1 Begraͤbnuͤß Gedichte. Als Adler ſolteſt Du die Kinder deiner Zucht Mit freudiger Vernunft der Sonne gleiche leiten/ Und Ihres Witzes Schif den Pharos zubereiten/ Der oft aus frembder Hand vergebens wird geſucht. So muß ihr zarter Mund/ als Leiche/ dich betlagen/ Yhn Und lernen/ daß der Menſch des Himmels ſirengen J0ll Schluß Mol Ohn allen Wiederſpruch ſich meiſtern laſſen muß/ ikin Und/ was von Oben kommt/ mit Sittſamteit vertragen; hin Es faͤllt in ſolcher Angſt Ihn ·n dieſer Troſt Spruch ein: hafi IN, Der Herr/ ſo nicht verſtirbt/ wird unſer Bater fem.` lil Solociner Klugheit S chif verfallen in der Gruft iii Und die Beſtaͤndigkeit in allen deinen Thaten Kii In das verwirrte Garn der Gterbligfeit gerathen Mih Darauß der Menſch umſonſt zuruͤkke wird geruft? iwi Du ſolteſt der Gefahr Gewoͤlke von uns treiben/ wni Und unſer eit⸗Stern ſeyn bey ungeſtirnter Nacht/ iiig So wirſt du uns entruͤkt/ und in den Ort gebracht/ ibiti Da man der Aſche ſich muß laſſen einverleiben: Der Mund aus dem das Recht ſein gleiches Urtheil Wif ſprach/ Smi Muß hier geſchloſſen ſein/ und giebt dem Moder nach. Hiii Doch friſt das Faͤulniß auch den gantzen Keichel nicht/ m Das beſte Theil von dir entweicht dem grauen Bande/ hi Die Seele hat den Sitz in dem Gelobten Lande/ Vo kein Philiſter trotzt/ und keine Schlange ſticht. Es hemmen ihren Lauff nicht enge Dardanellen/ Kein Kalp und Abila macht Graͤntzen ihrer Luſt; Außʒug der Wiſſenſchafft iſt ihre beſte Koſt/ Und Engel ſeyn um ſie als reine Spiel⸗Geſellen;