T OEE RT 7 $ C20) 3% Sohn von Iſuy aus dem Algaw; man nannt ihn den Knoderet oder Gürtei⸗Knopff, weil er ein Franciſcaner Ordens⸗Münch geweſen: Er war ein ſolcher vortre flicher Mathematicus und Natur⸗Kuͤndiger, daß er in den damahls finſtern Zeiten fuͤr ei⸗ nen Zauberer und Schwartzkuͤnſtler gehalten wurde. Scrar. Lib 5. p 8 56. Er war dabey ein Feind der Pfaffen, weil ihm beydes ihre grobe Unwiſſenheit, als ihr liederliches faules Muͤnchen⸗ Leben, zuwider war: Er bezeigte deßwegen auch nur tapffern und geſchickten Leuten ſeine Hochachtung. Man machte deß⸗ wegen auf ihn folgende Reimen: Nudipes Antiſtes non curat Clerus ubi ſtes, Si non in coelis, ſtes ubicunque velis. Der Churfuͤrſt Matthias ſoll gar keuſch geweſen ſeyn, Nion jib. 2. meldet von ihm, daß einsimahl ſeine Cammerdiener cir ſehr ſchoͤnes Weibsbild in ſein Schlaf⸗Zimmer gebracht haͤtten, in Meynung durch ihre Liebkofungen der Geſundheit ihres Herrn zu rathen, welche aber der Churfuͤrſt unberuͤhrt von ſich gelaſſen habe. Id. Serar. I. 5. p. 3 52. Es iſt zu verwundern, daſt man an die⸗ ſem Ertz⸗Biſchoffen eine Tugend lobet, zu welcher fich alle Geiſt⸗ liche Ordens⸗Leute verbinden, gleichſam als ob ſie bey ihnen et⸗ was ſeltnes waͤr. Ferner iſt unter den Mayntziſchen Churfuͤrſten Diether, Graf von Iſenburg zu mercken: Dieſer wurde von Pabſt bio dem 1I. der Chur entſetzet, der gegen ihn Adolphum voñ Naſſau ernant; woruͤber groſſt Bewegungen und Unordnungen entſtunden, wel⸗ che der Stadt Mayntz bey zweymahl hundert taufend Gulden zu ſtehen kamen. Anro 1475. nach Adolphi Todt kam Diether wiederum zur Chur, erbaute die St. Martins⸗Burg, welche aber im Jahr 1481. 1 ch eine ſchnelle Feuers⸗Brunſt voͤllig abbrannt, und darauf n Ihm in lauter Quater⸗Steinen wieder aufgefuhret wurde. Dieſer Churfürſt ſtifftete auch Annd 147. zu Mayntz die