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lieren, erfüllte die Seelen der Inwohner Heidelbergs. Schrecklich war die Waffersnoth, als endlich das Eis in Gang kam! Wie vielen Schaden hatten einzelne Glieder der Inwohner? Welchen großen Schaden hatte die Stadt felbft? Ihre alte ehrwürdige Brücke, welche schon oft dem Gang des Eises Trop geboten gieng dießmal vers foren. Hinweg war auf lange Zeit die Hülfsquelle der Nahrung für manchen armen Mitbürger! Auch da, in diesem Unglücke, kam Troft. Tief gerührt ließ die Milde Carl Theodors Hülfe zus fießen. Dank Jhm, dem edlen guten Fürsten! Dank Jhin im Namen aller Armen, die damals die Noth gelindert bekamen.- Sanft ruhe Seine Asche!

Aus.

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V. 8.

Schnell brach der schreckliche Französische Revolutions Krieg Wer erinnert sich nicht noch der Schreckenstage, wo Heidels bergs Bürger oft nicht mehr wußten, welches loos ihnen zu Theil werden würde. Ueber neun ganze Jahre mußten dieselben das Abs wechselnde des Krieges empfinden. Hart zu heilen sind die Wunden, die es Heidelbergs und Mannheims Bürgern geschlagen hat. Ganzs lich verlassen, mußten wir uns von einem siegenden Feinde Gesetze vorschreiben lassen. Doch, Gott sey Dank! menschlicher, als ches mals, sind sie mit uns verfahren: Noch stehet unsre Stadt; unfre Vatershütte ist nicht abgebrannt; unsere Felder blühen; fort ist das Kriegsgetummel: Friede herrscht überall, und Heidelbergs Bürger freuen sich, bald wieder, durch die Herzensgüte eines der weisesten Fürsten Deutschlands regiert, von ihren Wunden sich geheilet zu sehen.

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Danket

Seyd

Ja, freuet euch, liebe Mitbürger, ihr habt auch Ursache, euch zu freuen: Euch ist besonders ein Glück zu Theil geworden, euch und allen unsern benachbarten Pfälzer Mitbürgern. Gott!-Bethet um das Wohl des Durchlauchtigsten Fürsten. Hoffet durch Ihn Glück, Ruhe, Friede und Wohlstand. arbeitsame Bürger. Er schäßet den fleißigen Haushälter.-- Denfet, wie glücklich ihr seyd, euren Landesvater um euch, ben euch, und unter euch zu haben Er, der so gerne hilft, der so Vielen schon geholfen hat, wird euch, Seine treuen, biederen Pfälzer; auch nicht verlassen.

Rufet also mit mir aus treuem Pfälzer Herzen:

Lange Jahre lebe, und beherrsche uns Carl Friederich von Baden!

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