Das Dritt buͦch fuͦß gar ſittlichen. Als aber die geſchwulſt auffgeton ward do ſchliche der doren mit dem aÿtter auß dem ſchaden. Der leo empfand von ſtundan beſſerung. vnd zuͦ widergelt der guͦtheyt lecket er dem hÿrten ſein hende. vnd ſeczet ſich an ſein ſeyten. vnd empfieng wider eins teÿles ſein kreft. vnd gieng wolgeſundt von dem hyrten. In kurczen zeyten dar/ nach ward der leo gefangen czuͦbrauchen in einem freüden ſpil. darjnnen die freydigen mann mit den freyſſamen thÿe­ren fachtent. Vnd von geſchicht do ward der hÿrt auff die ſelben zeÿt auch gefangen vmb ſein mißthuͦn damit er das leben het verwürcket. vnnd ward verurteylet zuͦ ſoͤlichem tod. das man jn den freyſſamen thieren ſoͤltē fürwerffen jn zuͦ freſſen. Der hÿrt warde gefuͤret vnd gelaſſen vnder dÿe thÿer. Als bald kame der leo vngeſtuͤmigklichen wider den hyrten. vnd ſo bald er jn erſahe gieng er ſittlichen biß das er czuͦ jm kam. vnd ſo bald er jn recht erſahe. do erkennet er jn vnd huͦb auff ſeine augen vnd das angeſicht. vnd luͦet üb­er laut gegen dem volck. vnnd ſprang hÿn vnd her gegen volck. vnnd erzeÿget ſich froͤlich. vnd ſaß zuͦ dem hyrten vn̄ gebaret als ob er jm bedeüten woͤlt heym zuͦ geen. vn̄ wolt nit von jm geen. ſunder belÿb er beÿ jm als ob er ſein huͤten woͤlt. Vn̄ als der hÿrt mercket das der leo nun beÿ jm ſein wolt. arckwonet er wie das der leo waͤre den er vor zeÿten in dem wald het erkennet. dem er ſein geſchwulſt het geoͤf/ net vn̄ auch geheylet. Man het den leo von dem hÿrtē geen laſſen. aber er wolt bey jm beleyben jn zuͦ beſchirmen. do das volck das erſabe wurdē ſÿ darab wunderen vnd fragtē den hÿrtē wie das kaͤme das jn der leo ſo lieb hette. do der hÿrt dem volck die vrſach oͤffnet legeten ſÿ groſſe gebete an den obern gewalt vmb genad hirten zuͦ erwerben. alſo ward der hyrt erbeten. vnd beÿd ledig gelaſſen. der leo in wal/ de. vn̄ der hyrt in ſein hauß. Auß den ſoͤllen alle menſchen lernen das ſÿ danckber ſoͤllen ſein vmb empfangens guͦt. Die ander fabel Von dem leowen vnd dem pferd.