164 Indas der vernichte Böͤßwicht inChriſti Todt gegẽwaͤrtig geweßt/ warumb nicht bey dir? In hertzlichtr Erwegunz deſſen daß ein jeder Menſch in ſeinem Sterbſtundl von holis ſchen Feindẽ vnbeſchreiblich angetaſt/ vnd geplagt werde/ hat JEſus mit lauter Slim̃ auffgeſchryen/ vnd auß Mitleyden gegen vns bitterlich ges weint. Alſo bezeugen úber dife Wort/ tunc reliquity Matth, 4, Cape Auguft, Gregor, Athanafius, Theodoretus;; In der Chronick S. Dominici wird von dem ſeeligen Joanne Taulero geleſen/ was ſolcher für Verſuchung vnd Streit in ſeinem Sterb⸗Stundl außgeſtanden; der ware jederzeit ein Mann eines ſehr heiligen Wandels/ alſo daß er mehrmahlen in ſeinen Predigen verzuckt worden/ welches nicht ein geringes Zeichen ſeiner Heiligkelt/ diſer gottſeelige Diener GOttes Taulerus kombt in das Todt⸗ Bethl/ in die letſte Todts Aengſten/ in welchen er einen ſolchen hefſtigen Strit vnd Kampff außgeſtanden/ vnd von den vnſichtbahren Feinden alſo geangſtiget wor den/ daß vil auß ſeinen vmbſtehenden Ordens⸗Leuthen vnd Geiſtlichen vermeint/ diſer Mann ſeye/ auß gerechtem Urthlot⸗ feg ver dumbt worden/ nach dem er aber in diſem erbarmlichen Kampff mit Hitz vnd Schwitz die Seel auffgeben/ ſo iſt er naͤchtlicher Wek eiz nem feiner guten Freundẽ/ einem Religioſen erſchinen/ welcher anfangs on ſolchem Geſicht erſchrocken/ nach dem er aber von jhm getroͤſt wor⸗ den/ vnderſtehet er ſich zu fragen/ wer er ſeye? E go ſum joannes Tau- lerus, ware die Antwort/ ich bin Joannes Taulerus, dein geweßter guter Freund. Der andere fraget ferners/ in was Stands er fich befit de/ zumahlen er in ſeinem Todt⸗Bethl ſolche verzweiffelte Gebaͤrden gezeiget/ daß vil hierdur ch vermuthet haben/ er ſeye verdambt/ darauff Joañes Taulerus geantwortet/ liebſter Frater, ſprache er/ die boͤſe Geiſter auß der Hoͤll haben mich alſo mit jhrs Geſtalten gequellet in meinẽ Todt⸗ Vethl mit ſolchem Liſt mich angegriffen/ mit ſo groſſer Ungeſtum̃igkeit mich vmbgebẽ/ daß/ wañ mir die Gottliche ſondere§nad nit waͤre beyge⸗ ſprungẽ/ ware ich bald in ein Verzweifflung gerathẽ/ liebſter Frater, waßß ich in meinẽ letſten Nothen haͤtt koͤñen reden oder ſchreyen/ ſo hatt ich der⸗ maſſẽ geheult vnd geſchryẽ/ daß mein Stin weit ynd breit ware erhollẽ. KDiſes iſt begegnet einem gottſeeligen Religioſen/ einem/ der ein S piegel war der Vollkommenheit/ einem/ der frin Leben im Dienſt GOttes zugebracht/ einem/ Der nichts vmb die Sund gewůßt/ was wirſt du zu gewarten haben? du Sünder? der nach der Welt⸗ Regl lebt/trebt/ vnd ſchwebt? du? der weniger gute Werck/ als Blumen gehit der raube Februarius?dif ift begegnet Chriſto dem HErꝛn ſelbſt/ welcher der Brunn vnd Urſprung aller Heiligkeit wie wird eg dann dir gehen/ O ſuͤndiges Adams⸗Kind? der du alle ir fun y h fin fol hiy Gn hk dieo di