4(60o)$ ſolchen Oertern, welche dergleichen Gerechtigkeit unterworffen ſind, in die Zahl der Leibeigenen anzunehmen, Fug und Recht hat, alſo und dergeſtalt, daß ſie ſich der Chur⸗Pflichten, und zur Erlegung eines gewiſſen Bahr⸗Zinſes und Sterb⸗Gefaͤlle verbunden machen nluͤſſen, weswegen mit Chur Mayntz, Trier und Coͤlln, wie auch dein Hertzoge von Lothringen, wegen der Grafſchafft Falckenſtein, und den Rheiniſchen Grafen in Anno 1665. und 1666. groſſer Streit entſtanden, der jedoch wiederum durch Compromifs der Kron Franckreich und Schweden, mit Vorbehalt Roͤmiſcher Kayſerlicher Obmannſchafft in erſtgedach⸗ tem 1666ſten Jahr, in des Heil. Reichs⸗Stadt Heilbrunn beyge⸗ fegt und verglichen worden iſt: Saß ſonſt(VI.) der Churfuͤrſt von Pfaltz dem Kayſer zur rechten Hand, neben dem Koͤnig in Boͤh⸗ inen: Trug(VII.) in der hoͤchſten Proceſlion den guͤldnen Reichs⸗ Apffel als Ertz⸗Truchſeß: Wann das Roͤmiſche Reidh(VIII.) ohne Ober⸗Haupt ſich befindet, war Chur⸗Pfaltz in den Landen des Rheins, Schwaben und Fraͤnckiſchen Rechtens, Fuͤrſeher und Vicarius, welches ihm aber bißher von Chur⸗Bayern, wie oben gemeldet, if diſputiret worden.(IX.) Iſt derſelbe durch gantz Teutſchland Schutz⸗Herr des Johanniter⸗Ordens. (.) Soll Ihme die von Roͤmiſchen Kayſern verſetzte Staͤdte und Herrlichkeiten, mit eben denen Conditionen und gleichem Preiß, wie ſie verpfaͤndet worden, einzuloͤſen; und ſo lang in⸗ nen zu behalten, biß die Wieder⸗Erſtattung erfolget, erlaubet ſeyn: Er vermag nach habendem Privilegio( X1.) nicht nur allein Adeln, fondern auch Edelleuthe in den Grafen- Stand erheben. (XH.) Sind feine Unterthanen, Bafallen. und Beamten vont Rothweiliſch⸗Weſtphaͤliſch⸗ und andern Gerichten befreyet. EXHI) Leuchtet dadurch deſſen Hoheit und Prærogativ am klar⸗ ſten hervor, daß er, laut altem Herkommen und der guͤldnen e$§- n sa 11 Allein dieſes brivi⸗ egium iſt ſo groß, daß es deßwegen laͤngſt ſcheinet prælcribi⸗ Hii in. gen làngft feheinet p Die