(56) 28.Die Chur⸗Brandenburgiſche Rechte und Prærogativen inAnſehung des Reichs⸗Ertz⸗Cammerers⸗Amt ſind hauptſaͤchlichdieſe:(.) Traͤgt der Churfuͤrſt, als Ertz⸗Caͤmmerer, dem Kay⸗ſer bey der Kroͤnung und andern Solennien das Seepter vor, undſtehet dem Churfuͤrſten von Sachſen zur lincken Seiten. Aur.Bull. cap.22.(Il.) Reichet er dem Kayſer in einem ſilbern Hand⸗becken das Waſſer, um die Haͤnde zu waſchen; welches deſſenVicatius oder Erb⸗Caͤmmerer der Fuͤrſt von Hohenzollern bekom̃t.Dieſes ſilberne Geſchirr ſoll gleich den andern auch biß 32.Maret Silber wiegen, Aur, Buli, cap. 27.§. 3.(III) Hat der⸗ſelbe wie die andere Churfuͤrſten das privilegium de non appellan-do, und dieſes nicht nur in Anſehung ſeiner Chur⸗Laͤnder, ſon⸗dern auch. vermòg eines Anno 1703. ifin ertheilten Special- Pri-vilegii, wegen aller ſeiner uͤbrigen Laͤnder.(IV.) Mag derſelbemit ſeinen Lehenhafften Fuͤrſtenthuͤmern und Landen als mit Al-lodial Gütern verfahren; doch ſo, daß ſie erſtlich bey dem Thurund Fuͤrſtlichen Hauſe Brandenburg verbleiben, und zweytensden mit Schweden, Sachſen und Heſſen gemachten Vertraͤgenund Erbverbruͤderungen nicht zum Nachtheil gereichen.(.)Darff er ferner nach eigenen Gefallen neue Zoͤlle anlegen, undauf allen Stroͤhmen Muͤhlen bauen. Limn. Addit. Tom. IV. lib.S. cap. 7. num. 136.(VE) Hat er auf dein Reichs⸗Tag ſiebenStimmen, als nemlich eine iin Churfüuͤrſtlichen, fuͤnff im Fuͤrſt⸗lichen, und eine im Reichs⸗Graͤflichen Collegio. Die Fürſtlicheme wegen Magdeburg, Pommern, Halberftadt, Minden undCamin ꝛc.Der jetzt regierende Koͤnig von Preuſſen und Churfuͤrſt zuBrandenburg ift Fridericus, gebohren den 24. Fay. barfa gu:;: a: aĵmaͤhlt mit Eliſabetha Chriſtina, Hertzog Ferdinands Albrechtsvon Braunſchweig⸗Wolffenbuͤttel Tochter den 12. Jun. Anno1733. Jucce ürte Er dem groſſen Preußiſchen Monaschen ſeinemHerrn Bater Friedrich Wilhelm, nady defen in diefem Jahr den31. May fich ereigneten hohen Todes⸗Fall.a A