42 Engler, über das Erdöl von Baku. abzweigen. Durch die eine dieser Röhren tritt die Naphta ein und zwar unter die destillirende Flüssigkeit, durch die zweite wieder aus, um in gleicher Weise durch den folgenden Kessel u. 8. f. zu flieſsen. Jeder Kessel ist mit Abschluſsventil versehen, welches bei Bruch der Leitung von oben sofort abgeschlossen werden kann; auch lassen sich Zuleitungs- und Ueberleitungsröhren für jeden Kessel derart absperren, daſs dieser jederzeit leicht für sich allein auſser Betrieb gesetzt bezieh. also über- sprungen werden kann. Allmonatlich wird jeder Kessel einmal gereinigt und beim Wiedereinstellen immer mit frischer Rohnaphta gefüllt. In sämmtlichen Kesseln erfolgt die Destillation mit Unterstützung von gespanntem Dampf, welcher theils in dreifach verzweigten Röhren unter das Oel, theils über dasselbe, also bloſs in den Dampfraum tritt. Die Ueberhitzung des Dampfes für ein vollständiges System erfolgt in einem einzigen Ueberhitzer, in welchem die Dampfröhren vor der Stich- flamme der Forsunka durch Ummauerung geschützt sind. Jeder Kessel steht mittels Helm mit einem besonderen Kühler in Verbindung, aus dem die verflüssigten Oele durch Leitungen einem gemeinschaftlichen Hause zugeführt werden, in welchem die Herstellung der verschieden- artigen Mischöle auf Grund des specifischen Gewichtes der einzelnen Fractionen vorgenommen wird. Auch hier können also bloſs die Herz- bestandtheile für sich aufgefangen, oder mit anderen Theilen der Destillate zu etwas geringwerthigeren Sorten vermischt, oder endlich aus den beider- seitigen Endfractionen noch geringwerthigere Marken hergestellt werden. Es ist einleuchtend, daſs diese Art der Destillation in dieser Beziehung den weitest gehenden Spielraum gewährt. Die Temperatur steigt in dem vierten Benzinkessel bis auf 1500, in den 14 folgenden Kerosinkesseln allmählich auf etwa 3000, 80 daſs also die Rückstände auch hierbei 3000 heiſs, meistens sogar noch etwas heiſser, austreten. Letztere flieſsen in Schlangenröhren durch groſse Vorwärmebehälter, welche mit der später zur Destillation kommenden Rohnaphta gefüllt sind und worin diese auf 110 bis 1300 erwärmt wird. Die dabei sich verflüchtigenden leichtesten Oele(höchstens /% Proc.) werden in besonderen mit den Deckeln der Behälter in Verbindung geseètzten Wasserkühlern verdichtet, während die Vorgewärmte Naphta in den Füllbehälter gehoben wird, von dem aus, nachdem wieder Abkühlung auf etwa 900 eingetreten ist, die ununter- brochene Speisung des ersten Benzinkessels unter Anwendung eines Regulators erfolgt. Die aus den Röhren des Vorwärmebehälters ab-