a s o ohierüber Gutachten erſtattet. Durch allerhöchſte Entſchließung iſt ſofort befohlen worden, weitere Sach—verſtändige aus dem Handels- und Gelehrtenſtande zu berufen, die unter Leitung des Finanzminiſteriumsund unter Mitwirkung der Mitglieder der Miniſterialcommiſſion über die Angelegenheit gemeinſame Be—rathung pflegen.Als Sachverſtändige ſind vom Finanzminiſterium im Einverſtändniſſe mit dem Miniſterium des Innerndie Profeſſoren Geheimer-Rath Dr. Rau und Dr. Helferich, die Banquiers Mayer von Raſtatt, Kloſeund Kuſel von hier, Hohenemſer von Mannheim und A. Zimmern von Heidelberg, die Fabrikantenv. Chrismar von Arlen, Köchlin-Benckiſer von Lörrach, Kuenzer von Freiburg, Vetter—Köchlin von Ettlingen, Kienle von Pforzheim und Speyerer von Heidelberg, endlich die HandelsleuteSautier von Freiburg und Jörger von Mannheim und, da v. Chrismar, Kienle und Jörgerdie Einladung verſchiedener Hinderniſſe halber hatten ablehnen müſſen, der Fabrikant Ch. Benckiſer vonPforzheim und der Handelsmann Knippenberg von Mannheim berufen worden.Den einberufenen Sachverſtändigen wurden— um eine möglichſt reife Berathung vorzubereiten—die bereits erwachſenen Aktenſtücke nebſt einer Zuſammenſtellung der wichtigeren, gemeinſam zu erörterndenFragen ſogleich bei der Einberufung gedruckt zugeſtellt.Die erſte Sitzung der Verſammlung ward auf heute anberaumt. Von den hiezu eingeladenen Per—ſonen ſind die im Eingange des Protocolls Genannten erſchienen, während ſich Banquier Kloſe für dieerſte und zweite Sitzung dringender Geſchäfte halber hatte entſchuldigen laſſen und AmortiſationskaſſedirektorScholl durch Krankheit abgehalten, auch— wie ſich ſpäterhin ergab— Ch. Benckiſer durch einen inſeiner Familie unvermuthet eingetretenen ſchweren Erkrankungsfall an der Theilnahme verhindert war—Der Präſident eröffnet die Sitzung mit einer kurzen Rede, worin er Veranlaſſung und Zweck derbevorſtehenden Berathung darlegt.Sofort liest Vetter-Köchlin den ſeinem Verlangen gemäß in der Anlage wörtlich abgedrucktenVortrag ab.Der Präſident bemerkt hierauf: Er ſei, als Vetter-Köchlin ſich das Wort genommen, ebenim Begriffe geweſen, ſeine Vorſchläge in Betreff der Protocollführung zu entwickeln. Er halte eine mört-liche Aufzeichnung aller Aeußerungen nach der Reihenfolge der Sprecher weder für nothwendig, noch ſelbſtfür zweckmäßig; wohl aber müßten alle zur Sprache gekommenen Meinungen und Anträge, ſowie alle fürund wider jede Frage ausgeſprochenen Gründe in das Protocoll niedergelegt werden. Er habe dafürgeſorgt, daß Kameralpraktikant Behaghel den Hauptinhalt aller Aeußerungen aufzeichne, und habe diebeiden anweſenden Univerſitätsprofeſſoren erſucht, ſich mit Benutzung dieſer Aufzeichnungen der Abfaſſungdes Protocolls zu unterziehen, wozu ſich dieſelben auch bereit erklärt hätten.Auf den ſo eben von Vetter-Köchlin verleſenen Vortrag wolle er nur Weniges erwiedern. EineKritik des Dei der Einberufung der Verſammlung von der großherzoglichen Regierung eingeſchla—genen Verfahrens, das ſich bei näherer Erwägung ohnehin als ganz ſachgemäß empfehlen werde,ſcheine nicht hierher zu gehören. Wenn den Sachverſtändigen mit den über die Bankfrage erwachſenenAktenſtücken nicht auch die Kammerverhandlungen hierüber mitgetheilt worden, ſo ſei dies, da die EingabeForsbooms den Kammern nicht näher bekannt geweſen, ſehr begreiflich. Gleichwohl ſeien die Kammer-verhandlungen im Gutachten der Miniſterialcommiſſion berührt und hätten von den Sachverſtändigen* Die Mittheilung begreift die tem gegenwärtigen Protocoll vorangehefteten ſechs Aktenſtücke J. bis mit. V.