686 Deß Simplicianiſch⸗teutſchen Michels tharin(die mir zwar keine Verwandſchafft geſtehet/ ſondern mich zum Salbader logiert/ wiewol ſie die drey aͤrgſte Ertz⸗Nar⸗ ren in der Welt auffeinen Wurff/ gleichwie ich den Simpliciſſi⸗ mum gebohrn) in ihrem Kindbeth am 20. Capitel mit lebendigen Farben geiſtreich genug abgemahlet/ allwo ſich der großgůnſtige Leſer/ Berichts erholen mag. Es iſt aber ſchon vorlaͤngſt eine allgemeine Sucht eingeriſſen/ deꝛ Art/ daß die jenige/ ſo daran kranck ligen/ weit von ihrem Vatter⸗ land gebuͤrtig zu ſeyn wuͤnſchendieſe wurde ſo hefftig/ daß auch aus ſelbiger ungereimten Thorheit ein Sprichwort entſprungen: welches man zu denen geſagt/ die mau verachten wollen;(nemlich) Ddu biſt nicht weit her! Wann nun ein Narrheit die andere entſchuldigen koͤnnte/ ſo muͤſte dieſe denen/ welche aus Ceutſchge⸗ bornen zu der auslaͤndiſchen Nationen Affen worden/ umb et⸗ was wenigs zum baͤſten gedeyen(vornemlich/ weil ohne das kein Prophet in ſeinem Vatterland etwas gilt) alſo daß man ſie noch neben andern Bloͤdhirnigen gedulden moͤchte. Doch behuͤte mich mein Gott/ daß ich einen/ der gelerniger als ich/ klůger als ich/ erfahrner als ich/ hoͤfflicher als ich/ geſchickter als ich/ verſtaͤndiger als ich/ kunſtreicher als ich /c. darumben unter die Narren zehlen ſolte/ weil ich ſelbſt ein ignorant und grober unges ſchickter/ nnwiſſender Eſel zuverbleiben prædeſtinirt ſeyn/ und nicht zum tauſendſten Theil ſo viel Witz haben moͤchte/ mich/(wie ſie es koͤnnen /) durch die laufſige mode unſerer Zeit/ bey jederman beliebt und angenehm su machen: Rein fo weit treibet mich der Neyd und Mißgunſt nicht! Aber gleichwohl erinnert mich der Eyfer/ vor die ehemahls ſo hochberuͤhmte teutſche Standhafftigkeit/ die jenige Wanckelmuͤthige/ ſo aus obiger Kranckheit angetrieben) ihrem Vatterland frembd werden wollen/ zu dem weiſen Thale in die Schulzu ſchicken/ welcher dem Gluͤck eben ſo hoch gedanckt/ daß er ein Griech und kein Barbarus/ als daß er kein Weib ſondern cin Mann/ ja kein unvernuͤnfftig Thier/ ſondern ein Menſch geboh⸗ ren wordentund hierzu veranlaſt mich vornemlich diß/ daß ich taͤg⸗ lich ſehe/ wie etliche ünſerer CLands leute ſich ſelbſt verderben/ und ihrer teutſchen Art abſter ben/ wann ſie ſich neben Ergreiffung frem⸗ der Sprachen/ auch frembder delicater Speiſen/ praͤchtiger Kley⸗ dungen Gehrguchs/ und im uͤbrigen durchaus ein zaͤrtlich weibiſch/ ja ſchier viehiſches Leben angewoͤhnet/ und ſich alſo ihres Herkom⸗ mens/ Standes und Namens entwuͤrdigt haben. Schön ſtehets/(wie auch ſchon oben gemeldet /) wann einer Sprachkündig iſt/ nñ gereiſet hat! Aber gleichwol ſchaͤtzte das O⸗ racul zu Delphis, Aglaum Pſophidium vor den allerglückſeeligſten Menſchen ſeiner Zeit/ ob er gleich niemalen keinen Fuß aus feinem geringen Bauren⸗Gut geſetzt/ noch eine andere Sprach/ als die feine Mutter geredet/ gelernet hatte; Uber das baben die affte⸗ i fen at “A ntal ituh gug | yW Iput “frole dap ti pinan niy putlijil pon fumba tinek (ntate Meill ntah rigidi N q oreinek Hochlitegt statali nmn Gallis, el | Aen oleen Wiole! Anad falend Reunkleh kigik Me Gei Aohunz 4 dleii 1 tong felen 1 itih Ye Rinig Hmp Wdiethen Wo Crbhod Derin oktet M ana {
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