62Ach! Die Angſt verzehret mich!Hunold, rette mich und Dich!Hunold.Gertrud, meine Gertrud! DuKommſt in dieſem Augenblicke?Wer rief Dich aus Deiner Ruh'?Trotzeſt Du auch dem Geſchicke?Laß mich jetzt! Mein Weg iſt ſteil!In der Rache iſt mein Heil!Gertrud.Deiner Gertrud bieteſt DuSolches Wort und ſolche Blicke?Nur bei Dir iſt meine Ruh',Trotzen will ich dem Geſchicke!Wär' der Weg auch noch ſo ſteil,Nur wo Du biſt, iſt mein Heil!Hunold.ſecein! Es zitt're, wer mich trat,Rache nur ſei meine That!Gertrud.ette mich aus meiner Noth!Folge nicht dem Rachetriebe!Was Du ſinneſt, iſt der TodDeiner Treu' und meiner Liebe!Brich entzwei der Hölle Ketten,Meine Liebe muß Dich retten!Hunold.Engel Du! Ich bin beſiegt!Dir muß alles Böſe weichen,Selbſt die Hölle unterliegtDeiner Liebe ohne Gleichen!Gertrud, ja, ich folge Dir!Dieſe Nacht noch— fort von hier!Gertrud.NKun iſt's gut, iſt alles gut!Jetzt ſeh' ich den Himmel offen!Hunold.Deine Liebe und mein MuthMuß erringen, was wir hoffen!