67Bürgermeiſter.In Frieden, wie ich Euch beſchiedm 8 ich beſchied,Willkommen Ihr und Euer Lied!Chor der Gäſte.Willkommen, der Ihr kommt in Fried'!Willkommen Ihr und Euer Lied!Hunold(Regina immer im Auge. Regina's ſtummes Spiel: ſie fühlt ſich durch die Macht desZaubers gewaltſam zum Sänger hingezogen, verläßt Heribert, kämpft ſichtlich gegenden innern Drang, leiſe Hunold näher kommend).Es wirbt des Sängers höchſte KunſtMit ſeinen ſchönſten WeiſenUm holder Frauen Huld und Gunſt.Das will ich heute preiſen.Wohl blüht und prangt viel edle Zier,Gar herrlich anzuſchauen—Das herrlichſte von Allem mirSind ewiglich die Frauen.Thät' ich auf höchſtem Berge ſtehnUnd ſäh' in alle Fernen,So würd' ich nur die Frauen ſehnMit ihrer Augen Sternen.Und zieh'n die Sterne uns empor—Ein Stern iſt mein Vertrauen:Ich ziehe allen Sternen vorDen Augenſtern der Frauen.Lohnt mir mit Eurer Augen HuldUnd Eures Mundes Süße!Es iſt das Sängerherz d'ran Schuld,Daß ich Euch ſo begrüße.Vergeudet iſt mir alle Zeit,Kann ich zu Euch nicht ſchauen:Es leben und blühen in EwigkeitIm Himmel auf Erden die Frauen!(Regina erfaßt einen Seſſel, um ſich aufrecht zu erhalten.)Chor der Männer.Ein herrlich Lied, ein Zauberſang,Der jedes Frauenherz bezwang!