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Offenburger Nachrichten

Schußwaffen sind kein Kinderspielzeug

In letzter Zeit hahen sich die Kinderunfälle durch unvorsichtiges Hantieren mit Schußwaffen und ganz besonders mit auf Wehrmachtübungsplätzen gefun­dener Munition wie Handgranaten, Sprengkörpern und Patronenhülsen derart gemehrt, daß es unver­antwortlich wäre, dieser Gefahrenquelle durch Auf­klärung und Belehrung der Kinder nicht den nöti­gen Einhalt zu gebieten. Pflicht der Schulen, Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten ist es daher, die Kinder auf die gefährlichen Folgen des Spielens mit Schußwaffen und Munition eindringlichst auf­merksam zu machen bezw. sie zu belehren. Es ist aber auch Pflicht der Besitzer von Schußwaffen, diese so zu verwahren, daß sie durch Kinderhand nicht erreicht werden können. Auch die Aufbewah­rung der sogenannten „Frontandenken" in den Wohnungen muß so vorgenommen werden, daß ein Unfall ausgeschlossen ist. Wenn auch heute in vielen Fällen die Eltern kriegsbedingt nicht in der Lage sind, ihrer Aufsichtspflicht den Kindern gegenüber so zu genügen, wie es zu erwarten wäre, so muß doch mit aller Entschiedenheit darauf hingewirkt werden, daß durch Aufklärung, Belehrung und War­nung der Kinder diese tragisien Unglücksfälle ver­mieden werden. Schußwaffen und Munition gehören nicht in Kinderhand!

Oer Poiizeiberlcht meldet

Vorläufig fesigenommen wurden- Am 1 . 4 . 43 zwei Gewerbeschüler wegen fortgesetzten Dnter- richtsschwänzens; sie wurden der Lehranstalt po­lizeilich zugeführt; am 7 . 4 gegen 2 . 3 ? Uhr zwei jugendliche Burschen, die sich von ihrer Einsatz- steile unerlaubt entfernten; sie wurden dem Ju­gendamt zugeführt; am 9 . 4 . eine 23 Jahre alte weibliche Person von auswärts, die steckbrieflich ausgeschrieben war.

Entwendet wurden• Am 27 . 3 . um 16 Uhr ein Damenfahrrad Marke Presto vor der Firma Ha­ gen ; dafür blieb ein Damenfahrrad Marke Falter vor dem genannten Geschäft stehen (Verwechs­lung evtl, anzunehmen). Am 28 . 3 . zwischen 13 und 15 Uhr vor dem Anwesen des Photogeschäfts Grimm in der Gustav-Ree-Anlage ein Damenfahr­rad. Am 3 . 4 . aus einer Handtasche auf dem Wochenmarkt ein schwarzer Herrengeldbeutel mit etwa 7 RM. und einigen Lebensmittelkarten. Mitte März aus einer Anwesentoreinfahrt der Metzgerstraße hier ein Handwagen im Werte von 120 RM.

Zur Anzeige gelangten bezw. gebührenpflichtig verwarnt wurden. 1 Kraftfahrzeugführer wegen Verwendung eines Fahrzeuges, das vorschrifts­widrige Beschaffenheit aufwies, 1 Kraftfahrzeug­führer wegen falschen Parkens, 13 Radfahrer wegen Fahrens ohne Licht, 15 Radfahrer wegen Durchfahrens von Einbahnstraßen in gesperrter Richtung, 8 Radfahrer wegen Fahrens auf ver­botenen Wegen, 12 Radfahrer wegen Überfahrens von Stoppstellen ohne anzuhalten, wegen Fahrens ohne Rücklicht, wegen Mitnahme von erwachsenen Personen auf dem Fahrrad, wegen Durchfahrens der Unterführung am Bahnhof und wegen unge­nügender Verdunkelung der Fahrradlampen, 19 Wohnungsinhaber wegen Verstoßes gegen die Ver­dunkelungsbestimmungen, 5 jugendliche Burschen wegen Einbruchs und Sachbeschädigung und eine Person wegen Höchstpreisüberschreitung.

Handwerkereinsatz bei Fliegerschäden

Zur weiteren Intensivierung des Handwerksein­satzes bei der Abwehr von Fliegerschäden hat der Reichshandwerksmeister eine Anordnung erlassen. Sie bestimmt, daß alle für die Beseitigung von Flie­gerschäden in Frage kommenden Betriebe zu lei­stungsfähigen Arbeitsgemeinschaften mit Lieferungs­und Gesamthaftung zusammenzusdiließen sind, wie das im Glaserhandwerk schon längere Zeit der Fall ist. Die Anordnung gilt für folgende Handwerks­zweige: Maurerhandwerk und Baugeschäfte, Zim­merhandwerk, Stukateur-, Gipser- und Putzerhand­werk, Dadideckerhandwerk, Malerhandwerk, Elek- trohandwerk, Bauklempnerhandwerk, Zentralhei­zungsbauhandwerk, Rohrlegerbetriebe, Bauschlosser, Tisdilerhandwerk und Gerüstbaubetriebe. Sie be­zweckt einen rationellen Einsatz des Handwerks bei der Beseitigung der Fliegerschäden. Jeder Hand­werker wird dieser kriegsbedingten Maßnahme, bei der auch weiterhin seine betriebliche Selbständigkeit aufrechterhalten bleibt, Verständnis entgegenbringen.

Nurse Stadtmeldungen

Zum Regierungsinspektor befördert. Der Präsident des Landesarbeitsamts Südwestdeutschland hat im Aufträge des Reichsarbeitsministers den außerplan­mäßigen Regierungsinspektor Otto Knopf beim Arbeitsamt Offenburg , zurzeit bei der Wehrmacht , zum Regierungsinspektor auf Lebenszeit ernannt.

80 Jahre alt. In diesen Tagen konnte der Ober­zugschaffner Josef L u r k e r, Schaiblestraße 9 , seinen 80 . Geburtstag feiern.

75 Jahre alt. Am heutigen Samstag begeht Frau Katharina S ch m i d, Witwe, Horst-Wessel- Straße 9 , in körperlicher und geistiger Frische ihren 75 . Geburistag. Die Jubilarin ist von Menn- wangen, Kreis Ueberlingen, geboren und war mit dem schon vor 47 Jahren verstorbenen Schmiede­meister Johann Müller in erster Ehe verheiratet. Aus dieser Ehe gingen vier Söhne hervor. Später verheiratete sie sich mit Josef Schmid und schenk­te weiteren zwei Söhnen und zwei Töchtern das Leben 1907 kam die Familie nach Offenburg Der allzufrühe Tod auch ihre zweiten Mannes machte sie wieder zur Witwe. Ihr Wiegenfest kann sie im Kreise von sieben noch lebenden Söh nen und Töchtern, sowie zahlreichen Enkeln feiern.

Offenburger Filmspiegel. In der Stadthalle läuft über das Wochenende der neue große Zirkus-Film der Tobis, „Die große Nummer“ mit Leni Maren­ bach , Rudolf Prack , Paul Kemp und Charlotte Daudert in den Hauptrollen. — Die Park-Licht­spiele bringen den ergreifenden Film ,»Anelle" mit Luise Ullrich , Karl Ludwig Di’ehl und Werner Krauß .

Heute abend Klavier-Konzert. Wir verweisen nochmals auf das heu'e Samstagabend, um 8 Uh', in der Schillerschule (Turnhalle) staltfindend“ Klavier-Konzert mit Professor Walter Rehberg Das Programm, mit besonderer Sorgfalt suoam-

mengestellt, wird Walter Rehberg die Möglichkeit geben, sein ganzes Können zu zejgen.

Nähberatungen. Die Nähberatungen der NS. - Frauenschaft / Deutsches Frauenwerk , Lange Stra­ße 56 , die bis heute immer Mittwochnachmitlagä stattgefunden haben, können vorläufig wegen Um­zug nicht durchgeführt werden. Die Wiederauf­nahme wird an dieser Stelle bekanntgegeben.

Umzug der Kreisgeschäftsstelle. Die Kreis frauenschaftsleitung Offenburg weist darauf hin, daß wegen Umzug die Kreisgeschäftsstelle am Montag, 12 ., und Dienstag, 13 . April, geschlossen ist. Ab Mittwoch, 14 . April, befindet sich die Kreisgeschäftsstelle in der Adolf-Hitler-Straßo 5 . 3 . Stock.

Noch einmal: Die Gültigkeit der Kohlenkarten. Die Mitteilung über die Gültigkeitsdauer der Reichs­karten für Kohle ist vielfach dahin mißverstanden worden, daf damit in der Gültigkeit der örtlichen Kohlenbezugsausweis» au. Aenderung eingetreten sei. Die Anordnung betrifft tacsaa .1 ’ nur die Reichskarten für Kohle, die in bestimmten Fällen ausgegeben werden, u. a. für den ambulanten G* werbetreibenden, Schiffer, Bauunternehmer, einquar- tierte Wehrmachtangehörige und Evakuierte. Diese Reichskarten für Kohle, soweit sie bis zum zi. März 1943 ausgegeben wurden, verlieren mit dem zo. Apnl 1943 ihre Gültigkeit.

Gaststätten erhalten Kochmebl. Die Hauptvfr- einigung der Deutschen Getreide- und Futterwirt­schaft hat jetzt für die Gaststätten ein Gesamt­kontingent an Kochmehl zur Verfügung gestellt. Das Mehl (Roggen oder Brotmehl) wird von den Gau- wirtschaftskammera für die Betriebe im Einverneh­men mit den Emährungsämtem verteilt. Dabei sol­len nur solche Betriebe berücksichtigt werden, deren Umsatz an warmen Speisen jo vH. des Gesamt­umsatzes übersteigt. Beherbergungsbetriebe sind in der Regel nicht mit einzubeziehen.

Warum alte Zündkerzen sammelnt

Für den Kraftwagen sind Zündkerzen lebenswich­tige Bestandteile. Ohne Zündkerze gibt es keine Zündung — ohne Zündung keine Fahrt! Ist es in Anbetracht der Wichtigkeit der Zündkerzen nicht selbstverständlich, daß alle alten Kerzen gesammelt werden, um sie durch fachliche Instandsetzung der Wiederverwertung zuzuführen? Im Kriege heißt es: Sparsam wirtschaften und mit Rohstoffen haushäl­terisch umgehen. Es wurden daher großzügige In­standsetzungswerke eingerichtet, in denen alte Zünd-

Wir schreiben an unsere Soldaten

Kameraden!

Kennt ihr es wieder, das große %ind schöne Schloß, das sich stolz über sanft geschwungene Rebberge erhebt. Eng schmiegt es sich mit seinen Türmen und Mauern dem Wald an, in dem jahr­aus, jahrein alte Tannen das Lied unserer Schwarz­waldheimat singen. Von der stolz aufragenden

(Aufm Josef Braun, Ortenberg )

Höhe des Burgfrieds hinab schaut man weit hinein in das Land. Zu Füßen liegen die Städte und Dörfer, in denen das Heimathaus so vieler von Euch steht.

Steigt heute, wo der Frühling sein Fest der Blüten feiert, mit uns in Gedanken hinauf zum Ortenberger Schloß. Da sei Euch die Heimat, und wenn Ihr auch noch so fern seid, nahe. Diesen Bildergruß Euch zum Sonntag!

Euer Offenburger Tageblatt.

kerzen gründlich und sachgerecht von erfahrenen Fachleuten so aufgearbeitet und in Einzelteilen, wenn nötig, erneuert werden, daß sie die strenge Schlußprüfung, die für fabrikneue Kerzen vorge­schrieben. ist, sicher bestehen. Diese gewissenhaft durchgeführte Kontrolle gibt in jedem Fall Gewähr für einwandfreie Beschaffenheit und zuverlässige Brauchbarkeit der instandgesetzten Kerzen. Ein Kraftfahrer vermag von sich aus nicht zu entschei­den, ob eine alte Kerze wieder auf gearbeitet werden kann. Das kann nur von Kerzenfachleuten festge­stellt werden. Darum soll jede gebrauchte Zünd­kerze gesammelt und bei der nächsten Sammelstelle abgeliefert werden.

Hermann Bürte spricht in einer Dichterstunde Ober Hebe! und Scheffel

Gründung des Ortsverbandes Offenburg des Deutschen Scheffel-Bundes

Der Deutsche Scheffel-Bund im Reichswerk Buch und Volk veranstaltete am Donnerstagabend im Saal der „Neuen Pfalz“ als Auftakt seines Wirkens in Offenburg seine erste öffentliche Dichterstunde mit Hermann Bürte. Bundesleiter, Generaldirek­tor S a m w e r sprach einleitend, nachdem er die Vertreter von Partei und Wehrmacht, Staat und Stadt sowie die sehr zahlreichen Besucher begrüßt hatte, über Zweck und Aufgaben des Scheffelhundes, der es sich zur schönen und dankenswerten Pflicht gemacht hat, das oberrheinische Schrifttum der Ver­gangenheit und Gegenwart möglichst weiten Volks­kreisen zugänglich zu machen und den lebenden Dichtern unserer Heimat bei ihrem Vorwärtskom­men zu helfen. Abschließend gab der Bundesleiter die Gründung des Offenburger Ortsverbandes be­kannt und berief Rechtsanwalt Dt. E i ch i n als Ortsverbandsleiter, der in kurzen Ausführungen betonte, daß diese Neugründung von vielen Offen- burgem seit Jahren als ein Bedürfnis empfunden worden wäre und nun herzlich begrüßt werde.

Dann sprach Hermann B u r t e. In seiner feinen, klar geschliffenen Sprache stellte er den Besuchern lebendig und packend das Leben und den Lebens­weg der beiden großen alemannischen Dichter Hebel und S ch e f f e 1 vor Augen und zeigte die Bedeutung ihres Schaffens für die Gegenwart auf. Seinen tiefgründigen Betrachtungen schickte er den Gedanken voraus, daß alle Dichtung ewiger geistiger Schatz des Volkes sei. Wenn einmal die leuchtende Fackel der Dichtkunst erlösche, dann sterbe auch das Volk, wie auf der anderen Seite ohne Volk kein Dichter leben könne.

In seiner feinen und klaren Art zeichnete uns dann Hermann Borte ein Bild Hebels, wie er vom Taglöhnerssohn zum Prälaten und großen Dichter und Sänger seiner Heimat, wie er zum Künder der Seele des alemannischen Menschen wurde. Alle, die ihn kennen, lieben ihn, alles an ihm ist segensreich. Unsterblich und unzerstörbar lebt sein Werk. _ Durch ihn erkannten alle Alemannen, und mögen sie auch durch willkürliche Grenzen voneinander getrennt gewesen sein, daß sie eine biologische Einheit sind. Welch unergründlicher Schatz hat uns Peter Hebel

in seinen alemannischen Gedichten und in seinem Schatzkästlein geschenkt. Klar germanisch ist Hebels Seele, daß er nicht nur das All verbauert, sondern alles veralemannt und dadurch adelt. Ueber der Meinung des Tages hat er die Schauung der Ewig­keit. Wie alles Große so geht auch er auf leisen und leichten Füßen.

Hat Hebel pfälzisch-alemannisches, so hat Scheffel schwäbisch-alemannisches Blut. Butte zeigt ihn uns, wie er mit dem Skizzenbuch die Heimat erwandert, wie er als Student der Rechte die Hohen Schulen besucht und im Kreis froher Burschen kneipt, wie er als Rechtspraktikant in Säckingen und Bruchsal tätig ist und endlich, entdeckend, daß er ein Dichter ist, ans Werk geht und den „Trompeter von Säckingen“ schuf. Er schrieb sich damit ein Erleb­nis vom Leib und von der Seele herunter, seine unerwiderte Liebe zu der schönen Emma Heim, der Apothekerstochter von Zell a. H. Es wächst der ,.Ekkehard“, und immer neues Schaffen läßt das Werk Scheffels reifen. Er ist von seinen Zeitgenos­sen verehrt und geliebt wie keiner. Er ist von den Besten, er hält sich zum Besten. Welche sonnige, goldene und blaue Atmosphäre schwebt über seinen Wanderliedern. Schauen wir mit Liebesblick auf diesen Mann, der herzinnige Freude spendet, und vergleichen wir ruhig seine geistige Gestalt mit der anderer Dichter — in unserem Falle mit Hebel.

Hebels Weise ist auf einer Flöte im Bauernland gespielt, eine einzigartige, unendlich zarte,und edle Melodie. Scheffels Weise ist aus vielen Stimmen ein Gesamtes, eine Orgel, die man spielen muß. Das ist der größte schöne Zauber in Scheffels Versen: Sie machen einem Lust, sie zu sprechen. In Hebel und Scheffel sehen wir das Bild zweier echter, lauterer, wahrhaftiger Söhne des Rheins, und so lange Poesie bleibt, werden ihre Werke strahlen und in unvergänglicher Schönheit durften. Langsam, aber mit Sternengewalt kommt das Licht des ewigen Tages für Scheffel über die Berge des Mißverstan­des und Unverstandes empor. Er wird unser und bleibt es. Hebel ist unsterblich, und Scheffel wird es werden.

Blick in die Orienau

Weier. (Ehrung.) Dem Reichshahnsekretär Franz Groß von hier wurde anläßlich* der Vollendung einer Dienstzeit von 40 Jahren das Treudienst­ehrenzeichen durch den Vorsteher des Rangier­bahnhofs Offenburg überreicht. Der Anerkennung des Führers haben sich der Reichsverkehrsminister und der Präsident der Reichsbahndirektion Karlsruhe mit besonderem Glückwunschschreiben angeschlossen.

ö. Eckartsweier. (Hohes Alter.) Dieser Tage konnte Frau Georg Hemmler I, Witwe, ihren 82. Geburtwag feiern. Die Jubilarin hilft noch fleißig bei allen landwirtschaftlichen Arbeiten mit. — (Holzverteilung.) Am Freitagmorgen wurde auf dem Rathause das vom Forstamt Offenburg zuge­teilte Holz an die hiesige Bürgerschaft verteilt.

r. Rammersweier. (Heldentod.) An den Folgen einer schweren Verwundung, die er bei den harten Kämpfen im Mittelabschnitt der Ostfront erlitten hat, starb der Gefreite in einem Grenadier- Regiment - Alfred Lehmann im Alter von 22 Jahren in einem Heimatlazarett. Es ist ein Sohn der Familie Wilhelm Lehmann dahier, die bereits im Jahre 1941 einen Sohn auf dem Felde der Ehre verloren hat. Bis zu seiner Einberufung zum Heeresdienst stand der für sein Vaterland Verstor­bene, der Inhaber des EK. II und anderer Aus­zeichnungen ist, bei der Firma O. Walz, Lederfabrik, KG., in Offenburg , in Arbeit, wo er als braver und fleißiger Arbeiter galt. Er wird in seine Heimat

Jahre gestanden hatte, wurde ihm seine erste Frau von drei kleinen Kindern durch den Tod entrissen, und im jetzigen Krieg verstarb seine zweite Frau unerwartet rasch. Vor einem Jahr starb der ältest« Sohn im Osten den Heldentod. Nun kam in unseren Ort die Nachricht, daß auch der zweite Sohn, der Schütze Dominik Hilberer, im Osten sein Leben lassen mußte. Die ganze Geminde nimmt Anteil an dem Leid der schwergeprüften Familie.

Berghaupten . (Heldentod.) Im Alter von 29 Jahren starb im Osten der Unteroffizier in einem Grenadierregiment Hermann G e p p e r t den Hel­dentod. Er war verheiratet mit Frau Zäzilie geh. Lienhard, und Vater eines Kindes. Der Gefallene war ein Sohn der Familie des Holzsohlenmacher» Karl Geppert.

d. Niederschopfheim. (Auszeichnung.) Leutnant Hans Braun (im Zivilberuf Hauptlehrer an der hiesigen Volksschule) ist mit dem EK. II ausgezeichnet worden.

Zell a. H. (Von der Ortsgruppe der NSDAP .) Am Sonntag, n. April, findet in Hausach eine Schu­lung der Politischen Leiter, Walter und Warte durch den Kreisleiter statt. Abfahrt ab Zell 11,26 Uhr; Rückfahrt ab Hausach 15,1s Uhr. Uniformträger erscheinen in Uniform. Teilnahme für alle Pflicht.

th. Nordrach . (Aufstellung eines »Gedenk­steines.) Unlängst fand auf Mühlsteins lichter Höhe eine kleine Feier statt, die der Aufstellung «ine* Gedenktsteines galt. Letztes Jahr fand hier Förster Josef Dreher durch tückischen Zufall den Tod. Nun haben ihm seine Freunde ein Denkmal gesetzt, das auch kommenden Geschlechtern den Ort künden soll, wo ein echt deutscher Mann und treuer Ka­merad einem tragischen Schicksal zum Opfer fiel. Die Besucher des historischen Mühlsteins werden gewiß auch gerne diese Stätte besuchen und sinnend dort verweilen.

Der Rundfunk am Sonnlag

Reichsprogramm: 9—10 Uhr: „Unser Schatzkäst­lein" (Will Quadflieg , Werner Hinz ); ro. 15—n Uhr: Zwei Menschen. Die Geschichte einer Freund­schaft aus diesem Krieg, mit Erzählungen von Agnes Miegel und F. W. Hymmen; n—11.30 Uhr: Vor­schau auf das Rundfunkprogramm der Woche. 11.35—12 Uhr: Fröntberichte. 12.40—14 Uhr: Das deutsche Volkskonzert. 14—15 Uhr: Eugen Klopfer erzählt Märchen. 15—16 Uhr: Unterhaltungskom-

Die Verdunkelungszeiten vom rr. bis 17. April: Von 21,1 5 Uhr bis 6,10 Uhr.

ponisten im Waffenrock. 16—18 Uhr: „Feldpost- Rndfunk“. 18—19 Uhr: Beethoven , Brahms (Lei­tung: Kabasta ), 20.20—22 Uhr: Großes Unter­haltungskonzert. — Deutschlandsender: 15.30—15.55 Uhr: Solistenmusik des Barock. 18—19 Uhr: Be­schwingte Weisen. 20.15—21 Uhr: Dvorak-Konzert {Solistenjnusik). 21—22 Uhr: Italienische Opern­musik (Hamburger Kulturtage).

übergeführt und findet am morgigen Sonntagnach­mittag auf dem Friedhof in Weingarten seine letzte Ruhestätte.

Rammersweier. (Nähkurs.) Von der Kreissachbearbeiterin für Kleidung der NS. - Frauenschaft / Deutsches Frauenwerk Offenburg wurde in der hiesigen Nähschule ein Nähkurs durchgeführt. Die Frauen und Mädchen haben viel Anregungen erhalten und gelernt, wie man aus Altem Neues hersteilen kann, was den Teil­nehmerinnen viel Freude machte. Der Abschluß des Kurses wurde dann mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen gefeiert.

n. Elgersweier. (Beerdigung.) Am Donners­tag trug man im Alter von 18 Jahren Karl Kopf zu Grabe, den der Tod von dem schweren Leiden erlöst hat. Er war der einzige Sohn seiner Eltern und arbeitete beim Reichsbahnausbesserungswerk Offen­ burg . Von seinen Schulkameraden wurde er zu Grabe getragen. Mit Blumen und Kränzen nahmen diese, sowie seine HJ. -Kameraden, Abschied von ihm. Ein Vertreter der Reichsbahn legte unter ehrenden und anerkennenden Worten am Grabe ebenfalls einen Kranz nieder.

u. Zunsweier. (Heldentod.) Von harten Schick­salsschlägen ist die hiesige Familie unseres langjäh­rig«! Gemeinderechners Domink Hilberer heim­gesucht, Im vorigen Weltkrieg, in dem er «elbet vier

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brauchen Akten, Geschäftspapiere, kaufmännisches Schriftgut usw. nach der neuen Verordnung über die Ab­kürzung der Aufbewahrungsfristen verwahrt werden! Alte Akten werden zu neuem Leben erweckt durch die

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