———.—— Q—|||[lliyaHelferich—Rau.Speyerer.Preſtinari—Rau.Speyerer.Knippenberg.Köchlin-Benckiſer.Kuſel.Kuſel.Vetter-Köchlin.=- A1) Bezüglich der Gefahren, welche aus der Annahme der Noten in den Staatskaſſen entſtehen.Was zuvörderſt das Weſen der vom Staate zu übernehmenden Verpflichtung betrifft, ſo wird gezeigt,daß dieſe eigentlich eine Verbürgung für die Noten gegen alle Inhaber derſelben ſei, weil der Staat unterallen Umſtänden, ſelbſt wenn die Bank zahlungsunfähig werde, ſich der Annahme nicht überheben könne,wenn er ſie einmal zugeſagt habe. Der Staat, fügen Andere hinzu, könne dann auch nicht umhin, bei ſeinenAusgaben ſich der eingenommenen Noten zu bedienen; er müſſe ſeine Beamten, Gläubiger ꝛc. nöthigen,dieſelben anzunehmen, und es entſtehe ein Zwang, während doch der Umlauf der Noten der freien Wahlüberlaſſen ſein ſollte.Schon in gewöhnlichen Zeiten könne es geſchehen, daß die Empfänger ihre Noten nicht ohne Verluſtanbringen; ſchlimmer aber ſei es, wenn die Bank in Verluſte und Verlegenheiten geräth, ihre Noten nichtmehr einlöſen kann oder ſogar zur Liquidation gezwungen iſt. Die Staatkaſſe werde dann mit Notenüberfüllt werden, mit denen ſie im Auslande gar nichts auszurichten vermöge und im Inlande weniger alsſonſt; alle gezwungenen Empfänger werden in großen Schaden geſtürzt und die Wirkſamkeit der Regierungwerde geſchwächt. Denke man ſich nur eine Kriegsgefahr, wie ſie bei irgend einem plötzlichen Ereignißim europäiſchen Staatsleben leicht eintreten kann, einen plötzlichen Ueberlauf der Bank, wobei es derſelbenphyſiſch unmöglich iſt, einzulöſen, weil eben ihr Münzvorrath nie zur Einziehung aller Noten zureicht, ſoſei eine Entwerthung der Noten zu erwarten, und dieſe ſetze den Staatshaushalt in eine ſchlimme Lage,wenn der Staat Bürge der Bank iſt. Solche Zuſtände ſeien auch bei aller Vorſicht nicht zu vermeiden undbeunruhigend genug, auch wenn nicht gerade ein großer Verluſt am Kapital der Bank bevorſteht. DieRegierungsaufſicht ſchütze nicht gegen alle Fehlgriffe, z. B. gegen Discontiren von unſicheren Wechſeln.Der Staat führe in ſeinem Finanzweſen eine große Wirthſchaft von etwa 15 Millionen Gulden Einkünftenund Ansgaben, ohne die Schuldenverwaltung, und würde, abgeſehen von ſeiner Bürgſchaft, von einerEntwerthung der Noten ſchon in viel höherem Grade als jede andere Wirthſchaft betroffen. Vor ſolchenVerluſten habe die Regierung als Verwalterin der Gelder der Geſammtheit dieſe zu bewahren. Was denKredit der Bank betrifft, ſo würde dieſer ſehr leiden, wenn der Staat die Einlöſung der bei ihr einge—gangenen Noten von ihr forderte.Gegen dieſe Sätze wird von andern Mitgliedern eingewendet, man ſolle nicht gerade an die ſchlimmſtenFälle, an entfernte Möglichkeiten denken, da dergleichen ſehr ſelten ſich ereigne; man ſolle nicht ſo ängſtlichſein, ſondern vielmehr Vertrauen haben. Es wird verſucht, zu beweiſen, daß es ſo ſchlimm gar nichtwohl werden könne, weil nicht leicht eine ſolche Menge von Noten, als man vorausgeſetzt hat, z. B.drei Millionen der Staatskaſſe zufließen könnte. Diejenigen, welche dem Staate zu zahlen haben,feien ja nicht gerade Beſitzer von Noten; die Staatseinkünfte gehen allmählig ein, und wenn monatlichetwa 1,200,000 fl. eingenommen und ausgegeben werden, ſo könne ſich jener beträchtliche Notenvorrathnicht anhäufen. Der Staat werde bei einem fehlerhaften Verfahren der Bank höchſtens vielleicht-300,000 fl.verlieren können; die gute Verfaſſung der Anſtalt, die Vorſicht der Cenſoren und die Ueberwachung durchStaatsbeamte gäben hinreichende Beruhigung. Würden die Noten nicht auf Summen unter 50 fl. geſtelltſo ſei ein zu heftiger Andrang ſchon weniger wahrſcheinlich; es ſei überhaupt ſogar möglich, daß die Notenwenig an die Staatskaſſe gelangen, weil man ſie zum Gebrauche bequem findet und im Verkehr benutzt.Selbſt ein eintretender Verluſt würde doch den Staatskredit nicht erſchüttern, der durch die großen Eiſen—bahnunternehmungen nicht gelitten hat. Wenn der Staat kein Bedenken getragen habe, 34 MillionenGulden für Eiſenbahnbauten zu verwenden, ſo dürfe er ſich auch der Möglichkeit eines kleinen Verluſtes