——66 Begraͤbnuͤß Gedichte.Vollfuͤhrt mit eurem Ruhm das traurige Beginnen/Laſt auf den Toden Sarg viel tauſend Thraͤnen rin⸗nen/Und zeigt/ was euer Sohn vor Wehmuth wuͤrdig ſey/Ich wil/ ſ viel ich kan/ die bittren Tropfen ſtaͤrcken/Und die Gehülffin ſeyn bey dieſen Liebes Wercken/Ein Stoß wie euer iſt/ trennt ſelbſt das Hertz entzweyEhriſtliche Geduld.En leichten Regungen ſich gaͤntzlich zuentziehen/Und des Gebluͤtes Dampff zu iederzeit zufie⸗en/ft leichte zwar geſagt/ doch allzuſchwer gethan,Frer feiner Kinder Grab ohn alles Beinen ſchauet/Und ohne Seuffzer ſie zu laffen ihm getrauet/Iſt wie ein weiſſer Rab/ und wie ein ſchwartzerSchwan.Doch muß die Ubermaß hier ausgeſchloſſen bleiben/Es muf das Trauer: Shiff nicht weit vom Hafentreiben/Und das Gemuͤthe nicht gantz aus den Angeln gehn.Vernunfft und Hoffnung muß des Traurens Zuͤgelfuͤhren/(ruͤhren/Es muß/ weil Angſt und Noth uns Hertz und AdernDie Chriſtliche Geduld ſtets an der Seiten ſtehn/Es ſoll der edle Geilt nicht an der Erden kleben/Sein kluger Fluͤgel ſoll ſch Himmel hoch erheben/Und dencken/ was uns trifft/ kommt aus des HoͤchſtenSchluß/Was Hott dort oben uns hat ernſtlich WeheſpeegenDasME