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Ackersmann froh ihre Geschäffte treiben; Handel und Wandel blüh ten, und mit neuem Eifer lehrte Ruprechts hohe Schule: Minner von weitberühmter Gelehrsamkeit besetzten die Lehrstühle der selben, und aus entfernten Gegenden strömten Jünglinge herben, um von ihnen Weisheit zu erlernen, und durch dieselbe wurde der Stadt vieler Nutzen gebracht. Da war es gute Zeit: man hatte doppelten Verdienst die Hofhaltung des Kuhrfürsten, alle hohe Gerichts: stellen, die Universität- alles war in Heidelberg. Froh und glücklich waren Heidelbergs Inwohner.
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$ 5.
Nun kam der unglückliche Zeitpunkt, wo abermal Heidelberg von der Hand des Schicksals gegeißelt wurde. weigerung eines Theils der heil. Geist Kirche, welche der Kuhrfürst Durch die Vers ganz prátendirte, aufgebracht, verlegte derselbe seine Residenz nach Mannheim: mit ihm zogen die ersten Gerichtsstellen von Heidelberg nach Mannheim; und in kurzer Zeit war Heidelberg verlassen, und Mannheim stand in vollem Flor. Traurig, und sich in ihr Schicksal ergebend, mußten nun Heidelbergs Bürger mit ihrem noch übrig gebliebenen Theil zufrieden seyn. Schmerzvoll über ihren Verlust tröstete sie noch das, was bey jedem Unglück den Christen tröstet: fie vertrauten auf Gottes Fürsehung, und ergaben sich geduldig in ihr Schicksal.
§. 6.
Seit dieser Zeit war Heidelberg ein ausgestoßenes Kind. Niemalen konnte sie sich mehr des Glückes freuen, ihren Vater in ihren Mauern wohnend zu haben, und es blieb dieselbe bis hieher nur dem Namen nach die alte Residenzstadt. Bloß das Glück, ihren und aller biederen Pfälzer geliebten landesvater in der Nähe zu haben, machte, daß ihr Schicksal erträglich war, und noch lange Zeit genoß sie dasselbe, bis abermalen die Stammverlöschung der Fürsten Baierns ihr und der ganzen Unterpfalz einen empfindlichen Streich versezte. Kuhrfürst Carl Theodor, der Gute, verließ die Pfalz, und damit verwaiste Heidelberg, Mannheim, und das ganze land.
§. 7.
Wer weiß den im vorigen Jahrhundert geschehenen großen Schaden nicht, den Heidelberg durch den Eisgang erlitten hat? Schrecklich stand das Eis lange Zeit, der ganzen Stadt Verheerung drohend, aufgethürmt vor derselben. Angst und Schrecken wechselten immer in jeder Brust; Furcht, das Seinige, ja das leben zu vers
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