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Singens starke 2. Halbzeit hätte Unentschieden verdient
t Dm Glück war mit den Gastgebern — Nach schönenm Spiel gewann der VfL Neckarau gegen FC Singen lil (2: •)
Mittwoch, 27. Dezember I960
SÜDKURIER
Nr. 104 / Seite 3
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(J.-iE.-Eigenbericht) Es waren nur etwa 1200 Zuschauer am ersten Feiertag auf dem Platz an der Fähre gekommen, um zu sehen, ob es auch dem FC Singen gelingen würde, die Neckarauer auf eigenem Gelände zu schlagen, und seine Position zu verbessern. Nun, es kam nicht dazu, obwohl die Möglichkeit durchaus gegeben war, aber das Fußballglück war nicht mit den Männern vom Hohentwiel. Aber ein schönes Spiel war es, ein Spiel, das ein Mehrfaches der wirklichen Zuschauerzahl verdient gehabt hätte. Und dazu haben die Singender in ganz erheblichem Maße beigetragen. Wer weiß, wie es gekommen wäre, hätte sich ihre Hintenmannschaft nicht schon in den ersten zwei Minuten und zehn Minuten später noch einmal Tegel - recht überrumpeln lassen durch den elanvoll gestarteten Neckarauer Sturm, der in Mittelstürmer : K. Gramminger den Schützen aller drei Tore stellte, ©is sich die Gäste von dem Schrecken erholt hatten, war eine Halfozgdt verstrichen und ' nach dem Wechsel ging in des Wortes wahrster : Bedeutung alles schleif.
Allein die sehr gute Mannschaftsleistung nach . der Pause hätte ein Remis vollauf gerechtfertigt, da waren es nämlich der kleine Boden, Dr. Joa- ptxhimski und lehr, die eine sehr beachtliche fMlittel- f -leklpartie lieferten und ihrem Sturm zahlreiche % gute Angriffsmöglichkeiten verschafften, die aber
* samt und sonders vergeben wurden. Weit unter ~ seiner sonstigen Leistung blieb Willimowski , der : ©kh nur selten in den Fluß der sauberen Komfoi- r nationen seiner Neben- und Hinterleute einschalten konnte und außerdem vor dem Tor reichlich unentschlossen und auch unbeweglich wirkte. Nicht 6ehr viel eindrucksvoller stellte sich Bach vor, dessen Verteidigerpartie nach dem Wechsel dann aber viel besser aussprach. Ueberhaupt bewährte sich in der zweiten Halbzeit die vorge- nommene Umstellung recht gut. Zanin wurde zum treibenden Element im Angriff mit gutem Schuß* vermögen und Stellungsspiel. Seine Scharfschüsse aus halblinker Position landeten jedoch jeweils knapp neben oder über dem Ziel. Und die nützliche Aufbauarbeit des unentwegten Lehr sowie
• des oft bedenklich offensiv wirkenden Dr. Joa- •dnimski war vergebens, da Willimowski , wie bereits erwähnt» nicht seinen besten Tag hatte und infolge imangelnder Kondition auch gute Chancen verstreichen lassen mußte.
Obwohl die Neckarauer nach der Pause nicht "mehr allzuviel zu bestellen hatten, kamen sie doch noch zum dritten Treffer, bei dem Weber keine Abwehrchance blieb. So eindrucksvoll die Kombinationen der Singener auch durchgeführt 'wurden, es fehlte doch das Letzte, das Entscheidende und das ist der Steilpaß. Die Paßfoigen waren häufig sehr auf ,^klein-klein”, statt auf rarumgreifendes Flügelspiel abgesteJ.lt und das .übrige tat die mangelnde Ballkontrolle beim Schuß, • wobei keiner der Stürmer einschließlich der beiden Außenläufer eine Ausnahme machte, Weber hätte vielleicht den Schräg-schuß, der zum ersten Tor der Gastgeber führte, durch rechtzeiti
gen Start verhüten können. Er zeichnete sich aber in vielen Situationen als reaktionsschneller Torwart wieder aus, der dm Veiein mit Berger und Paprian und später auch mit Bach manch gefährliche Situation 'meisterte. Eine wirkungsvolle Beschattung von Balogh durch Boden hätte vielleicht manche Entlastung für die Verteidigung gebracht, doch Bodens Offensivpartie glich diesen kleinen Mangel wieder sehr gut aus. Schroff und Sternberg hatten ebenfalls gute Gelegenheiten, sie ließen, wie ihre Nebeiuleute, manche Wünsche offen und hatten bei dem guten Neckarauer Ersatztorwart Bahlke kein Glück. Das hatte übrigens
auch Balogh nicht, der vor und nach dem Wechsel je einmal mit scharfen Schüssen die Latte traf.
Alles in allem, es war ein sehr schönes Spiel, das trotz Schnee und Glätte flüssig, spannend und in seinem ganzen Ablauf hodrinteressemt wax und in dem, we so oft, der einen Mannschaft alles, der andern dagegen nichts gelingen wollte. Die Singener haben im Maimheimer Süden den besten Endruck hinterlassen und viel dazu beigetragen, daß das Spiel so reibungslos, vor allem aber sehr fair durchgeführt wurde. Schiedsrichter Winkler-Niümberg hatte unter diesen Umständen leichte Arbeit.
An der Wendemarke: VfB Mffihlbnrg vorn
Zweimal 4:2 für VfB -Mannschaften - Deutscher Meister schlug süddeutschen Meister
(W.-B.-Eigenbericht) Harte Punktearbeit auch am ersten Weihnachtsfeiertag! Der Terminkalender, der durch zwei Repräsentativspiele, aber auch durch die Sdiileditwetterlage am 26. November etwas ins Wanken geraten, wurde am ersten Wei'hTiaditsfeiertag stabilisiert. Drei Treffen der I. Liga Süd bildeten den Ausklang der ersten Halbserie dieser Saison. Dubdizität der Ereignisse: Zweimal gab es ein 4:2~Resultat, 'in beiden Fällen siegten die V'fB-Mannschaften: Hier die Stuttgar ter über Spielvereinigung Fürth, dort die Mühl- burger üiber die Kickers aus Offenbach . Singen 04 aber, nunmehr auf den vorletzten Platz abgerückt, hatte in der zweiten Halbzeit reichlich Pech, als man in Neckarau gegen den VfiL gerade den 0:2- Rückstand aufttnolen wollte.
Stuttgart — Für Uh, daß ist mehr denn je Sai- ftonsdilagter. Der deutsche M-edster schlidderte Glücklich über den glatten Bodenbelag des Neckarstadions und bescherte am ersten Weihnachts- f^öertag seinen 13 000 Besuchern einen, wenn auch etwas zu hoch ausgefallenen 4:2-Sieg. Fürth war ebenbürtig} der Elf bereiteten jedoch die Bodentücken erheblich mehr Schwierigkeiten als dem Gastgeber, der die Kleeblatt-Mannschaft schon 20 Sekunden nach Spielbeginn durch ein Schlienz- Tot erschreckte. Als dann in der 15. Minute von Mittelstürmer Wehrle das 2:0 geschaffen wurde, wachten die Männer aus dem Ronhof auf, wurden drückend überlegen, aber nur ein Schuß an den Pfosten des leeren Tores und ein Verstolpern von zwei faustdicken Chancen durch den diesmal merkwürdigerweise etwas umständlich wirkenden Mittelstürmer Schade, waren die einzige Ausbeute. ehe es in die Pause ging. Nachher .aber drehte der süddeutsche Meister auf, er schuf durch Schade in der 6i5. Minute den Anschlußtreffer und neun Minuten später stand es bereits 2:2. 0er rechte Läufer Holbig hatte sich in sein Quintett eingeschaltet und verwandelte eine Hoff" mann-Flanke zum verdienten Remis. Di« Freude dauerte genau zwei Minuten, dann waT es abermals Schlienz, der ein Zögern der verstärkten Fürther- Deckung bed einem indirekten Freistoß
für den VfB ausnutzte (3:2). Fürth erlahmte «icht- iich, die Vorstöße waren zu ungenau, zu unkonzentriert. Und schließlich „erledigte” der Halblinke Baitinger drei Minuten vor Abpfiff die Fürther Gäste mit einem weiteren Treffer. Uefoer ein Remis hätte sich auch der dickste VfB-Fana- tiker nicht geärgert... Und nun steht cfer deutsche Meister bereits auf Platz drei, ex bedroht den frisch gebackenen Tabsllenführer und „Herbstmeister” VfB Mühlburg, der ebenfalls 4:2 gewann.
Der Gegner des badischen VfB» Offenbach , war ln der ersten Halbzeit kaum zu sehen und bis dahin auch mit 0:2 im Rückstand. Rechtsaußen Grobs und rechter Läufer Dannenmaier schossen die Tore für Mühlbuxg. Bald nach Seitenwechsel Erhöhung der Torquote auf 4:0 durch Linksaußen Kunkel und Rechtsaußen Grobs. Dann plötzlich Offenbach , Anschlußtreffer in der 74. Minute von iRiechtsau- ßne Kaufhold eingeköpft und Feldüberlegenheit des Gastes. Aber Mühlburgs Deckung, aus der Gärtner und Trenkel herausragten, gestattete den etwas zu spät gestarteten Kickers vom Main erst drei Minuten vor Schluß noch einen weiteren Torerfolg, den Halbrechts Schreiner herausholen konnte.
L and II. Liga auf einen Bück
L Uga SW:
VLB Mühlburg — Offenbacher Kicken, 4:2
VfB Stuttgart — SpVgg Fürth 4:2
VfL Neckarau — FC Singen 04 3:0
VfB Mühlburg 17 10 2 4 56:27 24-14
FSV Frankfurt 17 9 5 3 35:22 23-11
VfB Stuttgart 17 10 2 5 45:23 22*12
FC Schweinfurt 17 10 2 5 34:20 22-12
SpVgg Fürth 17 9 3 5 43:23 21-13
1. FC Nürnberg 17 8 5 4 38:25 21-13
Eintracht Frankfurt 17 8 5 4 29:30 21-13
1060 München 17 9 1 7 40:33 19-15
VJR Mannheim 17 8 1 8 44:35 17-17
Schwaben Augsburg 17 6 4 7 29:40 16-1B
Kickers Offenbach 17 6 3 8 34:33 15-19
Bayern München 17 5 4 8 29:30 14-20
SV Waldhof 17 4 5 8 30:35 13-21
SV Darmstadt 17 5 3 9 24:35 13-21
SSV Reutlingen 17 4 9 9 26:55 12-22
VfL Neckarau 17 5 2 10 31:49 12-22
FC Singen 17 4 3 10 20:47 11-23
BC Augsburg 17 3 4 10 25:40 10-24
1:6
Jahn Reg-eusburg
17
12
T
2
40:f7
27-7
17
11
4
2
35:16
26-8
Stuttgarter Kickers
17
-11
4
2
50:26
26-8
Bayern Hof
17
10
3
4
29:16
23-11
Vikt. Aschaifenburg
17
9
3
5
47:31
21-13
17
8
4
5
28:22
20-14
17
7
4
6
42:32
18-16
Wacker München
17
8
2
7
38:32
18-16
17
7
3
7
34:29
17-17
ASV Durla-ch
17
7
3
7
36:32
17-17
17
6
3
8
36:35
15-19
SV Wiesbaden
17
6
2
9
38:33
14-20
FC Freibuirg
17
5
4
8
29:38
14-20
Union IBö dringen
17
6
2
9
24:34
14-20
17
5
4
8
26:38
14-20
17
5
1
11
18:43
11-23
SG Arheilgen
17
3
2
12
21:55
8-26
SV Tübingen
17
1
1
115
17:61
3-31
1. Liga Need: IWlerder (Bremen —Eimsbüttel 4:0| FC St. Pauli — Concordia Hamburg 6:1.
In der norddeutschen Fußball-Oberliga wurden am ersten Weihnachtsfeiertag nur zwei Punktespiele ausgetragen. Mit dem 4:0-Sieg über Eims büttel sicherte sich WeTder Bremen die Tabellenführung. Comcordia hatte der besseren Macin- scbaftsarlbeit St. Paulis nichts Gleichwertiges entgegenxusetzen.
FC St. Pauli 16 Sp./22 P„ Göttingen 05 1(6/21, Hamburger SV 15/20, Holstein Kiel 15/19, Bre merhaven 93 17/19, Eimsbüttel 16/17, Arminia Hannover 16/15, Eintracht Braunschweig 15/14, Altona 93 16/13, VfB Oldenburg 18/12, Hannover 96 16/10, Concordia Hamburg 14/9, Eintracht Osnabrück 14/7, SV Itzehoe 16/3.
Württembergs Tabellenführer schoß acht Tore
1. württembergische Amateurllga Komwestheim — SC Stuttgart 0:3 Sportfreunde Stuttgart — Spvg. Feuerbach 8:2 PV Ebingen — Olympia Laupheim 7:1 FV Weingarten — FC Tailfingen 4:2 Spvgg. Trossingen — VfL Schwenningen 2:6 FV Zuffenhausen — Sg Untertürkheim 0:3 VfR Aalen — VfB Friedrichshafen 2:0
16
48:18
24: 8
Aalen
14
34:26
■21*. 7
16
46:18
21:11
Sindelfingen
15
48:32
20:10
15
38:23
20:10
Untertürkheim
15
36:21
20:10
15
39:22
17:13
15
32:26
17:13
Eislingen
13
40:28
14:12
13
20:36
13:13
15
21:23
13:17
14
12:32
11:17
Gmünd
14
22:25
10:18
Weingarten
15
20:46
10:20
17
30:57
10:24
Tailfingen
15
21:45
9:21
13
18:26
Srf8
Komwestheim
16
21:42
8:24
Sdrwendi in der Spitzengruppe 2. Amateurliga SüdwÜTttermberg Süd: Sigmarin- gen— Ebingen 7:1, Aulendorf — Schwepdi 2:4. , Bliedllingen — Baienf urt aiuisgraf.; Buchau — Ra vensburg
1:2, Landau — Biberach 4:4, Saulgau — Sigmaringendorf 4:2.
Durch den neuerlichen Sieg steht Schwendi in der Tabelle relativ am günstigsten, da es einen Verlustpunkt weniger als Wangen aufweist. Sdg- maringen hat eich durch seinen Kantersieg über den Neuling Ehingen vom sechsten auf den dritten Platz vorgeschoben. Lindau und Biberach , die sich nach tocreichem Spiel unentschieden trennten, halten gemeinsam die vierte und fünfte Stelle. Ravensburg , das gegen Buchau in der Vorrunde mit einem Rekordergsbuis von 10:2 gewonnen hatte, konnte diesmal die verbesserte Mannschaft vom Federsee nur ganz knapp nie- derhalten. — Tabelle:
13 8 5 0 12 9 2 1
14 9 1 4
15 Sp./19 P.
Wangen Sdiiwemdi Sigmaringeo Lindau und lEliberach 14^16, Ravensburg 13/17, Ebingen dorf 13/10, Sigmaringendorf 14/10,
4-1:16 21-5 41:24 20-4 39:25 19-9 I.indenberg 12/13, Aulen- Buchau 14/8»
Villiogens Punkte im Behörden-Eisschrank
(M.R.-Eigenbericht). In Villingens Fußball- I penheim 12/14: SC Freiburg 14/14, FVLahr 14/14-,
kreisen wartet man immer noch auf die Entscheidung der südbadischen Berufungsinstanz über die dem FC 08 aberkannten 3 Punkte aus den Spielen gegen Schopfheim und Ra statt . Bekanntlich kam die Spruchkammer au diesem Urteil wegen der Mitwirkung von van Ofen, der aber im Besitze eines ordnungsgemäßen, von der zuständigen Verbandsgeschäftsstelle ausgestellten Passes war. Wie von seiten des FC 08 Villingen verlautet, hat der Verein erneut gegen diese Entscheidung Stellung genommen. Semer Meinung nach wurde die für diesen Fall ln Frage kommende Ziffer 12 der Rechts- und Strafordnung entgegen ihrem eindeutigen Wortlaut und Sinn nicht richtig ausgelegt. Der FC 08 hat ferner eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt, das zur Bestrafung des Spielers van Ofen bei seinem früheren Verein führte. Wie man hört, ist der Verein entschlossen, im Falle der Ablehnung •einer Berufung die Angelegenheit dem Rechtsausschuß des DFB zu unterbreiten.
Rastatt sicher die Führung 1. Amateurliga Südbaden FC Rastatt — VfR Adhem 6:1 (3:0)
FV Offenburg — SV Weil 8:1 (3:0)
ASV Freiburg — Rotweiß Lörrach 1:4 (W.-G.-Eigenbericht.) Die 1. südbadische Ama- *eurliga hatte über die Weihnachtsfeiertage nur •ei Spiele, die alle am zweiten Weihnachtsfeier- auf schneebedeckten Plätzen abgewickelt wurden. Rastatt konnte durch einen überlegenen über den VfR Achern seine Führung weiter —bauen und sein Torverhältnis verbessern. Die -lastatter Elf spielte jederzeit überlegen. Einen ^eiteren hohen Sieg erzielte der FV Offenburg frage n den-Neuling SC Weil. Mit diesem 8:1-Sieg Jjwiesen die Offenburger erneut ihre in der letz- Zeit gezeigte Formverbesserung. Die Gast- teber onnten erstmals wieder Schilli im Tor /JJhsetzen. Mit diesem Sieg hat sich Offenburg den fünften Platz vorgeschoben und ist da- zur Führungsgruppe vorgestoßen. Lörrach gelte seine Tabellenposition auf auswärtigem (ASV Freiburg) mit einem deutlichen 1:4- gegenüber den Verfolgern wesentlich gün-
FC Rastatt ' 15 43:22 25: 5
SV Rheinfelden 14/12; SC Weil 13/11: FV St. Georgen 13/11; Rotw. Lörrach 13/12 ; FV Ottenau 14/7; ASV Freiburg 12/5: Blauweiß Freiburg 14/3.
Spielersperren ln Süddeutschland
Von der Spruchkammer des Süddeutschen Fuß- beälverbanides wurde der Spieler Kurt Keuerleber vom VfR Mannheim wegen unsportlicher Spieä- weise vom 11. 12. bis 26. 12. gesperrt.. Außerdem wurde der Spieler Klökler Vom VfL Konstanz wegen Beleidigung des Linienrichters vom 27. Dezember bis 11. Januar gesperrt
Das Organisationskomitee für die 6. olympischen Winterspiele in Oslo gibt in seinem ersten Mitteilungsblatt Rechenschaft über die Vorbereitungen für die Kämpfe vom 14. bis 25. Februar 1952. Die Sportler sollen in dem zur Zeit im Bau befindlichen olympischen Dorf untergebracht werden, die Journalisten in einem der beiden neuerrichteten Hotels.
Für die eissportlichen Wettbewerbe ist das im Zentrum Oslos liegende Bislett-Stadion (Fassungsvermögen 28 000 Zuschauer) bestimmt. Hier werden auch die Eröffnungs- , und Schlußfeier vor sich gehen. Bei ungewöhnlich mildem Wetter soll nach Hamar (120 km von Oslo ) ausgewichen werden. Bandy, das skandinavische Eishockeyspiel mit Ball, steht als Demonstrationswettbewerb auf dem Programm.
Im Skilauf stehen für die Nordischen Wettbewerbe in Holmenkollen ausgezeichnete Vorbedingungen zur Verfügung. Der Rekord der 1882 zum erstenmal benutzten und seither wiederholt umgebauten Schanze steht auf 71 m. Unter dem Schanzentisch befindet sich nach dem letzten Umbau ein Skimuseum und ein Restaurant. Im „Nordischen Programm" steht zum erstenmal ein 10-km-Langlauf für Frauen.
Von den alpinen Skiwettbewerben werden der Abfahrtslauf und der Riesenslalom bei Norefell (105 km nordwestlich Oslo ) ausgesteckt. Nur hier besteht der vom Internationalen Skiverband (FIS ) für diese Konkurrenzen geforderte Höhenunterschied von 800 m. Der Torlauf hingegen ist in Roedkleiva vorgesehen, das von Oslo in halbstündiger Straßenbahnfahrt zu erreichen ist. Da der Bobsport in Norwegen fast imbekannt ist, mußte das Organisationskomitee für die vier Tage dauernden Fahrten im Zweier- und Viererbob eine neue Bahn konstruieren, die von den Schweizer Experten Dr. Ingold und Dr. Cattini in 1500 m Länge bei Frognerseteren mit einem Höhenunterschied von 123 m gebaut wurde.
Handballvorbereitangen für Länderspiel
Zur Vorbereitung für das erste Handball-Länderspiel in der Halle nach dem Kriege am 21. Januar ln Nenmünster gegen Schweden hat der deutsche HandlbaHbund folgende 24 Spieler zu einem Vorbereitungs-Lehrgang vom 8. bis 12. Januar in Flensburg edngeladen: Toirleute: Thome (Roth ), Hauser (Stuttgart ), Asmussen (Flensburg ), Nellen (Rheinhausen ), Ankonin (Berlin }: Dek- kungsspieler: Bernhardt (München ), Sievers (Kiel ), Vidc (Hamburg ), W^l (Mühlheim ), Hase (Wester holt ), Heidemann (Mülheim ), Anelt (Flensburg ). Weist (Hamburg ); Angriffsspieler: B. Kempa (Göp pingen ), Kudvenbedcer (Flensburg ), Dahlinger (Kel), Spehr (Schaitherm), Zerling (Mülheim ), Schütze (Berlin ), r. Wodtke (München ), Isberg und
Bossens (beide Hamburg ), Aichelmann (Wester- holt), P. Zorn (Düsseldorf ). Die Leitung des Lehrgangs hat der DHB -Lehrwart Fritz Fromm (Han nover ).
Noch keine Abrechnung des Länderspiels
Der Deutsche Fußballbund (DFB ) erklärte zu Pressemeldungen, nach denen beim Stuttgarter Länderspiel Deutschland — Schweiz nach Abzug aller Unkosten etwa 100 000 DM Netto-Einnah- men verblieben seien, daß noch kein Abschlußbericht fertiggestellt sei. Ein offizieller Abschlußbericht mit Einnahmen und Ausgaben wird im Januar der Presse übergeben. Angeblich soll die Schweizer Mannschaft für das Spiel gegen die deutschen Nationalelf 50 000 DM erhalten haben. Aus DFB -Kreisen verlautet jedoch, daß ein Transfer dieser Summe in die Schweiz nicht möglich sei. Das Länderspiel sei auf der Basis abgeschlossen worden, daß Deutschland die Gesamteinnahmen verbleiben abzüglich der Kosten für den Aufenthalt der Schweizer Spieler in Deutschland . Beim Rückspiel Deutschlands am 15. April ln Zürich soll in gleicher Weise verfahren werden.
Haben Sie richtig getippt?
Württemberg-Baden : 11122222220211
Nord-Toto: 222011112121 -
Toto Weet/Hessen: 12121212 — 22 — 1 — Rheinland-Pfalz : 12 — 222 — 02210 — 2 Bayern-Toto: 1 1 12222 — 220—12 Bayern — die Internationalen Zehn:
12 10 12 — 121011
Der rennsportliche Leiter von Mercedes Benz , Alfred Neubauer , erklärte zu den Gerüchten um evtl. Rennwagenpläne, daß erst im Februar darüber Aufschluß gegeben wird, ob sich die Industrie wieder der Rennen als Leistungsbasis bedienen wird.
Tennis Borussia festigt die Spitze
Vor 30 000 Zuschauern festigte der Berliner Fußball-Spitzenreiter Tenmis/Borussia im Hertha BSC-Stad.ion mit einem 2:0-(lK))-Sieg über den alten Rivalen Hertha BSC seine Spitzenstellung. In jeder Hälfte war Schmrutzler einmal erfolgreich. Hertha verpaßte den Anschlußtreffer, als Ungnik- kel nach der Pause einen Elfmeter übers Tor schoß. Im zweiten Punktspiel erreichte der BSV vor 4000 Zuschauern gegen Viktoria 89 nur ein 1 :l-fl: ^Unentschieden.
Fußball-Freundschaftsspiele
Altona 93 —(Bremerhaven 93 8:1, Blumenthaier SV — Brenner SV 3:2, Armrinia Hannover — 07 Minden 4:2, Schalke 04 —Wadcer Wien 1:1, Eintracht Frankfurt — Atletico Madrid 4:3, FSV Frankfurt — Barcelona FC 1:4, Eintracht Frankfurt—Sevilla 3:5, Blauweiß—Nordstern 6:2, Wak- ker 04 — Alemannia 90 5:3, Hamburger SV —VfB Stuttgart 4:3, Union Krefeld—ASC Salzburg ausgefallen, Äotweiß Essen, Spora Luxemburg 5:1, Maidericher SV — Red Boys Differdingen 3:0, Duisburg 08 — US Luxemburg 5:3, Borussia München-Gladbach— SV Neuwerk 8:1, Belgrader SK
— BC Augsburg 4:1, Belgrader SK — 1860 München 1:0, Fortuna Düsseldorf —US Luxemburg 7:2, Hamborn 07 — 1. FC Nürnberg 0:1, 1. FC Köfln — Union 06 Berlin 5:2, Preußen Münster —VfL Osna brück 6:0, Borussia Dortmund — SpVgg Fürth 4:4, Rheydter SV — VfR Manrihlim 0:3, Duisburger SV—Duisburg 08 1:0, Spielvereinigung Sterkerada —Rotweiß Oberbausen 0:1, Beuel —Vienna Wien 2:5, TuS Neuendorf—Sdrweinfurt 05 1:2, Eintracht Bad Kreuznach—SV Wiesbaden 1:2, Eintracht Trier—Kamraterna Trelleborg 3:1, Alemannia Aachen —VfL Benrath 5:5, TSG Karnap 07—Horst' Emscher 1:2, Schwarzweiß Essen—Rotwetß Essen 2:3, Viktoria Recklinghausen—Red Boys Differdingen 3:2, FC Fredburg—SC Freiburg 2*1, SC Baden-Baden—Karlsruher FV 1:2, Göttingen 05— Hannover 96 1:4, VfB Neunkinheu—d. FC Kaiserslautem 1:2, FK Pirmasens—SSV Reutlingen 3:3, 1. Kl Saarbrücken — Rapid Wien 1:4, VfB NeunkiTchen—FC Metz 1K).
Am Oberrhein
2. Amateurliga West: Wyheln — Gutach, verlegt auf 7. Januar.
Bezirksklasse Oberrhein : Fahrnau — Grenzadi 5:1; Rheinfelden Ib — Stetten 4.3 (I); Haltingen
— Lörrach Ib verlegt; Steinen — Waldshut verlegt: Schopfheim Ib — Wehr 1:0 abgebrochen.
Freundschaftsspiele: Tiengen — Waldshut 1:0: Tiengen A-Jug. — Fahrnau A-Jug. 4:1| Tiengen B-Jug. — Fahrnau B-Jug. 0:5.
Kreisklasse Hochrhein : Unterlauchringen — Wutöschingen 1:3.
A-Klasse, Gruppe Hochrhein : Tiengen II — Oberlauchringen 4:2: Dettighofen — Grießen 1:3; Horheim — Waldshut II 0:8. — A-Klasse, Gruppe Wiesental: Schopfheim III — Wehr III 3:4.
Robinson wartete mit dem k. o. bis zur 5. Rande
(J.-F.-Ei<peniberidit) Der Deutschland -Start des Weltmeisters hielt genau das, was man sich von ihm versprochen hatte. Nut die Veranstalter bekamen kalte Füße, da sich nur 6000 Boxsportibegeisterte Robinsons wegen vom Weihnachtsbaum trennen wollten, wobei das amerikanische Kontingent ziemlich gering war.
„SugaT ”, bis hinauf zum Scheitel wie aus dem Ei gepellt, erschien mit großem Gefolge. Hans Stretz, der Mann in der anderen Ecke, wirkte dagegen klein und häßlich, doch der Erlanger setzte sich schon in der ersten Runde :n Achtung. Ein Wischer des Weltmeisters zwang ihn von den Beinen, aber katzenaTtig sprang er wieder hoch und brachte ein paar gute Linke nach Hause. Auch die beiden Knockdowns in der zweiten Runde
Gegen den Stuttgarter Wirbel machtlos
VfL Konstanz fleißig und ausdauernd, aber dem Gast keineswegs gewachsen — Kickers gewannen „spielend“ 1:6 (0:3)
umlhwrdgoumlhwyenia
(A. St.) Den Konstanzen! kann man in diesem zweitletzten Meisterscbaftsspfeil des ausklingenden Jahre* bestätigen, daß sie mit viel Wille und Einsatz die Partie gegen den Favoriten Stuttgarter Kickers aufnahmen. Wesentlich mehr war es, gemessen an den Leistungen des Gastes aus der schwäbischen Landeshauptstadt, nicht. Da war eine Abwehr, die sich auf dem Schneeboden des Bodensee -Stadions abrackerte, sich mit Elan in die Stuttgarter Angriffsaktionen einzuschalten versuchte, aber sehr oft auch A spät kam, wenn das gewitzte Stuttgarter Spiel nur so über den Sdmeefooden rollte, als wäre der schönste Rasen der Spielgrund. Vor allem von der linken Stutt garter Seite her drohte den Rothemden Gefahr, wenn der schnelle Soßna immer wieder eingesetzt wurde, seine FlankenJäufe über seinen „Bewacher" spielend absolvierte und . . . schoß. Von ihm kamen auch die beiden ersten Tore in der 17. und 28. Minute, nachdem es schon beim Auftakt im Konstanter Gefahrenraum eitle faustdicke Chance gegeben hatte.
Und so wie es beim Auftakt war, so blieb es mit wenigen und ebenso kurzen Unterbrechungen — während des ganzen Spieles: Die beiden Stutt garter Verbinckragsstünmrer Schaietzki (dieser als geistiger Angriffslenker) und Kronenbitter und che Seitenläufer Lechler und Hinz mochten das Spiel im Mittelfeld. Sie beherrschten die Lage, ob der Ball flach geführt wurde oder im Flugballtempo die gewünschten Stationen an- lief. Immer wieder waren die Blauhemden schneller, wuchtiger und auch im engen Kombi- nationsspief gewitzter, überlegter und ball- beherrschender. Da half es nicht mehr sehr viel,
wenn Zettel aäs Stopper und Linksverteidiger Mosch noch mit der besten Zensur ‘aus der Prüfung der Abwehrleute hervorgmgen. Sie allein konnten es nicht schaffen. Und obwohl auch (Binder, der Unermüdliche, und Klökler sich abrackerten, so lief vieles nicht nach Wunsch zusammen, weil die Pässe reichlich oft ungenau kamen, weil andererseits die Beweglichkeit im eigenen Sturm etliche Lücken offen ließ und hier in der vordersten Linie neben Stärken (Zoch, Vögele und in zweiter Linie Hamsch) auch erhebliche Schwächen festzustellen waren. Die Wucht und die Kraft der Stuttgarter Abwehr machte nicht viel Federlesens. Dieser Block stand eisenhart und machte von seinen ausgereiften athletischen Eigenschaften Gebrauch.
In diesem Abwehrblock fanpomerte Stopper Herbergecr» der alles behesräthend, sriilagsidier, wuchtig und schnell, sogar Vögele (scharf bewachend) beherrschte und auch an anderer Stelle aushalf, wenn es nottat. Aber es tat verhältnismäßig selten not, weil wie gesagt der Konstan- zer Sturm keine geschlossene Einheit bildete, die Aktionen meist auf Einzelleistungen und auf Zufall abgestellt waren.
Sine Zeitlang konnte man Freude haben am Konstanter Spiel. Jener Eröffnungstreffer der Stuttgarter beflügelte erfreulicherweise die Kon- stanzer Aktionen, und da sah man auch sehr brauchbare Züge, die an gute Zelten erinnerten. Als dann aber mit Ablauf der ersten halben Stande das 0:2 fertig wacr, waren auch di« Schleusen für weitere Kickers-Erfolge geöffnet. Der dritte von ihnen war allerdings nicht ganz kor
rekt, weil Schumacher sein Tor (35. Minute) mit einem Foul vorbereitete und so in den Besitz des Balles kam. Das Stuttgarter Tempospiel riß immer wieder Lücken in die überlastete Konstan- zer Abwehr (weil der eigene Sturm nicht zu ziehen in der Lage warf, deckte Deckungsmängel und bei einigen auch Konditionsmängel auf. I-m Dreieckspiel, einmal rechts, einmal links, spielten sich die torhungrigen Blauhemden durch und erspielten sich die Chancen geradezu zwangsläufig. In der 57. Minute schaffte Schumacher das 0:4, in der 65. Minute Zischek das 0:5. Die Konstanzer Zuschauer hielten wacker mit, wenn „ihre" Elf weiteitun unverdrossen (das stimmte trotz des 0:5 sympathisch) matzuhalten versuchte. Ihr Beistand wurde auch belohnt, als eine Minute nach dem fünften Stuttgarter Erfolg eine Gemeinschaftsarbeit Zoch-Vögele zum einzigen Konstanzer Tor führte. Eine Flanke des Mttelstürmers nahm Vögele direkt suf und lenkte den Ball über Stutt garts Torhüter ins Netz. Das war noch einmal Oel ins Feuer der Konstanzer Aktionen. Aber die Kraft und das Spie! reichten nicht aus, um die Stuttgarter Abwehr noch einmal auszurangieren. Wohl hatten die Gäste sporadisch Drude auszuhalten. Aber dann stürmten sie erneut an, weil sie nicht nur zu siegen gewillt waren, sondern auch das Gesamttorverhältass möglichst günstig zu gestalten beabsichtigten- Ihre physischen Kräfte ließen kaum nach, während die Konstan zer Deckung imm er mehr Zeichen der Ueberla- stung zeigt«. So war das sechste Tor zwei Minuten vor Schluß nochmals das sichtbare Ergebnis dieser Situation.
Schiedsrichter: Horn-München.
überwand der Erlanger frisch und munter. Er brachte rechte und linke Haken an und ging gut gedeckt, aber ohne Respekt in Robinson hinein. In der dritten Runde suchte Stretz nur einmal den Boden auf. Jedesmal sackte er wie ein toter Mann zusammen, um dann bei „Neun” auf die Beine zu springen, als wäre nichts geschehen. Robinson hatte sich nun mit blitzschnellen Geraden auf die Stirn eingeschossen. Der Erlanger wurde durch diese Treffer, die er nicht verhindern konnte, stark irritiert, mischte jedoch mit Löwenmut und Tapferkeit mit und erreicht« unter dem Anfeuerungsjubel des begeisterten Hauses auch die vierte und schließlch sogar nach einem weiteren Bodenbesuch die fünfte Runde. Hier kam ihm freilich der Gong zu Hilfe.
Es war klar, daß Stretz’ Gloria nur noch Minuten dauern konnte. Weltmeister Robinson hatte das Ringgeschehen vollkommen in der Hand. Seine kurzen linken Haken kamen blitzartig ber- vorgeschossen, so daß nicht einmal eine Abwehr- reflexion möglich war. Tänzelnd stand er im Ring, jeder Zoll ein Weltmeister, in dessen Faust das minutiös festgelegte Schicksal des Gegners lag. Hans Stretz war die fünfte zur Schicksalsrunde bestimmt. Unter einer genau auf den Punkt kommenden unsichtbaren Linken brach sein VeTzweif- lungsmut zusammen; noch einmal bäumte er eich gegen die Zahlen des Ringrichters, die ihn unbarmherzig ins Aus schicken wollten, auf, doch 6eine letzte Kraft war dahin. Er brach noch einmal zusammen. Robinson, k. o. gewöhnt, lächelte matt zu dem geschlagenen Mann hinüber, opferte noch drei Minuten den Vacrublitz-Reportern und bestieg dann die große Limousine, die ihn flugs ine Grandrflotel brachte, wo die Bademeister und Masseure auf ihn warteten. Er hatte wieder einmal sein Geld verdient. Unter uns: Er war sein Geld wert. Boxen in solcherr Pefekticm und ein solch vollkommenes Boxermodell gibt es auf der Welt nicht ein zweites Mal.
Der Rahmen war ausgezeichnet. Gustav Scholz - Berlin punktete den Franzosen Gilbert Stock nach allen Regeln der Faustkampfkunet aus. Der zweit* Pariser, Gaston Henriot, hatte gegen den Hildea- heimer Heinz Saodner keine Chance. Burl Charity mußte sich gegen Heinz Balzer-Hannover mit einem Unentschieden zufrieden geben und der Essener Heinz Geühaar kam gegen Herbert Gläser-Gelsen» krrchen nur bis zur zweiten Runde. „
Robinson auch ln Paris k.o.-Sieger
Boxweltmeister im Weltergewicht, Ray „Sogar" Robinson (USA ) schlug am Freitagabend fan Pariser Sportpalast vor der Rekordzuschauermenge von 13 000 Zuschauern den französischen Mittelgewichtler Robert Viliemain durch technische* »A in der neunten Runde,
FV Kup-