112 Libe zwiſchen Hertzog Tibald ſeinen Flammen ferner freye Lufft zu geben; ſolche aber auch in dem engen Behaͤltniß des Hertzens laͤnger zubeſchluͤſſen/ war ihm ein wenig ertraͤgli⸗ cher/ als die Hoͤllen⸗Pein. Wie ſinnreich iſt aber die Liebes Auf Gutachten des Hertzogs bittet ob⸗ genennte Jungfrau Erlaubnuͤs ihre liebe Eltern zubeſuchen; Pferd und Wagen werden fertig ge⸗ halten. Sie machet ſich auf die Reiſe/ wird aber alſobalb/ ohne iemahls ihrer Eltern Hauß zu beruͤh⸗ ren/ in ein Fuͤrſtliches Sehloß auf dem Lande gez bracht. Der Hauptmann ſelbigen Ortes/ der ſchon gewiſſen Befehl deſſentwegen uͤberkommen/ em⸗ pfaͤhet ſie freundlich/ und ordnet ihr etzliche ver⸗ traute Frauen zu. Es ward aber kurtz zuvor aus Schnitzwerck ein Bild zugerichtet/ ſo an Au gen/ Hals und Bruſt der Krancken vollkommen aͤhn⸗ lich ſahe. Das uͤbrige Theil ſo Leib ſeyn ſolte/ war nichts anders als ein Hembde/ mit Wolle und andern Zeuge kuͤnſtlich ausgeſtopfft. Dieſes Bild ſo ich itzt beſehrieben/ wird/ als ſich niemand Frembdes bey der Krancken befindet/ auf die Er⸗ de geleget/ und zum Uberfluß bald ein Geſchrey gemacht/ Lettice von Hort/ welche ſich unterdeſſen in einem verborgenen Zimmer verſchloſſen/ ſey ploͤtzlich verſchieden; Der Schloß⸗Hauptmann/ ſo Meiſter des gantzen Spiels war/ befiehlet ſchleu⸗ nig einen Sarg zu beſtellen/ und die vermeinete Leiche — |(ieo firmi |an ' igh idth pau pug iad mw nd Wi in N hugo (wilen I anid | milh mMm | fn, Ril (N | Ri) | i T
zum Hauptmenü