6

Wo noch irgendwo lebensmittel vorhanden waren, zogen sie nicht eher davon, bis alles ruinirt war, folglich alles den Tod durch Hunger fand. Schrecklich schildert die Geschichte jene Zeiten.

§. 2.

Der so sehnlich gewünschte Westphälische Friede kam nun endlich zu Stande. Langsam, in einzeln Gliedern, sammelten sich die Reste Der Pfälzer in einem ausgeleerten verwüsteten lande. Auch Heidels berger suchten ihren alten Wohnort. Todt war ihr Kuhrfürst, durch Die Pfalz fiel ihrem den dieser unglückliche Krieg ausgebrochen. rechtmäßigen Herrn, einem friedliebenden Fürsten wieder zu. Langs fam erholte sich dieselbe aus dem ausgestandenen Ungemach. Endlich aber herrschte nach langen Jahren wieder Ruhe und Wohlstand. Man vergaß nach und nach die ausgestandenen Schrecken.. schmeichelte sich eines langen Friedens. Künste und Wissenschaften brachten bald wieder schönere Gegenden aus jenen verheerten Brand: stätten hervor. Auch Heidelbergs Universität stand wieder herrlich, mit gelehrten Männern geziert, da. Froh war der landmann, froh der Städter, froh der Beamte. Alles war wieder lange Zeit, wie es vorhin war.

§. 3.

Man

Aber kaum war eine Reihe von Jahren vorbey: so mußte Heidelberg abermals das Schreckliche des Krieges schmecken. Frankreichs Heere überschwemmten die Pfalz. Heidelberg wurde abermalen so, wie im dreyfigjährigen Kriege, hart heimgesucht. Verschiedenemale ausgeplündert, der Wuth deren unbändigen Sol: daten überlassen, mußte sie endlich auch noch durch allgemeine Ab: brennung tief gedemüthigt werden. Da waren also unsere vorherigen Inwohner genöthiget, ihre Vaterstadt wieder aufzubauen, als der nachherige Friede ihren guten Landesvater wieder herbeykommen hieß. §. 4.

Nur die eigene Vorliebe der Pfälzer an ihren Fürsten machte, Wohlthätige Unters daß alles bald wieder so stand, als es war.- stützung des damaligen Kuhrfürsten brachte Heidelberg bald wieder aus seinem Schutte hervor, und es stand die alte Residenzstadt wieder zwischen dem friedlichen Ufer des Nekkars auf ihrem alten Plage, mit vielen herrlichen Gebäuden geziert, da. Nur das alte ehrwürdige Stift zum heiligen Geißt, nebst noch einigen Gebäuden, blieb von der Wuth der Flammen verschont, sonst war alles neu aufgebaut. Jest sah man den fleißigen Handwerker, den arbeitenden

Adfersmann ten, und mi Minner von felben, und

von ihnen 2

vieler Nugen Berdienst fellen, die glücklich way

1

Nun Fa

von der Hand weigerung ein ganz prátendir Mannheim: m nach Mannhei Mannheim ftan ergebend, muß gebliebenen The troftete fie nod fie vertrauten ihr Schickfal.

Seit diefe Niemalen fonnt

ihren Mauern

nur dem Namen und aller bieder haben, machte, d genoß fie dasselb

Baierns ihr und

verfeste. Kuhrfü

and damit verwa

Wer weiß Schaden nicht, Shrecklich stand drohend, aufgeth immer in jeder