Tiefe. Bis auf einen Mann, der tot geborgen wurde und vermutlidi mir Geschützbedienung ge­hört hatte, nahm das Boot Seine ganse Besatzung mit auf den Grund des Meeres.

Deutsch « fllflenangriffe bei Kriwoj Rog und Shitomir

DurChbruchsversach 4er Bolnchewjst#n wesflkh Smolensk gescheitert

Banden in erbitterten Kämpfen aufgerieben

dnb. Berlin , 16. Aug. Auf dem Balkan vetnidv taten Einheiten der dfeutschen Wehrmacht dieser Tage, im Zusammenwirken mit national-albani­schen Kräften, trotz anhaltender Regenfälle und schlechtester Wegeverhältnisse südwestlich Tirana eine größere kommunistische Bandengruppe, der sich auch verräterische Badoglio-Banditen ange­schlossen hatten. -In dem vollkommen aufge­weichten Gelände leistete der Feind zunächst hart­näckigsten Widerstand, um dann dem deutschen Vorstoß auszuweichen. Doch Tag für Tag gewan­nen unsere Soldaten Boden und blieben trotz aller Witterungs- und Geländeschwierigkeiten stän­dig am Feind, den sie vor sich herjagten. Hierbei kam es wiederholt zu erbitterten nächtlichen Nah­kämpfen, in denen die Banden aufgerieben wurden.

USA. -lnteresse im Libanon

d. Mersina, 16. Nov. Ministerpräsident Nahas Pascha hat den amerikanischen Botschafter Alex. Kirk empfangen, der ihm die Antwort der ameri­ kanischen Regierung auf die Protestnote des Mini­sterpräsidenten gegen die Vorgänge Im Libanon mitteilte. Die „Neuyork Times" betont in einem Bericht aus Algier , die strategischen Interessen der Vereinigten Staaten im Libanon seien nicht ge­ringer als die Großbritanniens .

Araber sammeln für die Opfer

d. Stockholm , 16. Nov. Wie äus Jerusalem ge­meldet wird, haben prominente Araber in Palä­stina ein Komitee geschaffen, das eine Spenden­sammlung zur Unterstützung der Opfer der Un­ruhen im Libanon durchführen wird. Radio Jeru­ salem meldet, daß die palästinischen Araber aus Protest gegen die Vorgänge im Libanon lfl Streik getreten seien. Es seien Straßenkundgebungen durchgeführt worden. — Auch die transjötdanische Regierung hat, wie Reuter meldet, wegen der Vor-

Ä im Libanon einen formellen Protest an die ehe Regierung gerichtet.

Indiens Knebelung wird verschärft

d. Barcelona , 16. Nov. Am 20. Oktober erließ die indische Regierung ein neues Sonderkriegs­gesetz gegen die „fünfte Kolonne" mit der Be­gründung, es werde versucht, in Indien Sabotage zu organisieren und die Kriegsmoral der Truppen sowie der Bevölkerung zu untergraben. Das neue Gesetz verschärft die Befugnisse der Kriegsgerichte betreffs der Todesurteile und verhängt für die Drucklegung und Verbreitung englandfeindlicher Schriften Deportation von zehn Jahren und lebens­länglich. Besondere Verschärfungen gelten für die Grenzgebiete.

Kritik au der britisch -indischen Emährungs- Wirtschaft

d. Bangkok , 16. Nov. Während der Dienstag- Debatte über die Nahrungsmittellage in Indien iy der indischen Zentralversatnmlnng in Delhi übte der nationalistische Abgeordnete Hussainbhai Laljii starke Kritik an der britisch -indischen Re­gierung, indem er erklärte, die Regierung ziehe die Zentralversammlnng nicht ins Vertrauen. Es sei zwecklos, den Sitzungen Überhaupt beizuwoh­nen, nachdem die Politik der Regierung bereits festliege. Der Abgeordnete verlangte sodann, die Regierung solle die Exportzahlen Indiens der Jahre 1939 bis 1943 veröffentlichen.

Tokio . Di« japanische Marineluftwaffe richtete bei einem überraschenden Luftangriff auf Buna großen .Schaden an militärischen Einrichtungen an. Die japanische Heeresinftwaffe vernichtete bei Angriffen auf Marhassa und Madano insge­samt 19 Flugzeuge und beschädigte weitere vier Maschinen schwer. Die Japaner verloren dabei insgesamt sieben Plugzeuge.

Tokio . In einer aufrüttelnden Rundfunkrede wandte sich Subhas Chandra Bose an seine Landsleute in Deutschland und den übrigen Län­dern Europas . Er umriß den Fortschritt der in­dischen Unabhängigkeitsbewegung in den letzten fünf Monaten.

Tokio . Ein japanischer Torpedobootsverband schoß bei Finschhafen ein feindliches Torpedo­boot ab.

Tokio . USA -Flugzeuge griffen im Verlauf der letzten Tage einige japanische Stützpunkte, u. a. auch Hongkong , vergeblich mit Bomben an.

dnb. Berlin , 16. Növ. Südwestlich Düjepro- petröwsk setzten die Sowjets am 15. 11. ihre Angriffe nach Heranführen neuer Truppen und mit Unterstützung von dreißig Panzern fort. Pan­zergrenadiere schlugen alle Vorstöße des Feindes zurück. Nördlich Kriwöi Rog griffen die Bol­schewisten an zahlreichen Stellen erneut mit star­ken Infanterie- und Panzerkräften an. Unsere Truppen Wiesen auch hier die Angriffe ab, geringe örtliche Einbrüche wurden in Gegenstößen be­reinigt. Bei den anschließenden deutschen Gegen­angriffen erzielten unsere Soldaten einige bedeu­tende Stellungsverbesserungen. Verbände einer Panzerdivision warfen die Sich zäh verteidigenden Sowjets zurück und ermöglichten dadurch weiteren deutschen Kräften, bis zu einer wichtigen Verbin- düngsstraße vorzu Stößen. Ifl diesem Kampfab­schnitt wurden 17 feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen, 71 davon allein im Bereich einer Division, während in einem Armeebereick am 14. und 15. 11. insgesamt 254 Panzer des Feindes var­nicktet wurden. Südöstlich Krementschug scheiterten weitere sowjetische Angriffe, die bis in den Abend hinein andatierten, an dem entschlos­senen Widerstand unserer Truppen. In einem Brückenkopf de» Feindes nordwestlich der Stadt wecheslte ein« Ortschaft mehrfach den Besitzer, um schließlich endgültig in unserer Hand zu bleiben.

Im Kampfraum südöstlich Sdiltomir durch­brachen starke deutsche Verbände bei örtlichen Gegenangriffen ausgebaute feindliche Feldstellun­gen, stießen in Bereitstellungen starker motori­sierter Kräfte der Bolsdrweisten und fügten ihnen erhebiicke Verluste Zu: 19 Panzerkampfwagen und 20 Pak des Feindes wurden hierbei abgeschossen und drei Batterien vernichtet. Zwei weitere sowje­tische Batterien uftd zahlreiche sonstige leichte und schwere Waffen fielen unseren Soldaten als Beute zu. Gegenangriffe der Bolschewisten blieben erfolglos. Südwestlich und besonders nordwestlich Gomel kam es wiederum zu schweren Kämpfen mit den ununterbrochen angreifenden feindlichen Verbänden. Nordöstlich der Stadt waren die Durchbrachsversuche der Sowjets von zahlreichen SckiacktfUegern und Panzern unterstützt. Die Vor­stöße der Bolschewisten konnten abgewiesen oder

Ereignisse aus aller

Berlin . In der zweiten Klasse der 10. Deut­ schen Reidhsletterie fielen drei Gewinne von je looooo RM. auf die Nummer 138015, außerdem fielen drei Gewinne rOn je 25 000 KM. auf die Nummer 92 621 und drei Gewinne von je 10 000 RM. auf die Nummer 93 217 (ohne Gewähr).

Stockholm . Durch eine Explosion im Minen­lager der Marine in Yorktown (USAA wurde in einem Umkreis von 30 km schwerer Schaden an- gericktet. Die Behörden lehnen eine Auskunft über die dabei entstandenen Verluste an Men­schenleben ab.

Stockholm . Nach einer Meldung aus Canberra gab der australisch« Premierminister Curtln be­kannt, daß der Herzog von Gioucester zum Ge- neralgouvemeur Australiens ernannt worden ist.

Genf . Die britische Admiralität gab jetzt die Verlust« bei der Versenkung des Zerstörers „Panther" bekannt. Danach gingen mit diesem Schiff drei Offiziere und dreiunddreißig Mann unter.

Genf . Der USA. -Außenminister Hüll erklärte vor Pressevertretern, er kenne keine zwei Län­der mit mehr gemeinsamen Interessen und we­niger Interessenkonflikten als die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion , wobei er England bezeichnenderweise „übersah".

Genf . Der parlamentarische Unterstaatssekre­tär im britischen Tronsportministerium Noei Buker beklagte sich in einer Rede in London Über die starke Zunahme des innerenglischen Eisenbahnverkehrs. Dieser sei in geradezu be­unruhigender Weise gewachsen.

Rom . Ein Haus der deutschen Wehrmacht wurde in Florenz eröffnet. Der italienische Stadtkommandant drückte in seiner Eröffnungs­ansprache seine Genugtuung über die kamerad­schaftliche Zusammenarbeit zwischen den deut­ schen und Italienischen Militärbehörden aus.

Rom . Am Morgen des 15. November stießen auf der elektrisch betriebenen eingleisigen Pri­vatbahnstrecke Rom —Vitero zwei Züge zusam­men. Die elektrischen Lokomotiven wurden aus den Gleisen geschleudert. Die Wagen schoben

aufgefangen werden; stellenweise sind die Kämpfe noch im Gange.

Im Abschnitt westlick Smolensk Setzten die Sowjets beiderseits der Autobahn ihre Angriffe unter Einsatz Zahlreicher Panzerkräfte in der glei­chen Stärke wie am Vortage fort. Di« Skh ent­wickelnden erbitterten Kämpfe gestalteten sich wiederum zu einem bedeutenden Abwehrerfolg unserer Grenadiere, die in diesen beiden ersten Kampftagen 25 großen Verbinden ies Feindes unetschüttert standhielten. Die klar erkennbare DurchbruchSabsicht der Sowjets ist von der deut­ schen Infanterie tm engen Zusammenwirken mit der Artillerie bisher vereitelt worden. Die Ver­luste der Sowjets an Menschen wie an Material sind außerordentlich hock. Im Verlauf des 14. und 15. November sind unter anderem im Raum eines Armeekorps 103 feindliche Panzerkampfwegeu vernichtet worden.

Nordwestlich Smolensk kam es ebenfalls zu schweren Abwehrkämpfen. Mehrere vön Panzern! begleitete Angriffe der Bolschewisten wurden un­ter Bereinigung kleinerer örtlicher Einbrüche im Gegenstoß abgeschlagen. Durch einen Gegen­angriff konnten unsere Grenadiere eine vorüber­gehend entstandene Frontlücke wieder schließen. Auch im Raum von Newel scheiterten zahlreiche von Panzern und Artillerie unterstützte Angriffe des Feindes. In dem unmittelbar folgenden Ge­genangriff wurde er zurückgeworfen und früher verloren gegangenes Gelände wieder gewonnen.

Die deutsche Luftwaffe unterstützte auch am 15. II. trotz ungünstiger Wetterlage die Kämpfe des Heeres durch zahlreiche Angriffe ihrer Kampf- und Schlachtfliegerverbände. Besonders im Raum von Schitomir bekämpften Tieffliegergeschwader die von feindlichen Truppen belegten Orte und die Widerstandsnester im Frontbereidi mit Bom­ben und Bordwaffen. Im Bahnhof Fastow flogen die mit Munition beladenen Waggons eines Gü­terzuges nach wenigen Bombentreffern in die Luft. Schiaditflieger- und Kaapffiiegerverbände fügten auch den Einheiten des feindlichen Nach­schubverkehrs erhebliche Verluste zu. Im Raum von Newel griffen Sturzkampfflugzeuge und schnelle Kampfstaffeln sowjetische Truppen- ansammluflgen mit gutem Erfolg an.^

Welt kurz gemeldet

sich infolge des Anpralls ineinander, Bisher wurden 58 Leichen geborgen, über 20Ö Personen) wurden verletzt. j

Rom . Auf dem von den Anglo-Amerikanern j besetzten Sizilien haben die im Schwarzhandel gezählten Lebensmittelpreise eine noch nie da­gewesene Höhe erreicht. Ein Kilo Brot kostet 35, ein Kilo Teigwaren 37, ein El 15 Lire.

Madrid . Der venezuelanische Außenminister Perez erklärte, daß Venezuela sich nach genauer Prüfung entschlossen habe, seine Politik gegen­über der Sowjetunion nicht zu ändern. Im Ge­gensatz zu den anderen ibero-amertkanisdhen Republiken hat Venezuela bekanntlich bisher kei­nerlei diplomatische Beziehungen mit der Sowjet­ union Sufgenoftmen.

Istanbul . Der Iranische Kriegsminister Ahmed! ist plötzlich gestorben.

Izmir . In Palästina wurde ein Komitee ge­gründet, dem auch der USA ^Innenminister an- gehört. Er hat skh die Unterstützung der jü­dischen Emigranten zur Aufgabe gemacht, wofür die in USA. -Häfen ankernden neutralen Schiffe eingesetzt werden sollen.

Lissabon . Der portugiesische Minister für öf­fentliche Arbeiten, Duarte Packeco. der — wie gemeldet — bei einem Autounfall schwer ver­letzt worden war, ist am Dienstag früh verschie­den. Die sterblichen Uebcrreste werden nach Lissabon gebracht, wo Sie am Sitz der National­versammlung aufgebahrt werden.

Tokio . Westlich des Tungtingsees in Mittelchina operierende japanische Truppen eröffnet«!, die Offensive gegen die 66. Tsdmngking-Armee, deren Verteidigungsstellungen längs des Yangtse- Flusses liegen. Im ersten Ansturm wurden am Donnerstag Itu, Heiungtu und Nihkiang erobert. Der Ring um die eingekesselten drei Divisionen der 79. Tschungking-Ärmee, deren Starke auf 30 000 beziffert wird, schließt sieh eBger.

Bangkok . Der nationalistische Abgeordnete Ixljii übte in der Dienstagsitztmg der indischen Zentrtlversammlung in Delhi starke Kritik an der britischen Ernährungspolitik.

Die Aaprt zw der WafcrMf

dnb. Tofcte, 16. Nov. Der Sprecher der {aBaM. sehen Regierung, Igucfai, kam auf einer Press«, koaferenz nochmals mit das verdächtige Schwelg«» der USA. -Bebörden zu den schweren Verhüten j» den Schlachten bei Bougataville zurück und bemerkte dazu, daß die moralische Haltung der amerikanischen Heimatfront offenbar die offiziell« Bekanntgabe der Verluste durch die Regierun* nicht mehr zulasse. Immer lauter fragten die amerikanischen Mütter, warum ihre Söhne in die

gefährlichen Gebiete des Südwestpafizik geschickt würden, um dort die den asiatischen Völkern ge­hörenden Inseln mit großen Opfern zu besetzen.

Das Fehlen eigentlicher Krtegspiän». so erklärt« der Sprecher, mache »ick immer mehr im USA, , Volk bemerkbar. Er verwies auf die Aunday Evening Post", die kürzlich ein Interview mit amerikansichen Soldaten brachte die die Ansicht vertreten hätten, sie wüßten im Grunde nickt, wofür sie eigentlich kämpften.

*

„Den Aufruf der japanischen Marine zum Fref- willigendlenst hat die japanische Jugend in Schang­ hai mit eisern beispiellosen Andrang zum Kriegs­dienst und besonders zur Marineluftwaffe beant­wortet", gab der Marinesprecher bekannt Japans Jugend habe damit einen erneuten Beweis für Ihre Bereitschaft abgelegt, für den Bestand des japani­schen Kaiserreiches und die Bildung Großostasieaa das Leben zu opfern.

Hinrichtung eines Verräters

Berlin . Der 54 Jahre alte Friedrick Schwarz aus 'Waren in Mecklenburg , den der Volksgerichts­ hof zum Tode verurteilt hat, ist hingerichtet worden.

Schwarz hat, als der Umsturz in Italien bekannt wurde, den Verrat Badoglios zum Anlaß genom­men, in seinem Betriebe über die deutschen Trup­pen in Italien niederträchtige Behauptungen aufzu* stellen und alarmierende Lügen über die damalige Kriegslage zu verbreiten. So erklärte er u. a., daß feindliche Streitkräfte den Brennerpaß besetzt und gesperrt hätten. Sein Verhalten nnd seine Aeuße- rungen hatten unter seinen Atbeitskameraden große Empörung hervorgerufen. Er hat in einem Augenblick politischer Höchstspannung den Ver­such unternommen, die Haltung der Heimatfront zu zersetzen und deswegen den Tod verdient*

Das Eisenbahnunglück in Indien

Bangkok . Bei dem bereits gemeldeten Eisen­bahnunglück in der Nähe von Madras wurden nach zusätzlichen Meldungen insgesamt 37 Personen getötet, während zwei weitere auf dem Transport ins Krankenhaus starben. Elf Personen wurden schwer, 77 leicht verletzt.

Bedingung: Bauer werden , Stockholm . Ein 17-Jähriger namens Richard Dewar hat, wie „Svenska Dagbladet“ aus London meldet, von seiner Mütter fünf Millionen schwe­dische Kronen geerbt, doch ist die Erbschaft an die Bedingung geknüpft, daß er Bauer wird, an­dernfalls fällt die Erbschaft an eine andere Person. Er hat vier Jahre Zeit über die Sache nachzudenken. An seinem 21. Geburtstag muß er der Erbschafts­behörde über seinen Beschluß unterrichten.

Bangkok . Der Rat der allindischen Moslem- Liga wählte am Sonntag Mohammed Jinnah erneut | zum Präsidenten für aas kommende Jahr. Jisuafc erklärte nach seiner Wahl: „Das Manöver der Regierung, die den Eindruck zu erwecken sucht, -W als ob es in Indien eine geeinte Zentralregierua| i, geben soll, zeigt, daß die eingefleischten Storiee, die in England herrschen, ihren Zugriff auf diese« ? Land nickt lockern wollen.“ 1

Max Barthel - Arbeiter und Frontdichter

Zum 50. Geburtstag am 17. November

(wpr) Man pflegt Max Barthel mit den Ar­beiterdichtem Lensch, Bröger, Engelke u. a. in eine Reihe zu stellen. Nicht mit Unrecht, denn mit ihnen hat Barthel Herkunft, Entwicklung, das Fronterlebnis und einen Teil des Stoffes in seinen Werken gemeinsam. Aber abgesehen davon, daß Barthel — was man ja von jedem echten Dicktet erwartet — über eigene Ausdrucksformen verfügt, hat er auch in Leben und Werk eine ausgeprägte Neigung zum Romantiker bekundet, der wir in Gedichten-und Romanen besonders schöne Lei­stungen verdanken.

Max Barthel wurde in Loschwitz bei Dresden als Sohn eines Maurers geboren. Die eckt deutsche Sehnsucht, zu wandern etwas von der Weit zu sehen, trieb den jungen Fabrikarbeiter durch Deutschland nach Holland , Belgien , insbesondere aber nach Italien , wo er mehrmals war. Das Erleb­nis der Fremde spiegelt sich im Schaffen Barthels oftmals wieder, am schönsten in dem von der Er­innerung an die goldene Jugendzeit verklärten Roman „Die Straße der ewigen Sehnsucht“ (1941). In ihm wird das Italien geschildert, das der Wan­derbursche sieht und erlebt. Auch er begeistert sich wie der Tourist für die landschaftlichen Schönheiten und die Kulturschätze des Landes, aber er dringt tiefer in das Wesen des Volkes ein, da er zu Fuß in abgelegene Gegenden kommt und in Osterien einkehrt, wo sich neben der Landbe­völkerung allerlei seltsame Gestalten cinfinden. Schließlich begegnet dem Wanderer das Mädchen Marianne, das für ihn bestimmt ist. Ein sehr ei­genartiges Buch! Aus seinen Wanderjahren schöpft der Dichter auch bei seinen Erzählungen „Das vergitterte Land" (1922), verfolgt dann aber ein weiter gestecktes Ziel in den Romanen „Der große

Fischzug" (1930) und „Das unsterblldie Volk“ (1933). In diesen bedeutungsvollen Werken wird gezeigt, wie sich der deutsche Arbeiter Im Ringen um eine Weltanschauung vom Geiste des Klassen­kampfes befreit nnd den Weg zur Volksgemein­schaft findet. Aehnliche Themen werden ln dem Gedichtband „Arbeiterseeie" (1920) angeschlagen, der auch so manche zarte, dem Volkslied sich nähernde Verse enthält. Das Erlebnis fremder Länder, die Welt des Arbeiters und der Krieg — diese drei Inhalte bestimmen das Schaffen des Dichters.

Max Barthal stand vier Jahre an der West­front und gehört heute der „Mannschaft“, Kame­radschaft der Prontdiehter ln der NSKOV. an. Als erstes brachte er zwei kleine Bände „Krlegs- i-xrik". Verse aus den Argonnen (1916) heraus, in denen er mit tiefer Empfindung und in schlich­ter Weise vom Leben des einfachen Frontsoldaten, seinem Denken und Fühlen erzählt „Freiheit", Neue, Gedichte aus dem Kriege, gab er 1917 heraus. Barthel erging es so wie anderen Front- dichtem, die von dem Kriegserlebnis nicht los­gelassen und immer wieder ztir Gestaltung ge­drängt wurden. .Vor allem ist et der vielen deutschen Soldaten unvergessene, durch Erzäh­lung und Lied schon sagenhaft gewordene Ar- gonnerwald, dessen Barthel / immer wieder ge­denkt. In der Erzählung „Sturm im Argonner- wald “ (1936), die in der Sprache das Volkes von dem stillen Heldentum des unbekannten Soldaten erzählt, spürt man in jeder Zeile, wie sehr das Herz des Dichters beteiligt ist. „Argonnerwald " heißt auch eine 1933 erschienene Sammlung von Balladen und Gedichten, die auf soldadsdtem Er­lebene beruhen. Damals wie heute ist es der gleiche deutsche Soldat, dessen Gedanken eich der Heimat zuwenden, während er tapfer und treu seine Pflicht vor dem Feinde erfüllt Im

Zusammenhang mit dem Weltkriege steht schließ­lich auch das Geschehen in Barthels Roman „Deutsche Männer im Ural " (1938). In ihm er­steht — nach einem Tschekistentagebuch — das ferne Sibirien , in dem der Kriegsgefangene Anton Bruckner lebt Wie auch in des das gleiche Thema behandelnden Büchern von Dwlnger und Krieger erfahren wir von den Abenteuern eines deutschen Soldaten, der neck friedlichem Inter­mezzo in einer kleinen russischen Stadt in die Hände der Roten fällt und Schreckliches erdul­den muß. —

Max Barthel lebte nach dem Kriege in Berlin und zog 1938 nach Dresden . Nach Lehr- und Wan- darjahren ist er in die geliebte Heimat zurück- gekehrt, der er in den schönen Geschichten der Sammlung „Danksagung" (1938) und dem lebens­bejahenden Roman „Das Land auf den Bergen" (1939) die Treue bekundet hat Fra. Heinrich Pohl .

Werdende Musiker ha Wettkampf

NSG. Während der letzten Wochen fanden in zahlreichen badischen nnd .elsässlsdien Banken Wettbewerbe statt, in denen eine Vorauslese des beste musikalischen Nachwuchses durchgeführt wurde. Die Jungen und MädeL zeigten im Vorspiel ihr Können auf den verschiedenen Instrumenten und fanden eine Wertung ihrer Leiatung durch Fachlehrer und die Musikbeauftragten der Hitler­ jugend . Neben der Punktwertung wurde euch eine Beurteilung über Begabung und Entwicklungsmög- llchkeit gegeben. Eine Reihe von Bannen kamt ausgezeichnete Ergebnisse melden. In verschiede­nen Kreisstädten fanden auch gut besuchte «nd freudig aufgenommene Konzerte mit den jungen Nachwuciupielern statt, deren Programmgestal­tung eine erfreuliche Höhe und Reife aufwies. Von den 250 Jungen und Mädel, die nun auf den

okn. Das Nationaltheater Mannheim wurde ein* geladen, einige Gesamtgastspiele des Schauspiel* und der Oper im Stadttheater Heidelberg *** geben

Verleger: Alfred Reiff (bei der Wehrmacht ) Druck und Verlag: A Reiff & Cie. Offenburg. Verlagsleiter: R. Hack (bei det Wehrmacht ), Stell­vertreter und Anzeigenleiter Rudolf Berten; Hauptschriftleiter; Carl Fürst. (Preisliste Nr. 8)-

verschiedensten musikalischen Gebieten als dis Besten ihrer Banns hervorgingen, wurden anhand' der durch die Vorauslese gegebenen Unterlagen etwa 100 ausgesucht, die in der Zeit vom 17. bis 20. November in Straßburg in einem Lager zusammengefaßt werden; in den Räumen der Ju- gendmusikschule werden im Wettkampf die Be­sten des Gebietes ermittelt. In dem großen, im Rahmen der als Reichsveranstaltung in Straßburg durchgeführten Hausmusikwoche stattflndenden Schlußkonzert werden die Sieger in den einzelnen Instrumentalgruppen dann wie im letzten Jahr vor den Straßburger Musikfreunden eine Probe ihres Könnens ablegen. Auffallend ist auch dieses Jahr wieder die starke Vertretung in der Gruppe der Tastinstrumente, in der neben den zahlreichen Klavierspielern diesmal auch drei Orgelspieler zu finden sind. Die Gruppe der Streichinstruments ist ungefähr halb so groß. Die Bläser sind in dis- sem Wettkampf stärker und mit besseren Kräften vertreten als im letzten Jahr. Jedenfalls hat die Vorauslese schon den Beweis erbracht, daß die Leistungsfähigkeit der Jugend auf kulturellem Gebiet auch im’ fünften Kriegsjahr nicht zurück- > gegangen ist, daß trotz Unrast und der starken Belastungen der Zeit junge Talente heranreifen, die für die Zukunft wirklich Ueberragendes er­warten lassen Hbg.

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