708 Deß Simplitianiſch⸗teutſchen MichelsMutter verſtehen/ oder einiger Oecäpus, ja die sphinx ſelbſt nicht/ſolche Verwandlungen und dunckle Dollmetſchungen errathen undaufloſen koͤnte/ was ein Teutſcher von dem andern haben wolte.Hingegen verbleibt ein Baur fein im Glaiß ſeiner Einfalt/er laͤſts bey den alten Loͤchern bleiben/ und ſucht gar nit/ wie ihr zumTheil euch damit küͤtzlet/ durch Erfindung neuer Woͤrter großge⸗acht zu werden/ weil er baͤſſer/ als viel andere nicht thun/ ſeine unver⸗moͤgliche Gebrechlichkeit erkennet/ einesmals ſpatzierte(potz! luſt⸗wandelte ſolte ich auffnen Teutſch geſagt haben) ich mit einem ſol⸗en in ſeinem Krautgarten herumber/ worinn ich die Angelicamſchon blůhen fande/ ich fragte ihn/ wie er daſſelbe Gewaͤchs nenne?Er antwortete Kahillika/ ich ſagte:es heiſt angelica, er aber hieltmir Widerpart und antwortet: alle meine Nachbarn die dieſes ha⸗ben/ ſagen ihm Kahillika/ auch der hats fo genennet/ von dem wirsbekommen haben? ſolte ich ihm danu nicht mehr glauben als euch?der ihr mir allein einen andern Ramen fuͤrſchwaͤtzen wolletlebenalſo daͤrfſts euch Sprachſaͤuberern auch gehen/ ſo fern ihr zu derangeregten Gevatterſchafft erkohren werden ſoltet; Indeſ⸗ſen hat mich dieſes Bauren Antwort zu glauben veranlaßt/ daß ſei⸗nes gleichen hiebevor auch aus zmarena Amarellen: aus JraBirn/ aus betroſelmum Peterlin/ aus bruna Pflaumen/ aus Co.rion Coriander/ gleichwol aber nicht aus Victoria Siegwurtz/noh aus Palma Chriſti Fuͤnfffinger WMurtzel gemacht haben/worbey ichs dann bewenden laſſe/ und euch freundlich bitte/ ihr wol⸗let euch ohnſchwer belieben laſſen/ das eilfft Capitel in dem luſti⸗gen Tractaͤtlein von den dreyen groͤſten Ertz⸗Narren in dergangen Deltaufguflagenunuf be ihr dorten nicht baͤſ⸗ſer/ als hier bey der evatterſchafft mit der Wahl/ angeſehen undbeobacht worden/ den Vor zug zu haben.Der Teutſche Michel ſtellet hier/Die Teutſch⸗Verderbets Narren fůr/Er meint es gut/ und raͤthet fein/Fedoch/ was hülffts? man thut es nicht/Dieweil ſo viel der Kitzel ſticht/Sprach⸗Narrenin der Weit zu ſeyn⸗Ser Kunſt veraͤndert dis und das/lind Quintiſirt ohn Unterlaß/His er den Sprach⸗Laut gar verſtimmt/Und radbrecht es ſo mancherley/Dab man nicht weis recht/ was es ſey/Auch jedem/ ders hört/ wunder nimmt/Daß/ die ſo viel ſich bilden ein/So groffe Teutſche Narren ſeyn/Drům mercke dis/ wer weis und klug/Die Teutſche Sprach iſt rein genug⸗gbtUwergwoyerlembl§wiatichrt/ Wwfude(0ngeletiChidiMen ValDeri albereFumereitenMelonimgfminfeblenjorenVaidmGAbehde⸗DickinteoD een-niietiojnneniolDinitMastiMigtnbienEtoneneae iineiDasAekBriediT