————59Und harrt auf Antwort noch zur Stell'Des Uebermuthes Schmachgeſell?!Hier iſt der Pakt! Gerreißt das Pergament) denn unvollbrachtBlieb Euer Werk in einer Nacht.Die Ratten ſind in meinem Haus—Verlaßt die Stadt! Der Lohn iſt aus!Mehrzahl der Männer.Holla! Recht iſt ihm geſcheh'n!Fort auf Nimmerwiederſeh'n!Die Weiber.Mag der Spruch mit Recht ergeh'n,Unrecht iſt ihm doch geſcheh'n.Hunold.Der Lohn iſt aus! Er bleibt im KaſtenDer Stadt— die Ratten ſind ja fort!Doch hört! Nicht riſten und nicht raſtenWill ich, bis Recht regiert am Ort!Mit Königsfrieden bleib' ich hier,Zum Trotz des Undanks feilem Hohne!Die Jungfrau ſchenke Frieden mir,Verletzung wünſcht' ich nicht zum Lohne!Euch, Herr, wollt' nimmer ich betrüben,Ich bitte, daß Ihr mir das glaubt!So freien Spielmanns Scherz zu üben,In vielen Landen iſt's erlaubt.Ihr aber(zu Wulf und den Feinden), die Ihr, um ſo wilder,Je nied'rer, Euer Ziel erreicht—Des Rattenkönigs Ebenbilder,Von Euch wird mir der Abſchied leicht!(Hohen Hauptes vor dem Bürgermeiſter und Regina, die ihm, wie oben, mit Theil⸗nahme nachblickt, ſich verneigend— ab.)Die Bürger verlaſſen mit Hunold die Halle und auch das Volk der Gaſſe, darunterwieder mehrere Kinder, eilt ihm nach.Chor(Wulf voran).Rattenkönig! Packe Dich!Nieder mit dem Herxerich!Wulf.Gebt ihm, daß mit ihm wir quitt,Seinen Rattenkönig mit.(Ab.)