44über das Erdöl von Baku.Engler,werden kann. Je nach Umfang des Betriebes faſst ein solcher Be-hälter in den gröſseren Raffinerien 1000 bis 2000 MC. Kerosin. Derhöher stéehende Behälter, welcher zur Behandlung des Oeles mit Schwefel-süure dient, ist mit Blei ausgeschlagen; auſserdem liegt über demselbenein bleierner Röhrenkranz, aus welchem die Schwefelsäure durch feineLöcher zugeleitet werden kann, ferner ein Drehkreuz zum Ausspritzenvon Wasser nach Art eines Segner'schen Wasserrades und endlich istjeder Behälter, da das Ganze im Freien steht, mit Blechdach versehen,welches entweder unmittelbar auf dem Behälter aufsitzt, oder aber zurbesseren Beobachtung des Inhaltes in 0,5 bis Im Höhe darüber. ZumSchutze vor den bei der chemischen Reinigung entweichenden Dämpfenist dann der Zwischenraum zwischen Behälter und Deckel wohl auchmit Glasfenstern verschlossen und befinden sich im Deckel Klappen,welche während des Prozesses geöffnet sind. Die Mischung des Oelesmit den Chemikalien erfolgt mittels Luft, welche aus einer Druckpumpekommt und durch ein senkrecht bis zur tiefsten Stelle des Kesselbodenseingesetztes Blei- beziech. Eisenrohr, welches unten entweder in Gestalteiner sogen. Spinne verzweigt oder auch nur, der hüufigere Fall, geradeabgeschnitten ist, eintritt. Zur Beobachtung und Bedienung der Appa-rate laufen um den Rand der Behälter eiserne, durch Treppen zu er-steigende Galerien herum.Zuerst erfolgt die Sauerung des Oeles durch innige Mischung des-selben mit concentrirter Schwefelsäure von mindestens 92 Proc. Hydrat-gehalt. Die Menge der Schwefelsäure wechselt und muſs um 80 gröſserSenommen werden, je rascher das Oel destillirt worden ist. Die ge-ringste Menge war 0,6 Procent vom Gewichte des Kerosins; in gut ge-leiteten Betrieben stieg dieselbe nicht über 0,9 Proc.,weise über 1 Proc.nur ausnahms-Die Säure strömt unter Lufteindrücken und Rührendes Oeles langsam durch den Röhrenkranz zu und wird etwa 1½ bis2 Stunden weiter gemischt, wobei Erwärmung deswiekelung von Secle eintritt.Oeles unter Ent⸗Man läſst absitzen, gieſst dieunten abgesetzte Schwefelsäure durch ein besonderes Zweigrohr ab, umsie bei einer folgenden Behandlung wiederholt zu verwerthen, undversetzt das Kerosin ein zweites Mal mit frischer Säure. Es kommt so-nach jeder Posten Säure 2mal zur Verwendung und wird das Kerosin2mal mit Säure behandelt. Nach der zweiten SaProzeſs mit haltem Wasser, wobei jedoch letzteresäuerung folgt ein Wasch-mittels des Drehkreuzes