0
1
21:10
12:2
SV Wiesbaden
5
3
0
2
17:11
6:4
VfL Neckarau
5
2
1
2
12:11
5:5
3
2
1
2
11:3
4:2
5
1
1
3
7:14
3:7
ASV Feudenheim
7
0
2
5
6:25
2:12
Karlsruher FV bleibt an der Spitze
In den Aufstiegsspielen zur II. Liga Süd konnte der Tabellenzweite FC Amberg in B.- Baden beide Punkte entführen und mit 3:0 siegreich bleiben. Trotzdem mußten die Bayern den zweiten Platz an Union Bockangeh abgeben, denn diese schlugen zu Hause Olympia Lampertheim mit 5:0 Toren. Zwischen dem KFV, Amberg und Union Böckingen wird es also noch einen harten Kampf um die beiden Aufstiegsplätze geben.
Karlsruher FV
4
3
0
1
10:3
6:2
Union Böckingen
5
2
2
X
9:5
6:4
FC Amberg
5
2
2
1
10:8
6:4
SC Baden-Badeni
5
2
0
3
6:11
4:6
Olympia Lampertheim
5
0
2
3
6:13
2:8
Schalkes Abwehr war schwach
Die Mannschaften: Schalke 0 4: Kersting, Kretschmann, Dargaschewski, Zwickhöfer, Matzkowski, Kleina, Klodt , Eppenhoff, Wil- mowius, Malinowski, Kuzniewski.
1. FC Saarbrücken : Strempel, Phi- lippi, Puff, Berg, Biewer, Balzert, Otto, Mar tm, Binkert, Mcjmber, Schreiber.
Schalke 04 mußte Pfingstmontag vor 40 000 Zuschauern auf der Glückauf-Kampfbahn im Gruppenspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Saarbrücken mit 2:4 (1:2) die erste Heimniederlage der Saison 1951/52 ein stecken. Durch den großen kämpferischen Einsatz hat die Elf aus dem Saargebiet diesen Erfolg vollauf verdient. Vor allem in dem wichtigen Augenblick, als beide Mannschaften Mitte der zweiten Halbzeit beim Stande von 2:2 mit gleichen Chancen im Rennen lagen, bewahrten die Gäste die große Linie. Der Sieger war auf allen Posten gleichmäßig gut besetzt und hatte in Torwart Strempel, Mittelläufer Biewer sowie in den Außenstürmern Otto und Schreiner die besten Leute.
Bei den Schalkern war das Versagen des nach längerer Pause wieder spielenden Dar gaschewski für die spielentscheidende Um Sicherheit der gesamten Hintermannschaft ausschlaggebend. Obwohl Eppenhoff und Klodt redlich bemüht waren, durch einen Sieg die letzte Schalker Chance zu wahren, blieb das Spiel des Westzweiten ohne jeden Druck. Das Versagen Dargaschewskis veranlaßte Fritz Szepan nach der Halbzeit zu einer Mannschaftsumstellung. Kleina und Dargaschewski wechselten ihre Plätze. Zwar wurde durch die
ViR Mannheim weiter unangefochten
In der Pokalgruppe II hält der VfR Mannheim mit Vorsprung unangefochten die Spitze Im Heimspiel kannte er den SV Wiesbaden am Mittwoch mit 5:2 abfertigen, und am Montag brachte er durch seinen 1:5-Sieg gegen den ASV Feudenheim zwei weitere Punkte mit nach Hause. Der SV Wiesbaden, der in dieser Woche dreimal antrat, konnte nur das Auswärtsspiel gegen den FV Daxlanden mit 1:6 für sich siegreich gestalten; im Spiel gegen den VfL Neckarau mußte er sich mit 5:2 geschlagen geben. Dennoch kletterte er auf den zweiten Tabellenplate, von dem er den spielfreien SV Waldhof verdrängte.
Zurücknahme Kleinas das Schlußdreieck stabiler, aber Dargaschewski vermochte auch als Außenläufer nicht zu überzeugen. In der 57. Minute wurde Milmowius bei einem Alleingang in dieZange genommen. Der Freistoß Matz- kowskis landet in der Mauer. Drei Minuten später war es Kuzniewski, der zum verdienten 2:2 einschoß. Aber noch einmal warfen die Saarbrücker ihren Angriff nach vorn. Die Mannschaft befand sich in einer ausgezeichneten Kondition. Ein Mißverständnis zwischen Kersting und seinen Vordermännern nutete Binkert in der 69. Minute geschickt zum dritten Tor aus. Saarbrücken beherrscht nun klar das Spielgeschehen und war in der 86. Minute durch den Linksaußen Schreiner ein vierte* Mal erfolgreich.
Die lebten Hoffnungen verspielt
SC Baden-Baden — FC Amberg 0:3 (0:0)
Der SC Baden-Baden verspielte am Sonntag gegen den Tabellenführer FC Amberg endgültig seine Hoffnungen auf einen Aufstieg in die II. Liga Süd. Mit 0:3 unterlagen die Kurstädter in den letzten drei Minuten entscheidend. Die Amberger waren im Feldspiel klar überlegen und stellten die mannschaftlich bessere Elf. Beide Mannschaften mußten mit Ersatz antreten. Mit etwas Glück erreichte der Amberger Halbrechte Schreiner in der 64. Min. den Führungstreffer für die Bayern . Nacheinander hatte Baden-Baden zweimal die Möglichkeit zum Ausgleich, der jedoch jedesmal verpaßt wurde. Die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste fiel in/den letzten drei Minuten, als es Hült zweimal glückte, das Leder im Tor von Baden-Baden unterzubringen.
Der richtige Tip
West-Süd-Bloek: 1. 1, 2, 1. 0, 1. 0. 0, 2. 0.
2, 2, 1, 2.
Nord-Süd-Block: 1, 2, 1, 1, 2, 1, 0, 0 2, 2, 0,
1 . 1 . 0 .
Internationale Kurzwette (Bayern ): 1, 1, Z,
0, 0, 1, 0, 1, 1, 1. 0.
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