%2(64) 3 Das eilffte Capitel. Von Der Chur Hannover, und Dero Rechten und Præ⸗ rogativen. A efes ift unter den Weltlichen die ſechſte Chur, welche erſt⸗ lich zu unſerer Zeit an dieſes Durchlauchtigſte Hauß ge⸗ kommen iſt. Der eigentliche Urſprung dieſes hohen Stamm Gefehlechte wird von Azone IV. Marggrafen von Elte hergeleitet, einem Sohn Hugonis III. von Ferrara. Diefer zeugte mit Kunigunda, Hertzogs in Bayern Guelphi III. Tochter Guel- phum IV. welchen die Hertzoge von Braunſchweig⸗Luͤneburg fuͤr ihren Stamm⸗Vater erkennen; Kayſer Henricus IV. war die⸗ ſem Guelpho dermaſſen gewogen, daß er ihm das Hertzogthum Bayern gab, nachdem er ſolches dem Hertzog Otto wegen Re⸗ bellion entzogen hatte: Dieſer Guelphus fiel zwar darauf auch in des Kayſers Ungnad, weil er es gegen ihn mit dem Pabſte hielt; deim ungeacht aber wurden deſſen Nachkommen ſehr maͤchtig: Henricus Leo, deſſen Uhr⸗ Enckel, ob er gleich vom Kayſer Fri⸗ derico l. in die Acht erklaͤret wurde, und dadurch ſeine meiſten⸗ theils von ihm felbft eroberte Laͤnder einbuͤßte, behielt dennoch Braunſchweig und Lüneburg, als Guͤter, die ihm von ſeiner Mutter Wufhildis aus dem Billingiſchen Stamm, zugefallen waren. Die Lemwata, die ſich von dieſem groſſen Helden in Hennings Lheatro Geneal. T. III. p. 2. befinden, zeigen, wie man ſeine Laͤnder Preiß gegeben, und ſich darein getheilet hat. Von ſeinen Nachkommen behielt deſſen Enckel Otto puer die Braun⸗ ſchweig⸗Luͤneburgiſche Laͤnder: Deſſen beyde Soͤhne Alt ertus und Jobannes theilten darauf ſolche, und bekam der erſte Braun⸗ ſchweig und der andere Lüuneburg. Erneſtus Pius von der Lüne⸗ burgiſchen Linie hatte zwey Soͤhne Henricum und T pr er S a r a a