94 Liebe zwiſchen Hertzog Tugenand Ein Sinn ſo vor den Witz nur ſeine Fehler zehlet/ Und ſich durch dieſes auch zu einem Engel macht. Diß iſt der feſte Grund von meinem reinen Feuer/ Kein geiler Schwefel hat denſelben mir erweckt/ Du haſt(ſag ich zuviel? O ſchoͤnes Ungeheuer/ Durch keuſche Funcken mir die Geiſter angeſteckt. Die Glut nun/ ſo von dir/ mir in das Blut geflogen/ Lauft als ein neuer Gaſt verwoͤrret hin und her/ Gie noͤtigt mich zu dir/ ich werd itzund gezogen/ Mit mir bey dir zuſeyn iſt eintzig ihr Begehr. Ein Trieb von Ungedult/ ein unbekanter Schmertzẽ/ Den ich nicht nennen kan/ entfuͤhrt mich ſelber mir/ Mein Geiſt beweinet mich/ und wuͤnſcht mit dir zu⸗ ſchertzen/ Wann ich entſchlaffen bin ſo ſprachet er von dir. Er baut alsdann vor dich ein Luſthauß von Jeßmi⸗ nen/ Wo keine Liebligkeit und hohe Macht gebricht/ Er wuͤnſcht bey deiner Luſt zu Tiſche dir zudienen/ Und alle ſeine Krafft iſt nur auf dich gericht. N Er heift mich manchesmahl dich in dem Schlafe kuͤſ⸗ ſen/(Lufft; Was kuͤß ich? ſchlechten Wind zwas faß ich? duͤnne Wann ich erwachet bin/ ſo muß ich ſolches buͤſſen/ Und merde mie ein Wind/ ſo nach dem Waſſer ruft. Erwege meine Noth geliebte Zuchtheimine/ Verbirg dein Auge nicht/ entzieh nicht deine Hand/ Und glaube daß ich dir mit vollem Hertzen diene/ Wilſtu verſichert ſeyn/ erforderſt du ein Pfand. Mein Hertze wolt ich dir zwar itzt zum Geiſſel geben/ Doch wie zuvor geſagt/ du haſt es mir entfuͤhrt/ ion Un Wif Yfel II | a ga doil 1 | MGi í Í M | Atih Cigi Hig l n i 1 ai | Cin Mii Mi | Mh zs i